Mass Effect 2: Die Ankunft

Admiral Hackett bittet Commander Shepard, nach Dr. Kenson, einer verschwundenen Undercover-Agentin der Allianz, zu suchen. Die Wissenschaftlerin besitzt möglicherweise Beweise für eine bevorstehende Reaper-Invasion; ein Grund mehr für Shepard, sich auf die Suche nach ihr zu machen. Hinweise deuten darauf hin, dass die Batarianer mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Die Suche nach Dr. Kenson führt Shepard an den Rand der Galaxie, wo er ohne die Unterstützung seines Teams vor eine weitere Herausforderung gestellt wird: wird er die Ankunft verhindern können? (Quelle: MassEffect-Game.de)

Mass Effect 2: Die Ankunft

Mit einer sehr spannend erzählten Geschichte bietet Die Ankunft quasi den inoffiziellen Epilog zu Mass Effect 2 und scheint eine kleine, aber bedeutungsvolle Brücke zu Mass Effect 3 zu schlagen. Commander Shepard erhält von Allianz-Admiral Hackett persönlich den Auftrag, eine menschliche Agentin aus den Klauen batarianischer Kolonisten zu befreien, die wichtige Informationen zur anstehenden Reaperinvasion gefunden hat. Jene Informationen haben für die Grundgeschichte der Videospielreihe sehr hohe Priorität, geht es doch um nichts Geringeres als Zeitpunkt und Ort des Erscheinens der Invasionsflotte.

Dieses Thema ist es, das Die Ankunft auszeichnet. Wie kaum ein anderes Level des Spiels, das Selbstmordkommando im Zentrum der Galaxie ausgenommen, greift der DLC Themen auf, die für die Galaxis von so großer Bedeutung sind. Dass es dabei jedoch leider keine Vorbild-/Abtrünniger-Enden gibt, verzeiht man den Drehbuchautoren auf Grund des furiosen Finales gerne.
Auch die praktisch zu jeder Zeit bestimmende Linearität des Handlungsablaufs fällt in der Hitze der zahlreichen und mit viel zu starken Gegnern ausgestatteten Gefechte kaum auf. Für Dr. Kenson wünscht man sich zwar etwas mehr Charaktertiefe und innere Zerrissenheit wie man es von Sarens letzten Stunden auf der Citadel kennt; dafür macht ihr gnadenloses (‚Nicht‘-)Handeln deutlich, mit welcher Effizienz die Indoktrination der Harbinger bzw. die der Reaper vonstatten geht.

Zurück zum Ablauf der Handlung. Diese gestaltet sich zwar innerhalb der diversen Handlungsabschnitte sehr linear, bietet gleichzeitig aber auch eine gelungene Abwechslung. Die Mission beginnt auf dem Planeten Aratoht als sehr stille Infiltration einer heruntergekommenen Sicherheitsanlage der Batarianer. Hat man Agentin Kenson – im Idealfall, ohne die Aufmerksamkeit der Batarianer zu erregen – befreit und als einzige Begleiterin angenommen, kämpft man sich durch Reihen batarianischer Soldaten, um von der Kolonie entkommen und zu Kensons Station gelangen zu können. Diese ist offenbar vom Allianzmilitär finanziert, was im Anbetracht dessen, dass Shepards Missionen zur Rettung der Galaxie in Mass Effect 1 und Mass Effect 2 selten bis nie vom Allianzmilitär finanziert wurden, recht unstimmig ist. Auch dass der Rat und die Allianz die Anzeichen der Reaper nahezu ignorieren, Letztere jedoch insgeheim Vorkehrungen gegen eine Reaperinvasion trifft, mag nicht ganz in das von Mass Effect 2 verbreitete „Weltbild“ der großen Parteien passen.

Mass Effect 2: Die Ankunft

Dennoch überzeugt Die Ankunft im Großen und Ganzen, und bringt mit rund einer Stunde Spielzeit zwar ein recht kurzweiliges Vergnügen mit sich, das man aber durch (vermutlich) verzweifeltes Bemühen, die „Schlacht um Rho“ zu überleben, noch etwas strecken kann.
Auch wenn der Handlungsablauf recht linear vonstatten geht – das Thema selbst ist hoch brisant, was Die Ankunft daher für Fans der Videospielreihe fast unverzichtbar macht.
3,5 von 5 Sternen.

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