Adobe Premiere Pro CS5: Das umfassende Training

So meistern Sie Ihre Videoprojekte mit Premiere Pro! Der erfahrene Trainer und Videoexperte Robert Klaßen führt Ihnen in diesem Training live am Bildschirm vor, wie Sie Ihre eigenen Filme schneiden, mit Titeln und Effekten gestalten und auf DVD oder Blu-ray veröffentlichen. Sie lernen dabei alle Werkzeuge von Premiere Pro kennen und in eigenen Projekten einzusetzen – inklusive OnLocation, Encore CS5 und Adobe Story. Das Video-Training zeigt Ihnen anschaulich bewährte Schnitt-Techniken aus der Cutter-Praxis. Lernen Sie, wie Sie Ton, Titel und Übergänge in den Film integrieren und Ihre Videos in bestmöglicher Qualität ausgeben. Schauen Sie zu, wie Sie fehlerhafte Aufnahmen retuschieren und den Film abschließend mit Effekten versehen. Mit diesem Training bekommen Sie Premiere Pro richtig in den Griff und sind für Ihre Videoarbeiten bestens gewappnet … (Quelle: GalileoDesign.de)

Quelle: GalileoDesign.de

Apples Entscheidung, sein Spitzenschneideprogramm Final Cut Pro consumerfreundlicher zu gestalten, hat meinen Betrieb dazu bewegt, das Konkurrenzprogramm, Adobe Premiere Pro, als unsere neue Standardsoftware zu verwenden. Schnitttechnisch schon etwas erfahrener, habe ich mich an das Tutorial zu dem mir noch unbekannten Schnittprogramm gewagt, um kommenden anspruchsvollen Schneidearbeiten gewappnet zu sein.

Zunächst sei gesagt, dass meine bisher bestellten Video-Tutorials aus dem Hause Galileo-Design qualitativ sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Hat mich doch zuerst Thomas Kuhn sehr galant in die Welt des professionellen Schnitts geführt, war Markus Bledowskis erklärter Einstieg in die Welt der Videobearbeitung mit After Effects gelinde gesagt verbesserungswürdig. Mit dem umfassenden Videotraining zu Premiere Pro hat Robert Klaßen ziemlich die Mitte getroffen.

Mit seinem 12-Stundentraining spricht er überwiegend die unerfahrenen Einsteiger an, zu denen ich mich glücklicherweise nicht mehr zählen kann. Mit viel Ruhe und ohne Hektik erklärt er dem Zuschauer gängige Begriffe aus der Welt des Films und Videos, und erleichtert Anfängern gekonnt den ersten Schritt Richtung professionellen Videoschnitt. Dass ich nicht mehr zu der offenbar angepeilten Zielgruppe gehöre, war mir zuvor nicht bewusst und soll daher keinen Einfluss nehmen auf die Bewertung des Video-Tutorials.

Jedoch gibt es zu kritisieren, dass Klaßen selbst für Einsteiger wohl etwas zu gemächlich sein könnte. Dies hängt damit zusammen, dass das gesamte Tutorial darauf ausgelegt ist, dass der Zuschauer parallel mit Premiere Pro CS5 arbeitet. Da man Schnittprogramme in der Regel jedoch bildschirmfüllend anwendet, das Video-Tutorial mit der empfohlenen Größe von 1024 x 768 diesen schon so gut wie ausfüllt, und man nicht immer den Vorteil hat, zwei oder mehr Monitore zur Hand zu haben, ist es sicherlich keine gute Entscheidung, die Erzählweise des Tutorials darauf auszulegen.
Da Klaßen davon ausgeht, dass der Zuschauer – langsamer und unerfahrener – zur gleichen Zeit dieselben Arbeitsschritte ausführt, kommt es zu einer extremen Verlangsamung von den selbst einfachsten Schnitten. Die Funktion des Copy & Pastens wird auch beim dritten Mal noch ausführlich erklärt, und jedes Mal umständlich mit „Bearbeiten – Kopieren“, „Bearbeiten – Einfügen“ ausgeführt, was zur Folge hat, dass die „reinen Zuschauer“ ohne parallele Premierebearbeitung gerne einmal wegen Gedankenabschweifens den Faden verlieren.

Die zwölf Stunden Video-Tutorial können sich so ziemlich ziehen. Jedoch kann man hierzu positiv bewerten, dass sich Klaßen damit die Zeit nimmt, eine jede Funktion von Premiere Pro ausführlich zu erklären. Außerdem erkennt man während des gesamten Video-Tutorials seine Struktur, so bauen die diversen Kapitel sichtlich auf vorangegangene auf – und sollte eine verwendete Funktion noch nicht beschrieben worden sein, wird dies recht bald in einer der folgenden Lektionen nachgeholt.
Ebenfalls positiv sei hier erwähnt, dass Klaßen das Schnittprogramm an Hand eines einzigen, dafür umfangreichen Beispielprojekts erklärt. Im Gegensatz zu Kuhns oder Bledowskis Tutorials kann man so den Workflow eines gesamten Films nachvollziehen und erkennen, mit was man zum Beispiel anfangen und mit welcher Tätigkeit (wie etwa dem Ausspielen des Films und der darauffolgenden DVD-/Blu-ray(!)-Menüerstellung) man enden sollte.

Dies alles kann die Überlänge des Tutorials jedoch nur marginal ausbügeln, zumal man nach Abschluss des 11. Kapitels das Bonuskapitel mit knappen, aber ausreichend präzisen Erläuterungen zu den grundlegenden Schnittfunktionen des Programms und deren Shortcuts auffindet, und sich als semi-professioneller Cutter nur mit diesem Kapitel viele Stunden hätte sparen können.

3 von 5 Sternen.

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