Ice Age: Eine coole Bescherung

Alle sind mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt, aber dann zerstört Sid versehentlich Mannis Lieblingsdekoration. Dieser ist natürlich richtig sauer, daher behauptet er, Sid würde auf der Liste der unartigen Kinder stehen, die vom Weihnachtsmann keine Geschenke erhalten. Daraufhin beschließt Sid, dass er mit Crash, Eddie und Peaches zum Nordpol reisen muss, um dem Weihnachtsmann die ganze Geschichte zu erzählen … (Quelle: IMDb.de)

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Die Erwartungen an das Ice Age-Weihnachtsspecial dürfen berechtigterweise hoch sein. Blue Sky, die Produktionsfirma, hat im Sommer des vorletzten Jahres den dritten Animationsspaß in die Kinos gebracht, der witzetechnisch nicht unbedingt den Höhepunkt der Trilogie, bald Quadrologie, dargestellt hat, wohl aber den finanziell erfolgreichsten der Reihe und damit der Produktionsfirma. So ist es auch naheliegend, dass die Entscheidung für das vierte und (hoffentlich) letzte Ice Age-Kinoabenteuer für den Sommer 2012 mehr der Hoffnung wegen auf einen noch größeren Erfolg gefallen ist als einer überzeugenden Grundhandlung und deren filmischer Umsetzung ist.

Jedenfalls haben die Produzenten mit dem Ice Age-Weihnachtsspecial Eine coole Bescherung die Chance zu erhalten, sämtlichen Kritikern zu beweisen, dass ihnen die kreativen Ideen noch lange nicht ausgegangen sind und dass das Dream-Team Sid, Manni und Diego sowie der All-Time-Burner Scrat (auch) in Zukunft für jede Menge Lacher sorgen können.

Doch diese Chance haben sie leider vertan. Eine coole Bescherung ist ein stumpfsinniger Animations-Pseudospaß, der in sämtlichen Bereichen auf unterstes Kinderkomödienniveau abgezielt ist und sich selbst damit bei den älteren Zuschauern vergrault.
Was mit anfangs noch ganz akzeptablen Gags um den Weihnachtsstein und den obligatorischen Seitenhieben auf feste Bestandteile der westlichen Kultur (Weihnachtsbaum) beginnt, entwickelt sich nach nur wenigen Minuten zu einer Gagparade, in der sekundenweise ein Witz den anderen jagt. Die so entstehende Hektik gibt den Witzen weder genügend Zeit, sich zu entwickeln, noch ihnen die von Ice Age dann doch wieder übliche Kinotauglichkeit. Diese hat in den bisherigen drei Kinofilmen auch stets gewährleistet, dass Ice Age nie zur puren Komödie verkommt sondern sich dramaturgische Elemente vorbehält und diese auch von Film zu Film unterschiedlich stark einsetzt.

All das wäre bei Weitem nicht so schlimm, wenn die Gags zumindest einen Hauch von Glanz hätten und die Geschichte ein klein wenig von Einfallsreichtum geprägt wäre. Die für Weihnachtsspecials übliche Suche nach dem Weihnachtsmann, die erwachsene Ignoranz dessen Mythos gegenüber („Es gibt ihn nicht!“) sowie die gegensätzliche Naivität der Kinder („Es gibt ihn doch!“) füllen so ziemlich den Großteil der Handlung aus und machen die Fernsehsendung damit in keiner Weise sehenswert.

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So bleibt Ice Age: Eine coole Bescherung eine in nahezu sämtlichen Belangen enttäuschende Fernsehproduktion, was auch insofern überraschend ist, dass selbst Non-Profit-Internet-Produktionen wie die inoffiziellen Trailer (1, 2)für den kommenden Kinofilm Ice Age 4: Voll verschoben von besserer Qualität zeugen.
Einzig und allein durchweg positiv zu bewerten sind die durchgängig von den Filmen bekannten Synchronstimmen (sowohl deutsch als auch englisch) sowie die optische Umsetzung, die ganz gut an die optische Brillanz von Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los anknüpft.

1,5 von 5 Sternen.

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One Response to Ice Age: Eine coole Bescherung

  1. Sternchen says:

    Aber… aber… Gibt doch ein Weihnachtsspecial oder??? Mir war so…

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