Mein 2011

Es ist ja nicht mehr auszuhalten. Kaum geht ein Jahr zu Ende, meinen die halbe Menschheit und sämtliche TV-Anstalten, einen ausführlichen Rückblick auf das auslaufende Jahr machen zu müssen. Dabei dürften genügend Katastrophen passiert sein, auch wenn sie noch so lange her sind, an die man sich auch ohne Rückblick noch gut genug erinnern kann, aber dies eigentlich gar nicht mehr möchte. Die Japan-Katastrophen, Thomas Gottschalk tritt zurück und dann auch noch das: es wurde eine neunte Staffel DSDS von und mit Dieter Bohlen offiziell angekündigt!

Dieser ganze Trubel um die Rückblicke lässt mich kalt, denn ich werde keinen Jahresrückblick machen. Dafür aber ’nen Halbjahresrückblick auf die zweite Hälfte von 2011.
Bekanntlich gab es bereits zum zweiten Bloggeburtstag vor genau einem halben Jahr den Rückblick auf die erste Jahreshälfte, und heute, zum 2,5. Geburtstag, gibt’s den Rest.

Dieser soll nicht im Juli beginnen sondern am letzten Tag des Junis. An diesem wurde zum Geburtstag des Blogs ein neues Corporate Design😉 eingeführt, das bis heute überlebt hat; es gibt seitdem mehrere Header gleichzeitig zu sehen, mein Gravatar und Blavatar haben sich geändert etc. Noch am selben Tag gab es meinen bislang letzten Fancut zu bestaunen, in dem sich diverse Star Wars-Helden und -Schurken mit den Stimmen der Transformers an die Gurgel gehen.

Im Folgemonat Juli gab es Gesprächsbedarf zwischen zwei Computerfreaks und den bislang einzigen Bedarf an einer Auflistung diverser Suchbegriffe, die hier her geführt haben. Der vielleicht blogstärkste Monat überhaupt hatte außerdem ein langes Vorspiel auf eines der größten Kinofinale zu bieten und ein nicht allzulanges Vorspiel für … nichts. Wenig später folgte dann das große Kinofinale, und nicht weniger spannend ging es her, als Lichtschwert sein erstes Auto präsentieren durfte.

Der August blieb auf Grund meines Ausbildungsbeginns (Artikel sind passwortgeschützt) frei von außergewöhnlich großen Blogaktivitäten, hatte aber neben meinem ersten legalen Musikdownload auch einen neuen Blog in meiner Blogroll zu verzeichnen.

Herbstlich fing der September an und bot gleich an seinem elften Tage ein sehr trauriges Jubiläum. Eine Woche später war ich stand ich unter Schock auf Grund der schulischen Anforderungen meiner Berufsschule – die haben sich seitdem auch nicht geändert. Gegen ein kleines bisschen Liebeskummer konnte der Gewinn zweier Blu-rays nur bedingt helfen, doch gab mir maloney glücklicherweise kurze Zeit später die Gelegenheit, mich so richtig auszumotzen.

Lucasfilm hatte im Oktober gleich zwei Mal die Gelegenheit zu beweisen, dass es das fanunfreundlichste Unternehmen der ganzen weiten Welt einschließlich der Galaxis ist. Zum Einen enttäuschte es mit einem einzigartigen TV-Special, zum Anderen mit der Rückkehr eines gewissen Mannes, den man sich nie zurückgewünscht hat. Als wollte das Unternehmen das wieder-gut-machen, gab’s wenig später den Trailer zu Episode I 3D. Der war aber auch nur mäh.

A bisserle stressig wurd’s im November, als meine Mutter auf Kur fuhr. Von dieser ist sie übrigens schon seit geraumer Zeit (gesund und munter) zurückgekehrt – doch dazu ein anderes Mal mehr. Mit dem 1-Jahres-Jubiläum meiner Picture-a-Day-Aktion endeten die interessanten Artikel dieses Monats, und der letzte brach an.

Der Dezember begann, meine Probezeit endete. Gottschalk ging, Mikis drittes Kreativstöckchen ist bis heute nicht da, dafür kamen Nikolaus und Christkind. Und mit The Ides of March bekam auch mein dritter und letzter Kinobesuch dieses Jahres 3,5 von 5 Sternen.

Und da Bloggerkollege Owley dieses Jahr wohl zu pessimistisch ist oder ganz einfach keinen Bock hat, gibt’s eben von mir seinen sonst typischen Jahresrückblick im inoffiziellen Stöckchenformat. 😛

2011 zum ersten Mal getan?
Gearbeitet und dafür Lohn kassiert.

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Einer der Abschlussbesten geworden.

2011 leider gar nicht getan?
The same procedure as every year.

Der hirnrissigste Plan?
Gartenzaun … ach, da habe ich ja noch Platz.

Die teuerste Anschaffung?
Volkswagen. Das Auto.

Wort des Jahres?
Ausbildungzummediengestalterfürbildundtonalsofilmemacher. Oft genug den Bekannten gesagt („Was machst du nochmal?“).

Unwort des Jahres?
Überstunden. Unbezahlte.

Zugenommen oder abgenommen?
Ich glaube, ganz leicht. So zwischen 1 und 5 kg.

Stadt des Jahres?
Lichtschwert’s ehemalige Schul-, jetzt Arbeitsstadt.

Alkoholexzesse?
Noch nicht.

Davon gekotzt?
Noch nicht.

Haare länger oder kürzer?
Ich glaube, gleichgeblieben. Picture a Day sagt, minimal kürzer.

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Selbes wie letztes Jahr: ich blicke nun ein weit weniger mehr über den Tellerrand hinaus …

Mehr Kohle oder weniger?
Noch sind die Ausgaben (überwiegend für’s Auto) größer, daher: weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Siehe oben.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich. Mehr. Im Auto. Merke gerade, dass „Auto“ auch ein gutes Wort des Jahres wäre.

Krankenhausbesuche?
Da muss ich mal überlegen. Nein, da war nichts.

Verliebt?
Zu oft.

Getränk des Jahres?
Justus Brunnen Mineralwasser. Vom Getränk des Jahres 2010 bekam ich nach einiger Zeit sowas wie Sodbrennen.

Essen des Jahres?
Mittagspausenbrot.

Song des Jahres?
Hach herrje. Eigentlich Annie Lennox‘ Into The West.

CD des Jahres?
Transformers: The Score.

Erkenntnis des Jahres?
Meine Arbeitskollegen ersetzen meine ehemalige Klasse ziemlich gut. Sehr gut, sogar.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

  1. Immer denselben Frauen hinterher gerannt zu sein.
  2. Unbezahlte Überstunden.
  3. Die Young-Life-Crisis, die ich nach Abschluss meiner Schule hatte..

Nachbarn des Jahres?
Immernoch: das nette Rentnerpaar von Nebenan.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Mich doch einfach mal bei der Firma, die in der Zeitung steht, zu bewerben.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das Geburtstagsgeschenk, kommend von meinem Patenonkel.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Wir sind froh, dass du so bist, wie du bist“, steht auf der Weihnachtskarte von meinen Eltern.

Schönstes Ereignis?
Da möchte ich mich nicht festlegen.

Schlimmstes Ereignis?
Der Tag danach.

2011 war mit einem Wort?
2011.

Ich hoffe, dass euer Jahr rückblickend im Großen und Ganzen in Ordnung war, und dass ihr zuversichtlich in 2012 starten werdet. Bis es so weit sein wird, werden wir uns vermutlich noch mal lesen, doch bis dahin alles Gute.

10 Responses to Mein 2011

  1. Miki says:

    Hihi, lieber Lichtschwert, ich brauche auch nicht die Katastrophen „der anderen“, hatte genug eigene! Sehr schön, der Satz deiner Eltern. Schön, dass es auch mal in Worte gepackt wurde. Und ich wär auch stolz auf dich! 😉 Schön, wenn aus Kindern Lleute werden… und dann noch welche, die ihr Leben und die Resourcen nutzen! Liebe Grüße! Und rutsch gut in ein schönes, erfolgreiches 2012!

  2. Lukas says:

    Uff, ich könnte jetzt eine SEHR ausführliche Antwort schreiben. Der Uhrzeit und des Platzes Willen belass ichs aber erstmal bei einem „Auch dir einen guten Rutsch und alles Gute für’s kommende Jahr!“ 🙂

  3. Owley says:

    Achja das Stöckchen. Werde ich dann wohl auch noch machen müssen. Gut dass du mich dran erinnert hast. Obwohl ich da vermutlich nochmal alles wiederkäue, was ich schon gesagt hab. :3

    Und drei Kinobesuche? Huch. Ich zähl atm 63. :3

  4. Lichtschwert says:

    @ Miki
    Vielen Dank! Auch dir einen guten Rutsch, rutsch mir aber bitte nicht aus.

    @ Lukas
    Auch dir ’nen guten Rutsch. Ich hoffe aber, dass du weißt, dass du hier auch für noch so lange Kommentare herzlich eingeladen bist. Wir sind hier nicht auf Twitter, wo einem ab 140 Zeichen das Wort abgeschnitten wird. 😉

    @ Owley
    Ich bitte darum. Und gern geschehen.
    Zu den Kinobesuchen: da hätten es meinetwegen auch mehr sein dürfen, aber wie auch bei Videogames ist es auch als Passiver ganz interessant.

  5. Pingback: Das war sooooo 2011. « Ploppers Wörld

  6. Lukas says:

    Danke, hatte ich mir schon fast gedacht 😉 War nur gestern etwas in Zeitbedrängnis, von daher habe ichs dabei belassen 😀

  7. Wienerschnitzel says:

    Da ich keinen eigenen Blog habe, mach ichs so wie letztes Jahr:

    2011 zum ersten Mal getan?
    Nach Kroatien auf Urlaub gefahren.

    2011 nach langer Zeit wieder getan?
    Im Sommer meherer kürzere Radausflüge.

    2011 leider gar nicht getan?
    Für die Fachhochschule gelernt.

    Der hirnrissigste Plan?
    Ohne Training den Halbmarathon rennen.

    Die teuerste Anschaffung?
    Neuer Fernseher.

    Wort des Jahres?
    Urlaub genehmigt.

    Unwort des Jahres?
    Archiv.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Zugenommen. 🙂

    Stadt des Jahres?
    Meine Heimatsstadt.

    Alkoholexzesse?
    Silvesterparty 2012.

    Davon gekotzt?
    Erst im neuen Jahr.

    Haare länger oder kürzer?
    Ziemlich gleich.

    Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
    Vllt. nur ein bisschen kurzsichtiger.

    Mehr Kohle oder weniger?
    Da ich Geld hergeborgt habe, leider weniger.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr ausgegeben.

    Mehr bewegt oder weniger?
    Durch den Halbmarathon und den Radausflügen mehr.

    Krankenhausbesuche?
    Nicht wirklich, hab dort nur jemanden besucht.

    Verliebt?
    Ja.

    Getränk des Jahres?
    Wie immer Leitungswasser.

    Essen des Jahres?
    Rindslungenbraten.

    Song des Jahres?
    Ist zwar schon ein altes Lied (1992): Heast as nit.

    CD des Jahres?
    Soundtrack zu: The Elder Scrolls V – Skyrim.

    Erkenntnis des Jahres?
    Das Leben hat immer wieder gut und schlechte Überaschungen parat.

    Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
    1.Das kotzen nach der Silvesterparty. (ist eigentlich 2012, aber egal ;))
    2.Die Archiv-Übersetzung.
    3.Den Muskelkarter nach den Halbmarathon.

    Nachbarn des Jahres?
    Hab nur einen Nachbarn.

    Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
    Mir Urlaub nehmen.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Hier kann ich mich nicht festlegen.

    Schönstes Ereignis?
    Da möchte ich mich auch nicht festlegen.

  8. Lichtschwert says:

    Hui, es kommt mir so vor, als wäre dein Urlaub dringend notwendig gewesen …

    „Verliebt?
    Ja.“
    Beruht das auch auf Gegenseitigkeit? 😛

  9. Wienerschnitzel says:

    Ja, der Urlaub war schon fällig, war schon seit über ein Jahr nicht mehr auf Urlaub gewesen.
    Habe mir auch keinen einzelnen Tag frei genommen

    Leider nicht, ist anscheinend mein Schicksal. 😦

  10. Lichtschwert says:

    Ui, ohne mindestens einmal Urlaub (wenn auch ohne Wegfahren) geht bei mir über längeren Zeitraum gar nichts. Hab mir schon nach den gut fünf Monaten Arbeit so richtig die zweieinhalb Weihnachtswochen herbeigesehnt.

    Das ist schade, aber es ist nicht nur dein Schicksal.

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