Keine Objekte der Begierde

Es war ein langes Hin und Her, und zuletzt sah es so aus, als würde ich doch noch glücklich werden. Das irgendwann schon einmal erwähnte Paris-Abschlussfahrts-Video, welches ich schneiden wollte, fiel zuerst ins Wasser, da sämtliche, gute Aufnahmen auf der Kamera verschwunden waren. Dateifehler.
Vor ca. eineinhalb Wochen habe ich den damaligen Kameramann, der die Aufnahmen in Paris gemacht hat, gefragt, ob er sie vielleicht noch irgendwo bei sich zu Hause gesichert hat. Ja, die habe er gesichert. Er könnte sie mir sogar geben, meinte er, nachdem ich gefragt habe. Sogar auf DVD.

Für den darauffolgenden Montag (damals war es Donnerstag) verabredeten wir uns in der Schule zur Übergabe. Doch was war? Nix! „Die Filme sind zu groß. 20 GB.“ Und wenn er sie auf mehrere DVDs brenne (das hatte ich ihm eigentlich schon am Donnerstag zuvor vorgeschlagen), fragte ich. Ja, das könne er machen. Wir verabredeten uns wieder für den darauffolgenden Montag in der Schule zur Übergabe. Also heute.

Doch was war? Wieder nix! Er kam gar nicht erst. 11.00 Uhr vor dem Lehrerzimmer war Treffpunkt und Zeit, doch er erschien nicht. Ich habe 45 Minuten in der Schule gewartet, doch weit und breit keine Spur von ihm.

Die letzte Chance auf mein größtes, geplantes Videoprojekt, auf das ich mich so sehr gefreut habe, ist somit weg. Einen E-Mail-Austausch will ich gar nicht erst versuchen, da der Typ von Anfang an nicht sonderlich kooperativ wirkte und auf mich schon mal einen sehr abweisenden und unfreundlichen Eindruck machte.

Die nächsten zehn Tage bis zur Abschlussfeier am 16. Juni, zu der das Video vorgeführt werden sollte, muss ich also wohl oder übel „normal“ verbringen – ohne ein Videoprojekt, das mir meine meist freien Tage schmackhaft gemacht hätte.

Die Objekte der Begierde: nicht bei mir.

Dass das Video so also nie geschnitten wird (zumindest nicht von mir – vielleicht ja von ihm? Allerdings besitzt er vermutlich lediglich die Aufnahmen „seiner“ Kamera, nicht die Aufnahmen der zweiten), hat für die Abschlussfeier keine besonderen Auswirkungen. Muss sie eben ohne dieses Video auskommen.
Ich habe allerdings bereits unmittelbar nach der Studienfahrt im Januar ein Video, bestehend aus Fotos, geschnitten, was nur vier Minuten lang ist und nach Meinung einiger Klassenmitglieder durchaus vorführenswert sei. Ob es jetzt gezeigt wird (die Lehrer müssen das noch entscheiden – die fanden das Video jedenfalls auch ganz gut), ist mir jetzt ziemlich Wurscht, da es ein ziemlich kleines Videoprojekt war und eben nicht das jetzt von mir gewünschte. Also quasi bestensfalls ausreichend für meinen Geschmack. Aber vermutlich bin ich da wieder viel zu unflexibel und auf das geplante Paris-Video fixiert. Was jetzt aber endgültig ins Wasser fällt.

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One Response to Keine Objekte der Begierde

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