Mass Effect 2: Kasumi – Gestohlene Erinnerungen

Cerberus hat sich der Dienste von Kasumi Goto versichert, der geheimnisvollsten Meisterdiebin der Galaxie. Als Gegenleistung für ihre Hilfe soll Shepard sie bei einem gefährlichen Raub unterstützen – es geht darum, in den Tresorraum des tödlichen Meisterverbrechers Donovan Hock einzudringen. Hock gibt dort eine Party für die reichsten und skrupellosesten Verbrecher der Galaxie. Es geht darum, Daten zurückzuholen, die für Kasumi von größter Wichtigkeit sind … und für die Galaxie … (Quelle: Social.BioWare.com)

Mass Effect 2: Kasumi - Gestohlene Erinnerungen

Von nicht allzu überzeugender Qualität ist dieser Downloadable Content gezeichnet und kann es mit dem vergleichbaren Zaeed-Download nicht aufnehmen. Kasumi Goto, die als die wohl mysteriöseste Diebin der Galaxis gehandelt wird, wird von Cerberus angeheuert, um Commander Shepard auf seiner halsbrecherischen Mission quer durch die Galaxis zu begleiten. Ähnlich wie schon Sölder Zaeed, verlangt Kasumi neben einer Menge Kleingeld auch gleich bei ihrer eher mau ausfallenden Rekrutierung Shepards Unterstützung bei einer persönlichen Mission. Diese besteht im Kurzen aus dem Infiltrieren einer Party, geschmissen von einem bekannten, nicht jedoch dem Spieler selbst bekannten Waffenhändler, der sich als kühler Geschäftsmann gibt und Kasumis ehemaligen Freund und Begleiter auf dem Gewissen hat.

Dieser besaß eine eigene Graybox, eine Art Speichermedium mit Verschlüsselungsfunktion für wichtige Erinnerungen, die nicht verloren gehen dürfen. Die Graybox mitsamt ihrer darauf gespeicherten brisanten Informationen sind dem Waffenhändler Hock in die Hände gefallen – es liegt an Kasumi, das gute Stück, das für sie auch emotional von Bedeutung ist, zurück zu erlangen. Inwiefern die Informationen jedoch für die Menschheit sehr bedeutend sein können, was bei der Auftragsbeschreibung erwähnt wird, bleibt ungewiss und hat leider zur Folge, dass der Mission jegliche Brisantheit fehlt. Kasumi erhofft sich zwar ein letztes „Wiedersehen“ mit ihrem früheren Geliebten, mit der spannenden Rettung einer brennenden Raffinerie oder dem Ausschalten des Blue-Suns-Gangsterbosses aus Zaeeds Loyalitätsmission kann das jedoch nicht mithalten.

Kasumi – Gestohlene Erinnerungen traut sich, zu Beginn der Mission sehr ruhige Töne anzuschlagen, was man dem Downloadinhalt bei dem sonst eher actiongeladenen Mass Effect 2 zu Gute halten kann. Hat man aber die viel zu simplen und frei von jeglichen spielerischen Hindernissen ausgestatteten Sicherheitsvorkehrungen in Hooks Party umgangen, legt Commander Shepard wortwörtlich sein kriegerisches Gewand an und kämpft sich durch gewohnt schick gestaltete Level durch Reihen der Blue Suns und trifft zum Schluss auf Hock persönlich, der alles daran setzt, Shepard und Kasumi (in dieser Mission seine einzige Begleitung) endgültig auszuschalten.
Mit Ideen wurde hier leider recht spärlich umgegangen. Das Einführen von Blendgranaten ins Spiel, von mir vor Kurzem fälschlicherweise auf das Konto von Versteck des Shadow Broker geschoben, kommt ursprünglich von Kasumi – Gestohlene Erinnerungen, ist aber leider auch die einzige nennenswerte Neuerung im Gameplay.

Positiv zu erwähnen sind da schon eher der Ausblick aus Hooks Partylounge auf den Planeten Bekenstein sowie viele nette Details in Hocks Tresorraum. In diesem sollte man sich die nötige Zeit nehmen, um auch wirklich jeden Winkel auszukundschaften, denn BioWare bietet etwa mit dem Kopf der Freiheitsstatue eine sehr unterhaltsame und dennoch realistische Zukunftshandlung.

Mass Effect 2: Kasumi - Gestohlene Erinnerungen

Mit einem emotionalen aber mauen Final, dem man – wie auch der restlichen Mission – besser geschriebene Dialoge gegönnt hätte, endet Kasumis Loyalitätsmission und damit auch der Großteil des DLCs.
Kasumi an Bord der Normandy richtet sich sehr schick ein und bietet mit der Freischaltung des Backbord-Aussichtsraum sogar eine Bar innerhalb der Normandy. Leider bleibt es – wie auch bei Zaeed – bei Monologen, sobald Shepard Kasumi anspricht, und auch eine Romanze mit Kasumi bleibt dem Spieler (leider) verwehrt.

Auch wenn Kasumi weder als mysteriöseste, noch überhaupt als talentierteste Diebin in die Geschichte eingehen wird – sympathisch ist sie (auch dank der deutschen Synchronstimme) allemal und bereichert zudem das Team durch teils individuelle Kräfte. Nötig ist der DLC zwar nicht und ist mit 560 BioWare-Punkten (umgerechnet rund 5,- €) und einer Stunde Spielzeit der Loyalitätsmission etwas zu teuer und zu kurz ausgefallen – doch wer schon immer einmal wissen wollte, was sich hinter der sonst stets verschlossenen Tür auf der Normandy befindet, kann als Mass Effect 2-Fan zugreifen. Vorausgesetzt, die Erwartungen sind nicht allzu hoch.
2,5 von 5 Sternen.

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