10 Dinge, die ich nicht ausstehen kann

Eigentlich steht ja noch ein anderes Stöckchen von Owley an, das er mir vor Monaten zugeworfen hat, doch das von maloney8032 reizt mich momentan etwas mehr, sodass ich meine Konzentration erst auf dieses richten werde.
Besagtes Stöckchen verlangt eine Auflistung von zehn Dingen, wegen denen man ausflippen könnte. Da Lichtschwert aber in seinem privaten Leben ein  überwiegend   ruhiger    T;yp – … [SCHE*SSE VERDAMMT, jetzt klemmt die Tastatur wieder]. Ähm, ja, deshalb bleibt es bei zehn Dingen, die ich einfach nur nicht leiden und/oder ausstehen kann. In extra nicht geordneter Reihenfolge.

1. Spinnen

So manch einer hat eine leichte Phobie gegen Schnecken, so manch anderer vor Kröten. Und so mancher hat auch vor beiden Angst. Bei mir sind es (wie wohl bei den meisten Phobikern) Spinnen, die mich nicht nur durch ihre acht Beine und acht Augen (man sieht sie ja nicht, aber allein die Tatsache ruft bei mir größte Abneigung gegenüber den eigentlich recht friedlichen Tieren hervor) abschrecken sondern auch durch ihr stilles Heranschleichen. Was ich gleichzeitig aber auch interessant finde – wie kommunizieren Spinnen? Dennoch überwiegt der Faktor des Schreckens und Grauens, wenn sich wie aus dem Nichts eine Spinne hinter dem Schreibtisch an der Wand heranschleicht, während man unwissend in die fernen Welten des Flatscreenmonitors versunken ist.

2. Technikprobleme oder: Die wunderbare Welt der Technik

Eine gleichnamige, viel zu gering präsente Reihe hier auf Lichtschwert’s Blog, wo ich doch eigentlich fast jeden Tag etwas darüber schreiben könnte. Denn nahezu täglich gibt es mindestens ein störendes technisches Problem, entweder hard- oder softwarebezogen, dessen Existenz grundlos, dessen Nervfaktor aber umso größer ist. Windows-Fehler wurden hier ja des Öfteren schon einmal behandelt, doch bei PCs machen Umständlichkeiten im digitalen Unterhaltungsbereich keinen Halt. Weiter geht’s mit unserem HD-Fernsehprogramm, das ursprünglich via CI+-Karte vom Kabelempfang in unseren Fernseher eingespeist wurde. Nun haben wir uns für eine bessere Bild- und Tonqualität einen HD-Receiver von Kabel Deutschland zugelegt, der aber bei jedem Mal Fernsehen privater Programme extra eingeschaltet, bei unserem Fernseher auf HDMI 1 umgeschaltet werden muss und das Umschalten nur noch über die Receiver-Fernbedienung funktioniert. Reicht für das Optimale denn nicht ein (Anzeige-)Gerät aus?

3. Gespräche über Blut

Weiter geht es mit einem Punkt, leicht abgeschielt von maloney8032. Dieser hat Blut allgemein angegeben, hier handelt es sich aber lediglich um Gespräche über Blut, bei denen ich gerne leicht schwach werde und das Gefühl bekomme, keine Kraft mehr in den Armen und Beinen aufbringen zu können. Der Gedanke an die dünnen Blutkanäle, die so leicht durch die dünne Haut an den Handgelenken zu sehen sind, verleiht mir kein angenehmes Gefühl, das mir noch dazu immer wieder die Verletzbarkeit des menschlichen Körpers vor Augen führt.
Von Blut generell kann ich aber offenbar sehen so viel sehen wie ich will – ohnmächtig wird mir da nicht. 🙂

4. Viel Hype um im Nachhinein Schlechtes

Auch Punkt Vier wurde ganz leicht von maloney8032’s Stöckchenbeitrag inspiriert, handelt es doch auch um Unnötigkeiten in der Film-/Medienbranche.
So werde ich schnell ein Opfer eines oft überdimensionierten Hypes um einen Film, eine Serie – *hust*theclonewarshust* – oder sonst ein Fernseh-/Kinospektakel, das den ganzen Aufruhr eigentlich nicht verdient hätte. Trailer, TV-Spots und offizielle Berichterstattungen versprechen den Fans das Gelbe vom Ei, nur um sie im Nachhinein mit einem oft bestensfalls mittelmäßigen Produkt zu enttäuschen.

5. Autodrängler

Viel zu wenig Aufruhr bekommen dafür Drängler auf Deutschlands Straßen, insbesondere auf den Autobahnen, was im starken Kontrast zu dem vielen Aufruhr steht, den sie selbst um sich herum verursachen, sind sie in meinen Augen doch auch ein Grund für nicht gerade wenige Autounfälle. Langsamere Autofahrer (gemeinhin auch solche, die sich einfach nur an die Geschwindigkeitsvorschriften/-empfehlungen halten) werden durch das dichte Auffahren indirekt zum Schnellerfahren genötigt, werden hektischer, unvorsichtiger und gehen beim Einscheren vielleicht auch ein Risiko (zu geringer Abstand zum Überholten?) ein, nur um den nervenden Raser vor sich zu lassen.
Auch ganz schlimm finde ich es ja nach Ampelphasen, nach denen ich mir nach Möglichkeit viel Zeit zum Schalten lasse – bei meinem 140-PS-Benziner schalte ich auf ebener Straße bei 22/23 km/h in den dritten Gang, bei jeder weiteren Erhöhung um 10 km/h in den nächsthöheren. Dass ich mit dieser Schalttechnik so ziemlich allein dastehe bzw. -fahre, wird mir von Tag zu Tag durch einen Blick in den Rückspiegel bewusst, doch so hält man den Verbrauch gering und schafft sich ein reines Gewissen durch die „geringst mögliche“ Belastung der Natur.

6. Missachtung der deutschen Rechtschreibung

Wisst ihre ignetlich wieb shscissen es wäre, wenn lLichtschwert gar nich tmehr auf aseine Rechtschreibung und Grammmatik aucten würde, sondern einfahc nur so so lsoschreibne würde? Ohne im Besonenen auf die Basckspaceatsten zu drücken? Mit 400 Anschlängen in der Minute oder so`? Dass das zwawr immer nochläeser lich wäre, ist fast verständlich, aer anbgenehm wäre ies nicht mehr zu lesen . auf Dauer shco gar nicht, und so ist es fast schon versätnldich, dass lichtschwert aues auch schieße findet bzwl finden würde, nwen anderes das so macne wührdne.
Gut, ganz sho shclimmw ie jbei mi jr jetzt ist es wzar bei den wenigstne, doch es geht ums pinrzip. Und darum, dass fü rmich ind en Bewebbungsmappen immer nochdie selbe Rechtschreibung bvorherrschert wie in CHartforen, E-Maildisukussionen oder sonsitgen textlichen Austauschmedien.

7. Störungen meiner Bloglust

Damit wären erst einmal meine Rechtschreibfehler für einen ganzen Monat abgedeckt. 😉
Bleiben wir doch bei „sonsitgen textlichen Austauschmedien“, gemeint sind unter anderem Blogbeiträge. Zum Verfassen solcher habe ich natürlich nicht immer Lust, und wenn ich Lust habe, fehlt mir meistens die Zeit dazu. Sollte doch mal der seltene Fall eintreten, dass Lust und Zeit gleichermaßen vorhanden sind und auch (wenn ebenfalls vorhanden) eine/die Internetverbindung nicht streikt, kommen mir des Öfteren doch gewisse Personen, genannt Eltern, dazwischen, die mich durch ihre allgemeine Anwesenheit im selben Zimmer, manchmal sogar auch Stockwerk, vom Bloggen fernhalten. Im schlimmsten Fall heißt es dann auch „Wolltest du nicht …?“ oder „Kommst du bitte zum Essen?“, und die genannte Tätigkeit schreit nach sofortiger Ausführung.
Das kommt nicht nur während des Bloggens vor sondern natürlich auch beim Besuchen/Lesen/Verfolgen anderer Blogs, von deren Existenz meine Eltern natürlich auch (noch) nichts wissen, und die beim Hereinkommen auf dem schnell gewechselten Bildschirm entweder die Startseite der StarWars-Union.de oder von YouTube sehen. Und dann wie so oft sagen: „du immer und deine Trailer“ bzw. „du immer und dein Star Wars„. 😉

8. CSU- und ein bisschen auch CDU-Politiker

Lichtschwert ist mit Sicherheit einer der (offenbar leider wenigen) deutschen Wähler, der mit Stolz behauptet, kein CDU- und vor allem auch kein CSU-Wähler zu sein; wobei Ersteres schon gar nicht sein kann, da in Bayern bei Wahlen lediglich die CSU als eine der beiden Parteien antritt.
Dennoch habe ich auch eine nicht geringe Abneigung gegenüber einiger CDU-Politiker; zum Beispiel seit gut einem Jahr gegen Angela Merkel, die mir lange Zeit eigentlich ziemlich sympathisch war, bis mich Urban Priol mit seiner TV-Show Neues aus der Anstalt ein wenig aufgeklärt hat. 😛
Weiter geht es mit Nasen aus der CSU wie Horst Seehofer, der politischen Inkompetenz in Person, und Hans-Peter Friedrich, der schon am Tag seiner Amtseinführung als deutscher Innenminister mit einer zum Bundespräsidenten gegensätzlichen Aussage einen kleinen Eklat auslöste. Einzig und allein Nahezu-Fast-Kanzlerkandidat Dr. KTG vermochte, bei mir eine leichte Zuneigung zur CSU auszulösen, hauchte er der Partei doch eine nie gekannte Frische, Eleganz und den Mut zur Abwendung von Tradition ein. Mit der Abschaffung der Bundeswehr hat meine Einstellung zu ihm auch ein klein wenig zu tun.

Und zu FDP-Politikern sage ich mal besser nichts. Über Minderheiten herzuziehen, gilt ja sowieso als unethisch.

9. Die Unhandlichkeit von Final Cut Pro 6

Die letzten beiden Punkte, die mich in den vergangenen Tagen am meisten aufgeregt haben, widme ich meiner lieben Arbeit bzw. den dort zu erledigenden Tätigkeiten. Beginnen möchte ich mit unserem Schneideprogramm und dessen für Einsteiger sehr nervenden Unhandlichkeit. Als Immer-noch-iMovie-Befürworter war es ein ziemlich starker Umstieg auf Final Cut Pro, das für sämtliche wichtigen Funktionen sage und schreibe sechs Fenster benötigt. Ein schnelles Schließen des Projekt lässt sich also nicht mit dem einfachen Shortcut cmd + w vollbringen sondern muss „umständlich“ über Datei – Projekt schließen erledigt werden. Ungewollt schließt man bei mangelnder Konzentration schnell eines der Fenster, das man dann ebenfalls umständlich wieder neu öffnen muss.
Regelrecht zu Peanuts werden diese Problemchen aber, wenn man sie mit den schnell begangenen Fehlern vergleicht, die einem beim Schneiden schnell passieren können. Tonspuren können überschrieben, Clips überlagert und die eben noch vorhandene Synchronität versehentlich durch Asynchronität ausgetauscht werden.
Dieser benötigte Hang zur Übervorsichtigkeit wurde möglicherweise in Final Cut Pro X, dem Nachfolger, behoben, doch dieses verweigert gewisse Funktionen, die für einen multimedialen Betrieb, wie mein Ausbildungsbetrieb einer ist, unentbehrlich sind, und so gilt FCP X in meinem Betrieb als No-Go. Und die Tatsache, dass es wie iMovie aufgebaut ist, macht mir das nicht leichter …

10. Unentgeltliche Überstunden

Ohne hier jetzt zu viel zu verraten, da meine Probezeit schließlich noch nicht zu Ende ist: unentgeltliche Überstunden. Wobei mir das Entgelt in diesem Fall egal ist; Geld ist mir da gar nicht mal so wichtig, über etwas mehr Freizeit oder über Sätze wie „morgen darfst du später kommen“ würde ich mich mehr freuen.
Es gibt natürlich auch Tage wie den heutigen, an denen ich gerne mal eine halbe bis ganze Stunde länger arbeite, aber vier Stunden sind dann doch ziemlich viel, und in Zukunft am nächsten Morgen wieder um 7.00 Uhr aufstehen zu müssen, kommt auf Dauer dem Ausquetschen sehr nahe.

Sodele, das waren zehn Dinge in meinem Alltag, über die ich mich mehr oder weniger regelmäßig aufrege. Ein Dankeschön an all diejenigen, die es bis hierhin geschafft haben.
Weitergereicht wird das Stöckchen an die liebe Miki, die sich deswegen aber nicht in ihrer Blogpause gehetzt zu fühlen braucht. 🙂

Advertisements

6 Responses to 10 Dinge, die ich nicht ausstehen kann

  1. maloney says:

    Über blut reden bringt dich schon auf die Matte…bei mir muss wenigestens eine ganze Menge davon sichtbar sein :P…hab ürbrigens bemerkt, dass das 8032 mittlerweile ziemlich scheisse aussieht, daher darfst du mich in zukunft gerne nur noch mit „maloney“ ansprechen 🙂

  2. Lukas says:

    Netter Artikel, vor allem Spinnen (ja, ich finde sie auch faszinierend, wirklich, aber mal ehrlich… IIIHHH! 😀 ), Raser (nach Dieter Nuhr habe ich ja immer meine Reisefritteuse dabei 😀 ) und Technikprobleme gehen mir auch tierisch auf den Senkel.

    Zu den anderen Sachen sage ich jetzt mal nix, das würde den (Kommentar-)Rahmen vermutlich mal wieder sprengen 😉 Bzw. doch: gegen Blut habe ich absolut nix. Als sehr medizininteressierter Mensch unterhalte ich mich sogar ziemlich gerne darüber. Und jeder, der mal ein 2-wöchentliches Assistenzpraktikum in der Chirurgie gemacht hat, ist definitiv gegen Blut und alle anderen körpereigenen Stoffe, Organteile und Flüssigkeiten abgehärtet 😛

    Ach ja, Zitat von oben:
    „Damit wären erst einmal meine Rechtschreibfehler für einen ganzen Monat abgedeckt. 😉
    Bleiben wir doch bei „SONSITGEN textlichen Austauschmedien“, …“
    Hihi, den Hinweis konnte ich mir einfach nicht verkneifen 😀

  3. Wienerschnitzel says:

    In der Natur habe ich nix gegen Spinnen und stören mich auch nicht. Aber wenn sie in der Wohnung sind schauts schon anderes aus, da schlag ich (fast) immer zu.

    Mit Blut habe ich im Grunde kein Problem. Ich gehe immer fleißig Blutspenden und neuerdings auch Blutkomponentenspenden. Ob ich viel Blut sehen kann weiß ich nicht, aber im Blutbeutel stört es mich überhaupt nicht.

    Über die deutschen Politiker kann ich nicht viel sagen, aber bei uns schaut es leider auch ziemlich schlecht aus. 😦

  4. Lichtschwert says:

    @ maloney
    Joa, aber bei Blut en masse werde ich nicht schwach. 😉 Gegensatz, nicht?!
    Ausnahmsweise, ja. Aber wofür stehen denn eigentlich die Zahlen?

    @ Lukas
    Reisefritteuse? Gibt’s da was auf YouTube, was ich nicht gefunden habe?
    Und zu deinem „Hinweis“: der Rechtschreibfehler befindet sich in Anführungszeichen, es handelt sich nämlich um ein Zitat vom vorherigen Absatz. 😉
    Hihi, den Hinweis zu deinem Hinweis konnte ich mir einfach nicht verkneifen. 😀

    @ Wienerschnitzel
    Zum Blutspenden: löblich, löblich.

  5. Lukas says:

    @Schwert: Kam aber nicht so rüber, dass das ironisch gemeint war 😛 Ich hätte die Zeichen ganz normal auf den etwas kreativen Ausdruck bezogen 😀
    Das mit der Reisefritteuse ist aus einem älteren Programm von Dieter Nuhr. Ich kann mal gucken, ob ich da was finde, ich habs jedenfalls auf CD… sehr, sehr witzig das Ganze 😉

    @Schnitzel: Das hatte ich mir für dieses Jahr doch auch vorgenommen, vor allem das Plasmaspenden. Mist, mal wieder vergessen. Danke für die unfreiwillige Erinnerung 😀

  6. siver says:

    Uha, Spinnen kann ich auch nicht ausstehen. Jedenfalls nicht, wenn sie in mein Zimmer gekrabbelt kommen. Wir Menschen verteidigen halt auch nur unser Revier ;).

    Und falsche Rechtschreibung hasse ich. Besonders wenn man immer drei Mal fragen muss, was gemeint war.
    Aber Gespräche über Blut? Finde ich… ungewöhnlich ;). Mir macht das eigtl. nichts aus.

Hast du Senf dabei?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s