Lego Star Wars: Die Padawan-Bedrohung

Der ehrwürdige Jedi-Meister Yoda führt gerade eine Gruppe junger Padwane durch die Hallen des Senats, als er eine gewaltige Erschütterung der Macht verspürt. Etwas Schreckliches muss passiert sein. Sofort macht er sich auf den Weg, um der Republik zur Hilfe zu eilen und den Jedi im Kampf gegen die bösen Sith beizustehen. An Bord seines Raumschiffs findet er den Padawan Ian, einen abenteuerlustigen Schüler, der sich unerlaubt an Bord geschlichen hat. Derweil übernehmen die tollpatschigen Droiden C-3PO und R2-D2 die Führung der zurückgelassenen Jedi-Schüler. Schon nach kurzer Zeit müssen sie erkennen, dass die Aufsicht über die Padawane eine schwierigere Aufgabe darstellt als erwartet. Doch als die Sith sich für einen Angriff auf die Galaktische Republik in Stellung bringen, ist Zusammenhalt gefragt … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: NerdApproved.com

Mit Die Padawan-Bedrohung veröffentlicht die Marke Lego den ersten längeren Star Wars-Film, der im Universum der Steine und Klötzchen spielt. Das Konzept und die früheren Filme, die eine Länge von fünf Minuten selten überschritten haben, waren im Internet ein voller Erfolg. Vertreter des jungen Zielgruppenalters wie auch eingefleischte ältere Fans der Sternensaga flogen voll auf die Clips ab, deren Ursprünge sich in den Lego Star Wars-Videospielen finden lassen.

Derselbe Humor, dieselbe Erzählweise wurden nun auf den ersten 22-minütigen Fernsehfilm übertragen – was dabei herauskam, ist überwiegend enttäuschend.
Ein Teil lässt sich auf die deutsche Version des kurzen Spielfilms zurückführen, die da nicht nur mit dem englischen Original-Lauftext zu Beginn der Episode herkommt, sondern neben dem Erzähler und der Stimme von Asajj Ventress keine weiteren bekannten deutschen Originalsprecher der Kinofilme oder von The Clone Wars zu bieten hat. Es mag sein, dass die Fans auf Grund der überwiegend „treuen“ Synchronsprecher stellenweise verwöhnt sind, doch wenn eine solche TV-Produktion diesbezüglich aus der Reihe tanzt, darf sie insofern keine Gleichstellung anderer Star Wars-Produktionen erwarten.

Der überwiegende Teil lässt sich aber auf die zahlreich vorhandenen Gags zurückführen, die dem Zuschauer nur selten ein Lachen abgewinnen können. Der „totally awesome“-Fotoblitz und die zig-Sonnen Tatooines gehören diesbezüglich zu den wenigen herausragenden, die vielleicht auch wegen ihrer Direktheit überzeugen. Denn so mancher Witz geht in der Fülle an Anspielungen zur Saga oder ablenkenden Hintergrundgeschehnissen unter. Diese Anspielungen, wenn auch nur kleine Gestiken, Dialoge oder Schriftzüge auf Wänden, sind zwar feste und hervorragende Bestandteile der Internetfilmchen, doch live im Fernsehen lässt es sich nicht so einfach zurückspulen oder auf Pause drücken wie im Internet, um auch ja keine Anspielungen zu verpassen.

Die flotte Aneinanderreihung (leider oft schlechter) Gags erweckt zudem den Eindruck einer hektischen Erzählweise und dem Drang, den anzusprechenden jungen Zuschauer dauerhaft bei der Stange zu halten. Hier wäre eine geringere Anzahl an Gags wünschenswert gewesen, hätte man sich dafür auf die wenigen guten konzentriert und als Ausgleich eine halbwegs vernünftige Grundhandlung geliefert. Die vorhandene zieht den Zuschauer zwar durch Schauplätze sämtlicher Kinoepisoden, bedient sich aber zu oft der Geschehnisse einzelner bekannter Szenen, wodurch der Einfallsreichtum auf der Strecke bleibt. Stattdessen bietet Die Padawan-Bedrohung Gags wie diesen, bei dem Meister Yoda in Begleitung seines „Jünglings“ „Ian“ auf der Suche nach einem gewissen Kampfdroiden von vorbeistapfenden AT-ATs zertreten wird und später in einem Tauntaun Wärme und Unterschlupf zu finden versucht.

Als kreativ kann man dagegen fast schon die Auftritte George Lucas‘ als Regisseur bezeichnen, zu denen sich in dieser Form schließlich nur wenige Star Wars-Parodien getraut haben. Durch die ständige Wiederholung ein und desselben Auftritts wird diese Idee aber schon wieder zu Tode verwendet, sodass man sich beim letzten Mal nur noch denkt: „jetzt reicht es aber.“

Quelle: PopTower.com

Einzig und allein die Enthüllung um Ians wahre Identität zeichnet Lego Star Wars: Die Padawan-Bedrohung im Besonderen aus, was dem gut gemeinten, aber zu chaotisch anmutenden Kinderfilm allerdings auch nicht über die enttäuschenden 2 von 5 Sternen verhelfen kann.
Für das nächste Mal empfiehlt sich eine geringere Gagdichte oder alternativ dieselbe Gagdichte bei längerer Spielfilmdauer, um zumindest der Hektik, die bei Animationsfilmen gerne zu Tage tritt, vorzubeugen.
Oder besser gleich beim Medium Internet bleiben.

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