Adeles Someone Like You

Das Radio und generell die auf Mainstream ausgelegte Musikindustrie wird momentan von lauten, nah an der Übersteuerung liegenden Songs überströmt, die den Gesang des Interpreten deutlich in den Hintergrund und als Gegenzug künstlich erzeugte Melodien bis zur Unerträglichkeit in den Vordergrund stellen. Dies kann das ein oder andere Mal funktionieren, doch üblicherweise sind die Songs dann doch ziemlich nervig. Als Beispiel seien hier die Songs von den Interpreten Taio Cruz und David Guetta genannt, insbesondere Letzterer nervt zur Zeit mit seinem eigentlich guten Titanium, das aber durch seinen Rythmus die restliche Stimmung des Songs kaputt macht.

Als eine von wenigen stellt sich nun die Sängerin Adele gegen diesen Trend, die mich zwar mit Rolling In The Deep und Set Fire To The Rain wenig überzeugen konnte, dies aber nun mit ihrem Song Someone Like You tut. Dieser handelt – oh Wunder – von der großen, aber leider verloren gegangenen Liebe, was mich eigentlich stören würde, da so gut wie 95% aller Songs von Liebe handeln und das einem die Welt auch nicht erträglicher macht, aber die Art, wie Adele ihre Botschaft rüberbringt, ist wahrhaftig einzigartig.

Ihre Stimme ist gut, wenn auch nicht so gut wie von vielen beschrieben, doch hat sie auch den Mut, ihre Stimme ohne viel Schnickschnack zu vermarkten. Und so kommt es folglich bei mir auch richtig gut an, dass einzig und allein ein Piano ihre Stimme musikalisch und wunderbar melodisch begleitet.

Einer der wenigen verbliebenen Gründe, morgens noch das Radio einzuschalten.

5 von 5 Sternen.

Adeles Someone Like You auf YouTube anhören.

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8 Responses to Adeles Someone Like You

  1. Lukas says:

    Also Rolling in the Deep fand ich gut, wobei es da tatsächlich Cover gab, die die geniale Melodie deutlich besser verpackt haben. Set Fire to the Rain fand ich hingegen ziemlich großartig, so wie es ist. Someone like You ist zwar auch schön und ne tolle Stimme hat sie ja sowieso, ich finds aber mittlerweile ziemlich abgenudelt und in der Radioversion ehrlich gesagt etwas zuu langweilig, obwohl ichs deshalb nicht ungern höre oder so. Andererseits sind das wirklich Lieder, die ich aufgrund CD-Mangels beim Autofahren höre, von daher kann ich das nur vom „Zwischendurch-Pop-hören“-Standpunkt aus beurteilen 😀

  2. Lichtschwert says:

    So, musste jetzt erst einmal in der Historie von Lichtschwert’s Blog nachschlagen:
    du fährst nun also Auto, wobei du hier meintest, kein Auto fahren zu müssen, solltest du den Studienplatz bekommen – folgendes habe ich dich bestimmt schon einmal gefragt, doch bei meinem zarten Spatzenhirn darf man keine allzu großen Speicherkapazitäten erwarten: hast du ihn bekommen, den Studienplatz?
    Und: läuft euer BMW noch und/oder hast du bereits ein eigenes Auto? 🙂

    Auf Coverversionen stehe ich üblicherweise nicht sonderlich, dafür gibt es mir zu viele von noch viel mehr Originalsongs – die besten der Besten lerne ich meistens über Blogs kennen (bspw. über sivers „We Found Love“-Artikel), doch eigentlich bin ich mit guten Originalsongs zufrieden genug.

  3. Lukas says:

    Ja, das habe ich damals in der Tat gesagt, bis dann offensichtlich wurde, dass mein Semesterticket zwar für die Bahnstrecke vor meiner Haustür gilt, aber weder für die (seehr viel flexiblere) Buslinie, noch für irgendeinen Stadtbus, mit dem ich ja vom Bahnhof zur Uni kommen muss – da ich in Gö. kein Fahrrad habe. Heißt also, dass ich wieder eine 70€-Monatskarte für die Busbetriebe brauche, die sich rechnerisch aber aufgrund des Semestertickets, dass ich ja hin und wieder benutzen kann, tatsächlich nicht lohnt.
    Dann kommt dazu: der alte 7er hat leider Anfang September, ausgerechnet, als ich gerade damit unterwegs war, endgültig den Geist aufgegeben: Steuerkette gerissen, Motor aus, ruhe in Frieden 😦 Reparatur hätte zu viel gekostet, als dass es bei einem 19 Jahre alten Auto noch Sinn ergeben hätte. Dafür haben wir jetzt einen 4,5 Jahre alten 740er, den ich auch gerne unserem Raumgleiter nenne, zumindest kommt einem das Fahren so vor 😀 Da der jedoch an die 12 Liter (und im Stadtverkehr gut und gerne mal mehr) verbraucht, lohnt es sich natürlich nicht, jeden Tag damit zu fahren. Deshalb haben wir dazu noch einen kleinen Japaner (Daihatsu Cuore, erstaunlicher Weise ein wirklich tolles Teil) geholt, der mich mit 4-5 Litern Verbrauch tatsächlich günstiger nach Göttingen bringt, als jedes Ticket; und natürlich auch 1000x flexibler. Ach ja, das bedeutet natürlich, dass ich den Studienplatz habe, jedoch für Chemie, wo ich mittlerweile seit Oktober dabei bin. Mal schauen, wie das noch ausgeht 😉
    Puh, das war mal ausführlich, aber jetzt dürften wohl alle Fragen geklärt sein 😀

    Zu den Covern: ich habe auf Youtube meine 6, 7 Leute (u.a. den dir ja bekannten Herrn Goot und einige weitere, sehr talentierte Musiker), deren Cover ich mir immer ansehe und deren Cover ich oftmals wirklich besser finde, als die Originale, wenn auch nicht immer. Von den Originals der Leute mal abgesehen, die sich in Sachen Qualität und Kreativität niemals hinter 08/15-Radiosongs verstecken müssten, ganz im Gegenteil 😉

  4. Lichtschwert says:

    70 EUR sind natürlich nicht zu unterschätzen, zumal wenn man kein eigenes Einkommen hat (ich gehe mal davon aus, dass du bei all der Zeit, die du damit verbringst, hier deinen Senf abzugeben, keine Zeit zum Jobben hast ;-)).
    Das mit eurer alten Familienkutsche tut mir Leid. Größtes Beileid von mir – ich fürchte mich auch schon vor dem Tag, an dem wir unseren Familien-Passat verkaufen oder wegen Schrottreifheit abgeben werden. 😦 Wobei ihr mit dem 740er sicherlich auch sehr zufrieden sein dürftet, so toll, wie die Google-Bilder aussehen. :mrgreen: Der Daihatsu trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber zu viel Verbrauch noch weniger, also von daher …
    Zu deinem Studiengang: da du ja Molekularmedizin studieren wolltest, bist du sicherlich nicht ganz so glücklich. Willst oder kannst du auch wechseln?

  5. Lukas says:

    Also die 70 Euro müsste ich glücklicherweise nicht selber zahlen, trotzdem ist es ne Menge Geld, das stimmt 😉 Jobben und Chemie-Studium vertragen sich leider gar nicht. Dass ich letztlich nicht in Molekularmedizin gelandet bin ist zwar etwas schade (ich hab das Studium echt um 5 Plätze auf einer Liste mit 180 Bewerbern verpasst, dank meines NCs von „nur“ 1,7 -.-), aber im Nachhinein auch nicht soo schlimm, da Molekularmedizin wohl noch wesentlich zeitaufwändiger sein soll, als es Chemie schon ist und ich hier mittlerweile viele ziemlich coole Leute kennengelernt habe. Abgesehen davon, dass es immer mein Traum war, eigenständig in riesigen Laboren mit gefährlichen Substanzen zu arbeiten – und das sogar noch mit 2 meiner besten Freunde 😀
    Andererseits besteht mein Studium zu 70% aus Mathe und Physik und nebenbei habe ich das Gefühl, als hätte ich vieles, was ich letztes Jahr angefangen habe zu bedenken, nicht wirklich zuende gedacht, vor allem, was meine Zukunft angeht. Ich will hier jetzt nicht ausschweifen oder rumphilosophieren, das ist eh gerade ein viel zu großes Thema für mich, aber ich denke schon, dass ich gegen Ende des Jahres doch erstmal was anderes machen werde. Mal sehen, wie das dann aussieht, vllt wird es etwas gänzlich anderes – vorher sind aber hoffentlich noch 2, 3 Monate Ausland drin 🙂

    Zum Auto: ich hab an unserer alten Kiste wirklich sehr gehangen, auch wenn sie mich in den letzten Wochen dank diverser technischer Sachen durchaus mal aufregen konnte. Trotzdem vermiss ich sie irgendwie… ne Mischung aus BMW-Fahrgefühl und altmodischer Inneneinrichtung (mechanische Sitzregelung!) ist einfach nur toll. Und der Daihatsu (liebevoll „Möhre“ genannt 😀 ) ist wirklich klasse. Sieht gut aus und fährt sich absolut bombe, vor allem angenehmer als jeder Skoda, Polo oder Golf (no offense 😉 ) die ich je gefahren bin. Und bei dem Verbrauch brauch ich ja gar nicht erst anfangen 😀

  6. Lichtschwert says:

    Okay, interessante Zukunftspläne. Weißt du schon, in welches Land es gehen wird? Oder was du denn eigentlich mal werden willst?

  7. Lukas says:

    Länder, die zur Auswahl stehen: Norwegen, Schottland, Schweden/Finnland – in der Reihenfolge, finden tut man in jedem tatsächlich genug, wie ich schon feststellen durfte 😉
    Was ich mal werden will? Gute Frage. In der tat hab ich mir die auch schon vor Jahren gestellt, aber zu ’ner Antwort bin ich bisher leider nicht gekommen. Mir scheint eher, als gäbe es von Tag zu Tag mehr mögliche Antworten, die ich durch vorsichtiges Nachdenken filtern müsste, was mir mehr und mehr auf den Sack geht 😀

  8. Pingback: la vie – amoureux | neuköllner botschaft

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