Hangover 2

Phil, Alan und Doug machen sich gemeinsam mit Stu zu dessen Hochzeit auf die Reise nach Thailand. Nach dem unvergesslichen Junggesellenabschied in Las Vegas möchte Stu kein Risiko eingehen, und plant deshalb, sich mit seinen Freunden lediglich auf einen Brunch vor der Hochzeit zu beschränken. Zwei Tage vor der Hochzeit treffen sich Phil, Alan, Doug, Stu und Teddy, der 16-jährige Sohn von Stus künftigem Schwiegervater, am Strand für ein Lagerfeuer. Jeder erhält ein Bier, und Alan überrascht die Gruppe mit einigen Beuteln Marshmallows … (Quelle: Wikipedia.de)

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Zwei Jahre nach Hangover veröffentlichen die Macher die Fortsetzung des Kultstreifens, wobei das Wort „Fortsetzung“ im Fall von Hangover 2 zu viel verspricht. Die Handlung baut zwar indirekt auf den Vorgänger auf, doch man kann Hangover 2 beruhigt als Klon seines Vorgängers bezeichnen.
Der Film wartet mit wenigen Innovationen auf, Altes wird lediglich in neuer Form aufbereitet; das Prinzip, welches in Teil 1 hervorragend funktioniert hat, wird komplett auf den zweiten Teil übertragen.

Auch wenn man den Produzenten nicht vorwerfen kann, dass sie mit Hangover 2 zu viel versprochen haben (die Trailer, TV-Spots und Plakate haben schließlich nichts anderes angekündigt), muss man sich fragen, ob eine Fortsetzung wirklich notwendig war, wenn in ihr lediglich Kulisse und Nebenhandlungen ausgetauscht werden und die Idee unkreativ weitergeführt wird.

Man muss dem Film aber auch zugute halten, dass er nicht nur handlungstechnisch genau so ist wie Hangover sondern auch dessen Stärken übernommen hat. So besticht der Film trotz seiner Vorhersehbarkeit und Ideenarmut durch eine verblüffende Kurzweiligkeit – die 90 Minuten Filmlänge sind wie im Flug vergangen -, und auch die Kameraführung ist wieder einmal klasse und liefert schöne Aufnahmen.

Stu, der in Hangover 2 heiratet, zuvor aber ungewollterweise einen Junggesellenabend sowie fast den gesamten Hochzeitstag in Bangkok verbringt, hat aus den Ereignissen aus Hangover gelernt und plant, seinen „ehemaligen“ Kumpel Alan, dem das Wolfsrudel den zweideutig zu verstehenden unvergesslichen Trip in Las Vegas zu verdanken hat, nicht zu dessen Hochzeit einzuladen. Doch widerwillen wird er von seinen Freunden Phil und Doug umgestimmt, und Alan wird kurzerhand doch noch mitgenommen.
Wie in Teil 1 ist es erneut Alan, der dem Team mittels untergejubelter Drogen einen Filmriss beschert, was er aber erst nach einiger Zeit zugeben will.

Alan ist es ebenfalls wieder einmal, der der tragende Pfeiler der Gags in Hangover 2 ist und mit seiner kindlichen Dummheit und Naivität für so manchen Lacher sorgt. Szenen wie die, in der er – zusammen mit seinen Freunden – zur Hochzeit erscheint und aus dem Schnellboot den Anker in den Garten wirft, machen seinen Charakter einzigartig (und) komisch. Auch sein Umgang mit dem Äffchen versüßt dem Zuschauer den Filmgeschmack.

Leider fehlt aber eine ausreichende Ausleuchtung von Alans Charakter. Dies fängt schon damit an, dass er – obwohl das Ende von Hangover einen anderen Eindruck vermittelt hat – offenbar nicht mehr zu Stus Freundeskreis gehört und darauf mehr als empört reagiert. Seine Lebensweise und seine Unterkunft bei seinen Eltern werfen einige Fragen auf (wie kam es dazu, dass er noch immer bei seinen Eltern wohnt und sie wie als Untertanen behandelt?), die leider nicht im Laufe des Films beantwortet werden.

Dennoch kann man zweifellos behaupten, dass das Trio durch dessen Bekanntheitsgrad beim Zuschauer noch sympathischer ist als in Hangover.

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Der größte Fehler, den man Hangover 2 vorwerfen kann, ist dessen Ideenarmut. Das Konzept des Filmrisses funktioniert zwar auch hier, aber man kommt sich so vor, als würde man lediglich Hangover nochmals im Kino sehen.

Überzeugende Schauspieler und eine beherrschende Kurzweiligkeit machen weitere Schwächen wie die in Hangover 2 verherrlichte Tierquälerei und den Zigarettenkonsum wieder wett und bescheren dem Film 3,5 von 5 Sternen.

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