Mass Effect 3

Die Zerstörung des Alpha-Portals konnte sie bremsen, doch nicht aufhalten: die Reaper beginnen ihre alles vernichten wollende Invasion auf die Zivilisationen der Galaxis. Die Erde ist einer der ersten Planeten, die von der außerirdischen Spezies überrannt werden. Commander Shepard sieht sich gezwungen, verzweifelt durch die Galaxis zu reisen und die Völker gegen den finalen Kampf gegen die Reaper zu mobilisieren. Ein letzter Hoffnungsschimmer bietet sich mit dem Tiegel, einer scheinbar von den Protheanern stammenden gigantischen Geheimwaffe, doch deren Produktion erfordert ein Zusammenarbeiten sämtlicher Völker …

Mass Effect 3

Es fällt schwer, nach diesem absoluten Ende gigantischen Ausmaßes noch in irgendeiner Weise der vorausgehenden Ereignisse zu huldigen und ihnen die Anerkennung oder Kritik zu geben, die ihnen zusteht. Ein Ende, das alles bisherige überschattet und so abschließend, nichts- und allessagend zugleich ist und die Fans zum Weinen bringt. Man kann es zerreißen, man kann es interpretieren, man kann es hassen, ebenso wie man es lieben kann. Es ist vor allem eines nicht: konventionell, und das beweist, dass BioWare mehr kann als 08/15 und das Erwartbare.
Dem Spieler wird Schönheit in ihrer besten Form, wie sie Videospiele nur darbieten können, gezeigt, doch genauso vereinen sich im Fan Traurigkeit und Hass zu einer Mischung, die letztendlich dazu führt, dass man Stunden, ja Tage nach dem Finale an nichts anderes mehr denken kann.
Vier Jahre nach dem Beginn in dieses fantastische Universum führt uns BioWare ein Finale vor, mit dem es vermutlich selbst nicht gerechnet hat, als der Charakter Commander Shepard geformt wurde und ihnen die Idee zu den Reapern, den Protheanern und der Citadel entsprungen ist.

Mass Effect erreicht mit diesem Finale eine Klasse, die selbst die der besten Filme übersteigt und mehr zum Diskutieren und Nachdenken anregt als DiCaprios Kreisel, Frodos letzte Schifffahrt und die Entstehung der Macht zusammen. Das Ende regt die Fantasie der Spieler an und zwingt sie förmlich dazu, sich ihr Ende selbst weiterzuspinnen – etwas, das einem Stilbruch zum bisherigen Mass Effect gleichkommt, wurde doch jedes noch so kleine Detail in Form des Kodex‘ protokolliert, erklärt und teils auch visualisiert. Auf all das wird in dem Ende verzichtet, und es ist gut so. Einen DLC nachzureichen, wäre genau das Falsche, was BioWare machen könnte, denn es würde die Magie zerstören und das Ende dessen berauben, was es so auszeichnet. Gerade das Auslassen der Informationen zum Verbleib deiner Teammitglieder und der Zukunft der Zivilisationen der Galaxis ist die größte Huldigung BioWares an seine Fans, die es erbringen kann. Es setzt voraus, dass die Fans mitgefiebert haben, dass sie Mass Effect geliebt haben und sich nun die Resultate ihres „eigenen Endes“ erträumen können.

Das Spiel endet wie ein jedes Märchen: wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute. Die Entwickler stehen daher nicht in der Pflicht, sich oder das Ende zu rechtfertigen, es seinem Mythos zu berauben und damit dem Druck der enttäuschten Fans nachzugeben. Ich stehe zu dem Ende und kann mir kein besseres für eine so hervorragende Videospielreihe vorstellen.

Doch zurück zu den anfangs erwähnten sonstigen Ereignissen, die vor dem Finale gespielt haben. Das Spiel beginnt auf der Erde, Minuten vor der Reaperinvasion. Shepard ist auf Grund seiner Taten im DLC Die Ankunft seit Monaten in Arrest und von der Außenwelt größtenteils abgeschottet. Zu spät wird er als Berater zur Verteidigung der Invasion zu Rate gezogen – bereits in diesem kurzen Prolog merkt der Spieler, dass sich Mass Effect 3 ein Stück weit von seinen Vorgängern abgrenzt. Die Dialogoptionen wurden auf maximal drei gekürzt, wobei nur zwei von ihnen den Spielverlauf voranbringen. Auch die Häufigkeit, wann man nach einer Antwort gefragt wird, ist reduziert. Shepard gibt zu den meisten Fragen seine eigenen Antworten ohne Einfluss des Spielers.

Im Laufe des Spiels stellt man fest, dass sich dieses System etabliert und man lediglich bei Fragen mit bedeutender Wichtigkeit aktiv miteinbezogen wird. Die RPG-Anteile sind dementsprechend selbst bei der Einstellung „Volle Beteiligung“ geringer als bei Mass Effect 1 und Mass Effect 2 – sehr zu Missgunsten derjenigen Fans, die sich mehr RPG-Anteile im Stil des Erstlings gewünscht haben.

Begeht man seinen ersten Rundgang auf der Normandy, wird man auch hier ein wenig vergrault – das elegante Design aus den Cerberus-Tagen ist abhanden gekommen und musste quer umher liegenden Kabeln und weiteren Unschönheiten weichen. Auch die Crew erweist sich in den ersten Stunden als mauer Ersatz zu Kelly, Gabby, Kenneth & Co. Ebenso muss man sich mit einem stark komprimierten Team zurechtgeben, das erst nach vielen Spielstunden eine akzeptable Größe erlangt – nach Mass Effect 2 ist nicht mehr das Team im Fokus der Geschichten sondern Shepard selbst. Das ist insbesondere unter Anbetracht der oben genannten fehlenden RPG-Anteile sehr gewöhnungsbedürftig, wird aber mit zunehmender Zeit immer nachvollziehbarer und ermöglicht sogar erst den grandiosen Spannungsbogen.

Dieser orientiert sich im Großen und Ganzen deutlich mehr an der Handlung aus Mass Effect 1. So gibt es beispielsweise – wie in Mass Effect 1 mit Saren – wieder das personifizierte Böse in Form des Unbekannten und seines Attentäters Kai Leng. Mit dem Tiegel findet sich eine neue Variable wie bereits die Röhre. Auch der Handlungsverlauf folgt einem erkennbaren, aber nicht vorhersehbaren roten Faden, der sich keinen Hänger erlaubt und eine durchgehend spannende Geschichte abliefert.
War Mass Effect 2 mit seinen wenigen Story-Hauptplaneten wie Horizon und Freedom’s Progress sehr von der oft aufgesetzten Action abhängig, und litt Mass Effect 1 gleich zu Beginn an einem viel zu lang ausgefallenen Rundgang durch die Citadel, hat man es in Mass Effect 3 geschafft, den Spieler während der ganzen Zeit über bei der Stange zu halten und eine ausgezeichnet gelungene Balance zwischen Geschichtenerzählen und dem nötigen Adrenalinkick zu halten. Zwar präsentiert sich Mass Effect 3 als genauso actionreich wie sein Vorgänger, doch durch die allgemein sehr gute Umsetzung der Kriegszustände und der Feindesauswahl in Form von Cerberus und – natürlich – den Reapern, hat praktisch ein jeder Kampf auch wirklich ein Motiv, anders als noch die Bekämpfung semi-feindlich gesinnter Piraten- und Söldnergruppen ohne Chance auf Verhandlungen.

Mit den Ereignissen auf dem Asari-Heimatplaneten Thessia erreicht Mass Effect 3 seinen vorläufigen Höhepunkt und weiß mit der folgenschweren Auseinandersetzung im Tempel sogar, die Ereignisse auf Virmire zu übertrumpfen, die das bisherige Storyhighlight der Trilogie dargestellt haben.
Neben Thessia bereist man auch viele andere, bekannte Planeten wie etwa Tuchanka, einen Mond von Palaven und selbst den Mars, wobei die Citadel den einzigen Schauplatz ohne typischen Missionshintergrund darstellt. Planeten wie Illium und Omega kommen leider nicht selbst im Spiel vor, was jedoch bei der auch so schon packenden Inszenierung der verzweifelten Kriegszustände nicht weiter schlimm ist.

Diese hätte jedoch weitaus mehr Unterstützung durch den sehr enttäuschenden Soundtrack erhalten können, der sich in Sachen Innovation und Präsenz sehr zurückhält. Viel zu oft wird auf bereits vorhandene Stücke zurückgegriffen, und so kommt es, dass die größten Momente (mit Ausnahme des Finales) mit Musik aus Mass Effect 1 oder Mass Effect 2 auskommen müssen oder stellenweise komplett leer ausgehen wie etwas Thanes Tod. Die groß gefeierte Tatsache, dass man für die Musik Clint Mansell an Bord holen konnte, verpufft, wenn man sich die Musikcredits genauer ansieht und feststellt, dass dieser populäre Hollywoodregisseur gerade zwei der insgesamt 25 als Download erschienenen Stücke komponiert hat.
Ich habe es nicht für möglich gehalten, doch neben dem Soundtrack dieses Spiels steht selbst die eher durchschnittliche Musik des Vorgängers sehr gut da – man wünscht sich Jack Wall mit seinen Ideen zu atmosphärisch starken Liedern zurück.

Neben der Musik muss man auch die Grafik ein klein wenig bemängeln, die zwar so detailverliebt und realistisch wie nie daherkommt, vermutlich auf Grund der fast schon zu kurz geratenen Ladezeiten aber auch zu nicht seltenen Rucklern in stark ausgeschmückten Räumen wie etwa dem Flüchtlingslager auf der Citadel führt und selbst Computer mit einer weit über den empfohlenen Systemvoraussetzungen liegenden Ausstattung in die Knie zwingt.

Dabei sind es lange Zeit nicht einmal die ganz großen Momente, in denen die Stärken des Spiels liegen. Die bewegendsten Momente finden im Kreise deiner Kameraden statt; es macht Spaß, Garrus, Shepards Begleiter seit Stunde null, auf dem Präsidium zum König der Flaschen zu machen, mit Joker über seine Romanze mit EDI zu plaudern und den Shuttlepiloten Cortez wieder aufzumuntern. Ebenso zeugt es von wahrer Größe, wie sich das Team nach Shepards Niederlage auf Thessia verhält. Die moralische Unterstützung, die Shepard von seinen Weggefährten erhält, hätte das Team aus Mass Effect 2 vermutlich nicht zustande bringen können; dies ist dann der Moment, in dem man sich mit dem wesentlich kleineren Team anfreundet, das trotz oder vielleicht auch wegen seiner reduzierten Größe weitaus emotionaler und persönlicher angehaucht ist.

Auch wenn sich die meisten der ursprünglichen Teamkameraden wie Mordin, Grunt & Co. nicht erneut rekrutieren lassen, erhalten sie alle einen ihnen zustehenden Platz in der Geschichte und unterstützen auf ganz individuelle Weise Shepards Bemühungen, den Tiegel fertig zu stellen, vorausgesetzt, sie überleben die Ereignisse in Mass Effect 3. Falls dies nicht der Fall ist, erinnert uns BioWare in meist großartig inszenierten Momenten, wie sehr sie uns doch ans Herz gewachsen sind.

Weiterhin sehr positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass Mass Effect 3 viele weitere bereits begonnene Handlungsstränge aufgreift und weitererzählt. Gemeint ist hier nicht zwangsläufig die dennoch hervorragend auf die beiden Vorgänger aufbauende Grundgeschichte, sondern auch die Tatsache, dass die Handlung eines jeden DLCs (teilweise sehr bedeutende) Verwendung findet und sogar Leser der Romane auf ihre Kosten kommen.
Dies geschieht nicht selten in Form von Nebenmissionen, wobei diese Bezeichnung schon fast einer Beleidigung entspricht. Die Bedeutung der Nebenmissionen ist stärker denn je, was zur Folge hat, dass der Unterschied zwischen Haupt- und Nebenmissionen oft nur noch durch den im Tagebuch befindlichen Zusatz „Priorität: [Hauptmission]“ kenntlich wird.

Was die Spielzeit betrifft, so ist Mass Effect 3 zwar das am kürzesten geratene Spiel der Trilogie; man sollte jedoch auch beachten, dass das Spiel – anders als seine beiden Vorgänger – sowohl auf Minispiele zum Umgehen verschlossener Türen als auch auf lästig-lange Scanproben verzichtet. Der Multiplayer ist ein im Großen und Ganzen gelungener Ersatz zu den fehlenden zehn Stunden Spielzeit, der zwar etwas eintönig daherkommt, mit seinem Fokus auf faires Teamplay aber dennoch sehr unterhaltsam ist.

Mass Effect 3

Mit Mass Effect 3 liefert BioWare ein nicht perfektes, aber grandioses Videospiel ab. In fast sämtlichen Belangen übertrifft es seine beiden Vorgänger, wobei es sich anfangs lediglich bei ein paar Fans mit Neuerungen bzw. Änderungen vergrault, die zu Beginn noch nicht ganz nachvollziehbar sind. Hat sich der Stil dieses Sci-Fi-Blockbusters aber etabliert, wird man von einer packenden und durchgehend dynamischen Geschichte eingesogen und von einem Ende überrascht, das einen Wirbelsturm aus Gefühlen auslöst, und man aus Freude und Trauer zugleich in Tränen ausbrechen möchte.
Die Gigantomanie, die in dem Finale ihren Höhepunkt findet, bläst förmlich alle Schwächen des Spiels davon und hinterlässt eine begeisternde wie betrübende Stimmung, die sich schwer in Worte fassen lässt.

Nach knapp 50 Spielstunden ist es um die Trilogie geschehen, die aber aller Voraussicht nach um ein paar DLCs erweitet werden wird. Man darf gespannt sein auf die zusätzlichen erklärenden Inhalte zum Ende, doch besteht die Gefahr, dass BioWare mit ihnen den Mythos, den das Ende erschafft, zerstört.

Überwältigende 5 von 5 Sternen.

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4 Responses to Mass Effect 3

  1. Pingback: Mass Effect 3: Soundtrack « Lichtschwert's Blog

  2. Lukas says:

    Na gut, dann hoffe ich mal, dass du das hier noch liest, bevor du endgültig weg bist. Die letzten 2 Tage war ich leider größtenteils ausser Hauses, sorry nochmals.
    Also los: prinzipiell muss ich erstmal sagen, dass mir die Umstellung auf ein noch actionlastigeres Spiel, als es schon von Teil 1 auf Teil 2 passiert war, persönlich ja sehr zu gesagt hat, da ich zwar auch Rollenspiele liebe, aber eben doch eher der Shooter-Typ bin. Das Talentsystem, wenn mans so nennen kann, war zweckmäßig, aber für die Spielweise imho ziemlich perfekt, genau wie das rudimentäre (und teilweise leicht nervige, da nicht immer ganz präzise) Deckungssystem. Dass ich den Soundtrack im Gegensatz zu dir perfekt und keineswegs overused oder lahm (-er im Vergleich zu den Vorgängern) fand, weißt du ja bereits; das Orchestrale hats für mich halt erst so richtig rausgerissen 😉 So viel zum Spielerischen…
    Was die Handlung und den Spielverlauf angeht: beides war meiner Meinung nach ziemlich perfekt. Das Timing passte genau, es gab keine Langeweile (wenn ich da an einige Nebenquests in 1 bzw. das Ressourcensammeln in 2 denke…). Die Nebenmissionen waren sinnvoll in die Story integriert, waren spannend und abwechslungsreich und die Storymissionen in Sachen Inszenierung und Spannung so ziemlich das beste, was ich je in dieser Art von Spiel erlebt habe – und zwar von vorne bis hinten. Thessia war großartig, kommt für mich allerdings (wegen dieser einen Entscheidungssache, du weißt, was ich meine) nicht ganz an Virmire ran; das schaffte nur die letzte Mission auf der Erde, die halt in Sachen Bombast alles andere förmlich wegpustete. Generell fand ich es einfach genial, dass auch so ziemlich alles aufgelöst wurde, was mit den ersten Stunden des ersten Teils angefangen wurde: die Vormachtsstellung der Asari, Einblicke in die Kultur und Hierarchie der Turianer, die Unfruchtbarkeit der Krogans und natürlich – vor allem – der Kampf zwischen den Geth und Salarians. Wie das nebenbei in die große Haupthandlung eingebunden wurde, ist für mich in Sachen storytelling schwer zu übertreffen. Und das Ende selbst… Nun, ich wusste ja, dass mich etwas arg Kontroverses erwarten würde, nach allem, was darüber – selbst bevor ich das Spiel durchhatte – gemault wurde. Es war letztlich anders als erwartet, und 100% zufrieden war ich auch nicht, wobei ich die Indoctrination Theory schließlich als ziemlich tolle Idee für mich im Hinterkopf behielt. Andererseits war ich froh, dass es kein 08/15-Happy-End war, so sehr man sich das auch für alle seine liebgewonnen Charaktere gewünscht hätte, denn das hätte meiner Ansicht nach auch nicht zum ansonsten so herausstehenden Feeling der Serie gepasst. Diese Mischung aus Erfolg, Abschluss und Melancholie ist vom Grundtyp her das Beste, was man hätte machen können, weshalb mir auch der Extended Cut, der ja genau dieses noch um ein Vielfaches verstärkt und ausbaut, so super gefällt. (Und dazu warte ich eigentlich noch auf Rückmeldung von dir, auch wenn die vermutlich nie kommen wird 😉 )
    Ich will jetzt nicht auf Details eingehen, da ich dann vermutlich absolut den Rahmen sprengen könnte, aber im Großen und Ganzen finde ich, dass die Story sehr, sehr gut abgedeckt wurde. Die kleineren Logiklücken, die jetzt noch verbleiben, finde ich angesichts der Komplexität des Ganzen zwar etwas ärgerlich, aber absolut verschmerzbar. Du sagtest ja bereits auch, dass es eben keineswegs perfekt ist, das Ende, aber ich finde eben auch, dass das nach allem, was man davor geliefert bekam, nichts Nennenswertes mehr macht. Ich weiß nur, dass ich mich auf den Tag freue, an dem eine Computerspielserie (oder vielleicht auch Filmreihe, obwohl ich das bezweifle) es schafft, Mass Effect in seiner Perfektion als Spielemedium zu übertreffen. Gears of War kommt nah ran, aber leider lange nicht darüber. Ansonsten kann ich bisher behaupten, Ähnliches nur bei 2 Buchreihen erlebt zu haben (dem genialen „His Dark Materials“, mit das Beste, was ich je gelesen habe, sowie „A Song of Ice and Fire“, bei dem ich ja gerade noch dabei bin). Selbst Filme kommen da meiner Meinung nach nicht ran und werden es auch nicht können, da ihnen neben der Komplexizität und Tiefe (ja, das gilt für mich sogar für Star Wars!) auch einfach die Dauer fehlt, über die Beziehungen zu Charakteren aufgebaut werden können. Das schaffen Serien vielleicht noch, bei Filmen wirds allerdings eng. Was allerdings von keinem der genannten Medien erreicht wird, ist ein Grad an Einbezug und Einbettung des Konsumenten in das Geschehen durch die Freiheit, Entscheidungen zu treffen. Dafür liebe ich Spiele halt, da es – selbst wenn manchmal nur oberflächlich – eben eine ganz neue Facette ins Erleben reinbringt. Und bevor ich jetzt völlig ins Philosophische und weg von Mass Effect abschweife, ganz ohne Garantie der Vollständigkeit des Obigen: Ich denke, mein Punkt wird klar, ich liebe die Serie genau wie du. 😉

    Und in der Hoffnung, dass du das hier noch liest (nachdem es zugegebenermaßen viel zu spät geschrieben wurde, sorry 😦 ) sage ich damit endgültig und zum letzten Mal Tschüss und Danke für die Inhalte, die du im Laufe der Jahre so fabriziert hast, es war immer ein Vergnügen hier vorbeizuschauen. Egal, ob man sich jemals nochmal schreibt, oder nicht: Mach’s gut, ich wünsch dir allen Erfolg im weiteren Leben und hoffe, du hast auch ohne den Blog eine schöne Zeit 🙂

  3. Lichtschwert says:

    Mein lieber Lukas, vielen herzlichen Dank für den Kommentar und dass du dir die Zeit genommen hast, „das hier“ hinter dich zu bringen. Sehr schön geschrieben – unserere Meinungen decken sich in den meisten Bereichen, daher hat es keinen Zweck, hier nun noch über Details zu fachsimpeln. Über die Musik haben wir uns ja sowieso bereits ausgesprochen. Und an den Extended Cut habe ich mich im Übrigen noch nicht herangewagt. 😉

    Ich denke, Mass Effect ist und bleibt für uns beide noch für lange Zeit ein Standard – und für Franchises/Medien ein Ziel, das es zu übertreffen gilt.
    Wenn du magst, können wir gemeinsam noch ein wenig unsere Mass-Effect-Zeit genießen, man sieht sich ja vielleicht mal im Multiplayer von Mass Effect 3 … dafür bräuchte ich aber deinen dortigen Nickname, den du mir gerne noch via Kommentar mitteilen darfst, so lange bleibe ich hier noch aktiv. 😉

    Machtvolle Grüße und bis bald hoffentlich,

    Lichtschwert.

  4. Lukas says:

    Oh, von mir aus sehr gern, auch wenn ich zur Zeit eher weniger dazukomme. Was aber nichts heißt, ab und zu bin ich da schon zu treffen. Bei Origin heisse ich Nowitschok (frag nicht, wo der Name herkommt 😀 ). Kannst mich gerne adden, werde da heute auch noch etwas on sein. 🙂

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