Lucky # Slevin

Am Anfang des Films wird gezeigt, wie im Jahr 1979 die Mafia ein Rennen mit dem Pferd Lucky Number Slevin manipuliert. Ein Mann erfährt über eine Kette von Zwischenpersonen zufällig davon und will damit Geld gewinnen. Die Drahtzieher der Manipulation und die Geldverleiher, von denen der Mann den Wetteinsatz geliehen hatte, erfahren ihrerseits davon und lassen den Mann und seine Familie umbringen, da er die Wette verliert und das Geld nicht zurückzahlen kann … (Quelle: Wikipedia.de)

Quelle: Kirolandia.Blogspot.com

Der Film überzeugt von vorne bis hinten in mehreren Belangen. Beginnend mit einem schlicht gestalteten Intro, das mehrere verschleierte Morde zeigt, über grandios in Szene gesetzte Charaktere bis hin zu einem Finale, das den bis dahin ohnehin schon sehr packenden Thriller abrundet, hat Lucky # Slevin wirklich alles zu bieten, was das Filmherz begehrt.
Üblicherweise drängen Stars in der Schauspielriege, insbesondere in den Nebenrollen, die unbekannteren Hauptdarsteller in den Schatten, doch Josh Hartnett, der den scheinbaren Slevin so überaus smart und galant verkörpert, gibt mit Erfolg sein Bestes, dies zu verhindern.
Dessen Ein- und Aufstieg in den Mafiakreisen wird derart erfrischend und trotz der vielen Erwähnungen von James Bond und Der unsichtbare Dritte überaus einzigartig erzählt, dass man sich kaum vom Bann des Films abwenden mag.

Bei all den unstereotypischen Charakteren stechen im Besonderen die beiden Mafiabosse Boss und Rabbi heraus, die durch ihre vom Drehbuch in den „Mund geschobenen“ Dialogen dafür sorgen, dass Lucky # Slevin neben der spannenden auch stets eine humorvolle Prise Unterhaltung aufzuweisen hat.
Einziger Kritikpunkt soll hier Lucy Lius Rolle als Lindsey sein, die neben all den verschrobenen und dennoch schlüssigen Charakteren als zu angstfrei und schnüfflerisch daherkommt – auch ihre Stelle als Leichenhausangestellte kann dies nicht rechtfertigen.

Doch genug der wenigen Kritik, denn allzu viel von ihr hat der Film definitiv nicht verdient. Der Soundtrack ist genauso smart und locker wie Slevin, untermalt die filmische Atmosphäre also ganz gut. Im Positiven daherkommt außerdem die Anzahl der Produzenten, die, je höher sie ist, viel zu oft für die Qualität des Films spricht. Lucky # Slevin zeigt hier gekonnt, dass ein Film auch mit hoher Produzentenzahl eine durchgehende Erzählstruktur, die kein bisschen in Mainstream abdriftet, erzählen und sowohl Kritiker als auch Zuschauer begeistern kann.

Gegen Ende hin wagt der Film eine abrupte Storywendung, die ihm quasi den Kopf hätte kosten können. Mit einer überraschenden Kehrtwende in der Rollenverteilung verliert Slevin seinen Charme, ebenso seine überzeugende Gelassenheit, und wird zum rachsüchtigen Killer mit langem Atem. Dass der Film dennoch nicht an Glanz verliert, ist sein größtes Meisterstück, auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass mir der Film auch ohne das Ende schon brillant (genug) gefallen hat.

Quelle: TeenieIdols4You.com

Man achte auf die Tapeten.
Grandiose 4,5 von 5 Sternen, die die fünf Sterne nur hauchdünn verpasst haben.

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One Response to Lucky # Slevin

  1. Felix says:

    Der Film ist echt spitze 🙂

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