Mass Effect 1 and Mass Effect 2 still effect with a massive effect on me

Jetzt habe ich sie endlich durch, die beiden. Wieder einmal. Bei Teil 1 sicherlich schon zum mindestens fünften Mal, den zweiten Teil erst so zum dritten Mal. Für Mass Effect 2 habe ich in etwa sieben Stunden weniger gebraucht als beim ersten Mal, allerdings hatte ich damals noch nicht die vier „neuen“ DLCs, die zusammengerechnet auch nochmal so knappe zehn Stunden ergeben. Insgesamt kann ich sagen, dass mich auch beim wiederholten Spielen beide PC-Games erneut sehr mitgerissen haben, auch wenn ich immer noch behaupte, dass Mass Effect 1 der bessere Teil ist.

Meine Meinung von fast genau zwei Jahren bezüglich Mass Effect 2 kann ich heute eigentlich noch so stehen lassen, möchte aber noch ein paar Dinge hinzufügen. Nicht nur, dass einem das Scansystem trotz Ressourcenboni durch das Importieren eines wohlhabenden Charakters aus Mass Effect 1 gehörig auf den S*ck geht, auch die Hauptstory ist – egal, wie man sie dreht oder wendet – zu einseitig. Das Rekrutieren von Teammitgliedern reicht meines Erachtens nicht aus, ein so intensives Game auszufüllen. Es hapert aber nicht nur auf der Seite der Guten mit der Story sondern auch auf der Seite der Bösen. Gab es in Mass Effect 1 eine Personifikation des Bösen, Saren Arterius, muss man sich im Nachfolger mit den Kollektoren zufrieden geben, die vom Unbekannten & Co. anfangs hinter jeder Ecke und am besten noch mit einer Decke unter den Reapern vermutet werden. Dass sich das nach nicht allzu langer Zeit auch bewahrheitet, kommt recht unüberraschend daher – und überhaupt: die Unähnlichkeit zwischen den Kollektoren und ihren alten Egos, den Protheanern, lässt sich nicht so leicht auf genetische Veränderungen zurückführen, wie ich finde.

Eine Ähnlichkeit ist nicht zu sehen.

Dafür überzeugt Mass Effect 2 in nahezu sämtlichen anderen Belangen. Auch wenn die Musik nicht ganz so zu überzeugen weiß, dazu aber ein ander Mal mehr, sind es vor allem die düsteren Themen wie Verrat, Korruption, Diskriminierung und Mord, die Mass Effect 2 perfekt behandelt.
Mass Effect 1 weiß dafür gekonnt, wie man Spannungsbögen aufbaut und mit Hilfe einer tollen Levelgestaltung und schön hypnotischer Musik fesselnde Momente einbaut, mit Verweis auf die Geschehnisse auf Ilos und natürlich Virmire. Die Schlacht um die Citadel ist ebenfalls toll in Szene gesetzt, dafür muss ich leider sagen, braucht der Rest der Handlung sehr lange, um ins Rollen zu kommen. Erst mit der Infiltration von Sarens Basis auf Virmire bekommen quasi sämtliche Ereignisse die Wichtigkeit, die ihnen zusteht. Inwiefern Noveria und Feros in die Gesamtgeschichte hineinpassen, ist mir auch nach diesem Durchspielen nicht ganz klar geworden.

Anderes Thema: mit dem Import meines Shepards aus Mass Effect 1 sind in Mass Effect 2 Details aufgetreten, die man erst bei einem vorhandenen Import entdeckt. So begegnet man unter anderem Helena Blake, ehemals Anführerin eines Verbrechersyndikats, im Afterlife, und auch die Entscheidung über Wrex‘ Schicksal, das Teamschicksal auf Virmire und natürlich der Ausgang der Schlacht um die Citadel wurden selbstverständlich übernommen. Sollte beim Import meines Standard-Shepards in Mass Effect 3 alles klappen, dürfte mir also eine recht individuelle Geschichte bevorstehen, die zwar durch ein bei der Selbstmordmission vollkommen unbeschadetes Team glänzen wird, dafür aber ohne die alte Normandy-Crew auskommen muss, da diese mir quasi vor meinen Augen weggestorben ist. Hätte ich zuvor gewusst, dass man nach Abschluss der Reaper-FFS-Mission höchstens eine weitere Mission absolvieren darf, um das Überleben der Crew zu sichern, hätte ich 0 Verluste gehabt. Tja, leider Pech gehabt … (weiß jemand vielleicht, inwiefern sich Letzteres im Groben auf den Handlungsverlauf in Mass Effect 3 auswirkt – ohne zu spoilern?)

Was Mass Effect 3 betrifft, so möchte ich vor dem Installieren und Anspielen erst noch ein paar Bonusfeatures der Collector’s Edition des Vorgängers ansehen (die Making ofs zum Beispiel) sowie nach Monaten endlich meine Laptopfestplatte fertig aufräumen. Das steht schon seit viel zu langer Zeit an.

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3 Responses to Mass Effect 1 and Mass Effect 2 still effect with a massive effect on me

  1. Lukas says:

    Uff, ich hab mir gerade mal deinen „Test“ zum zweiten Teil durchgelesen, also den alten. Größtenteils stimme ich dir schon zu, wobei ich einige Punkte nicht ganz so eng sehe. Selbst wenn sie es, zum Beispiel, mit den Waffen etwas übertrieben runtergeschraubt haben (genau wie die Talente ja auch), so ist es dennoch besser als das teils etwas übertrieben komplizierte System in Teil 1 😉 Teil 3 bringt es spielmechanisch übrigens perfekt auf den Punkt, finde ich (sie hatten ja auch 5 Jahre Zeit 😀 ). Und zur Story: an sich ist sie natürlich lange nicht so episch, wie Teil 1 es bot, inszenierungstechnisch finde ich sie allerdings noch ein gutes Stück stärker, da man eben diese geniale Inszenierungsmethode wirklich in jeder noch so kleinen Nebenstory merkt – die übrigens allesamt deutlich interessanter sind als die aus 1. Was die letzte Mission angeht, kann ich dir allerdings nicht so ganz zustimmen, die empfand ich persönlich als eine der epischsten Missionen der gesamten Serie, mitsamt dem Finale. Ausnahmen sind da nur Virmire und der Kampf um die Citadel aus Teil 1 und einiges, doch arg Spoilerbehaftetes aus Teil 3 – sagen wir einfach, es werden die fetzen Fliegen 😉 Dass an Saren als Bösewicht so schnell nichts rankommt, ist verständlich, trotzdem fand ich die Collectors durchaus mysteriös und unheimlich, vor allem die Maßstäbe, mit denen sie ihre Pläne durchgesetzt haben. insofern also absolut passend. Ach ja, du irrst dich übrigens: die Ähnlichkeit ist absolut vorhanden. Ich weiß auch nicht mehr genau, inwiefern das Bild von Teil 1 oben im Spiel einen Vergleich bieten wollte, es scheint mir jedenfalls weder passend, noch irgendwie korrekt. Warte mal Teil 3 ab 🙂
    Was aber am wichtigsten ist: ich stimme dir absolut zu, dass die Action aus Teil 2 die Serie verbessert und aufgepeppt hat, das merkt man auch in 3. Die Schnelligkeit, die die Serie dadurch dazugewinnt, macht sie einfach zu dem, was sie letztlich ist (in Kombination mit dem Rest, versteht sich).
    Zur Crew der Normandy kann ich dir leider nicht so viel sagen, es dürfte allerdings – leider – so gut wie keine Auswirkungen auf die Story haben. Das hat jedoch Gründe, die ich dir jetzt ebenfalls nicht spoilern will 😉

  2. Lichtschwert says:

    Inszenierungstechnisch ist Mass Effect 2 ganz klar besser als der erste Teil, was vor allem an der Technik und der Dynamik liegt, auch wenn du dich da jetzt eher auf die Nebenmissionen zu beziehen scheinst.
    Was diese angeht, muss ich dir jedenfalls zustimmen: sie sind deutlich abwechslungsreicher, dafür ist die Action viel zu oft zu aufgesetzt; soll heißen, dass dich selbst einfachste Söldnergruppen grundlos angreifen, während man in ME1 selbst bei böswilligen Piratengruppen noch die Option hatte zu verhandeln.
    Was das Protheanerbild angeht: das stammt aus ME1 vom Planeten Ilos und zeigt eine der dortigen Statuen, die meines Erachtens die Protheaner zum Zeitpunkt ihres zivilisatorischen Höhepunkts darstellen und mit den Kollektoren aus ME2 kaum Ähnlichkeiten bieten.

  3. Lukas says:

    Ne, ich meinte es schon auch auf die Hauptmissionen bezogen, nur waren die schon in Teil 1 wirklich genial, weshalb es bei den Nebenmissionen deutlich stärker auffällt 😉
    Und zum Protheaner: Ja, das glaub ich dir und das kann schon sein. Aber spiel erst Teil 3, dann weißt du, was ich meine. Vor allem den DLC 😉

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