Star Wars: The Clone Wars – Gegenangriff

Gegenangriff ist die 19. Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Bei der Flucht aus der Zitadelle müssen sich die Jedi trennen, um den Separatisten die Verfolgung zu erschweren. Schnell wird klar, dass das Gefängnis weit mehr Fallen und Gefahren birgt als die Retter angenommen hatten … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Bevor ich mit der Kritik zur neuesten The Clone Wars-Folge beginnen werde, muss ich mich korrigieren. Die vorherige Folge – Die Zitadelle – vermittelte nach einer Zweitsichtung einen besseren Eindruck. Das Drehbuch bot doch mehr als nur Durchschnitt und hätte die Folge auf mehr als nur 3 von 5 Sternen gebracht. Da die Erstsichtung aber zählt und Erwartungen an die jeweiligen Folgen nicht außer Acht gelassen werden sollten, bleibe ich bei den 3 von 5 Sternen, hebe sie aber inoffiziell einen kleinen Rang höher.

Teil Zwei des Zitadellen-Dreiteilers knüpft unmittelbar an Teil Eins an; und wenn man berücksichtigt, wie Teil 2 endet und wie Teil 3 voraussichtlich beginnen wird, handelt es sich bei dem Zitadellen-Dreiteiler um den am besten und lückenlosesten verknüpften Mehrteiler in der bisherigen Seriengeschichte, was ich sehr begrüße. Die Handlung wird damit nicht nur glaubwürdiger sondern intensiver, da man so praktisch keinen Schritt der Protagonisten verpasst.

Die in Teil 1 bemängelte Planung der Zitadellenführung bessert sich in Gegenangriff ein Stück, auch wenn mir allgemein die Situation der entflohenen Gefangenen und deren Befreier noch als zu einfach erscheint. Die Tatsache, dass sie über einen längeren Zeitraum im Umkreis von wenigen hundert Metern der vermutlich best-überwachten Sicherheitseinrichtung der Separatisten überleben können, lässt mich an dem verbreiteten Ruhm der Zitadelle zweifeln.

Wie in Die Zitadelle stirbt auch in Gegenangriff so mancher Klonsoldat auf mehr oder weniger grausame Weise, ohne dass sich die Macher des verpönten Schnitts bedienen mussten, der bereits in ARC-Truppen oder eben in Die Zitadelle verwendet wurde. Die Tode werden geschickt durch gut gewählte Kameraeinstellungen verdeckt, sodass Zuschauer wie ich, die etwas mehr vom realistischeren Kriegsalltag zu sehen bekommen wollen, als auch die jüngeren Zuschauer, die mit solchen Brutalitätsdarstellungen weniger zurecht kommen, auf ihre Kosten kommen.

Dass Aufopferung der Soldaten für das große Ganze ebenso zum Kriegsalltag dazu zählt, ist selbstverständlich – mit der Aufopferung Echos übertreiben die Serienentwickler aber. Echo war einer der wenigen Soldaten, die in der Serie einen größeren Auftritt und damit eine nennenswerte Charakterentwicklung hatten. Sein Tod am Ende der Episode ist vollkommen unnötig, was viel Potenzial, das in dem Charakter gesteckt hat, aus dem Fenster schmeißt. Oder erneut die Inkompetenz der Klonsoldaten zeigt.

Ansonsten bietet Gegenangriff akzeptable Action, auch wenn mir die Überlebenschancen der Protagonisten im Kreuzfeuer als enorm hoch vorkamen, doch die Inszenierung machte diese kleine Schwäche wett. Es war übrigens wieder derselbe Drehbuchautor am Werk wie bei Die Zitadelle – Matt Michnovetz.
Auch die Musik und die Computeranimationen hatten einiges zu bieten. Die Figuren werden immer dynamischer, beweglicher – und Kevin Kiner wagt musikalisch auch etwas mehr Präsenz.

Quelle: StarWars-Union.de

Doch was am meisten Lust auf Mehr macht, ist der Cliffhanger, der eine große Raumschlacht ankündigt. Plo Koon hat den Entflohenen und Befreieren eine Rettungsflotte versprochen, die die eingefahrene Truppe rausboxen soll. Ob die Schlacht und das Finale auch so sehenswert werden wie die ersten beiden Teile der Trilogie, wird sich zeigen. Ein guter Grundstein ist jedenfalls gelegt, jetzt heißt es nur noch, einem der besseren und durchgängig überzeugenden Mehrteiler einen passenden Abschluss zu verleihen.

Gegenangriff erhält knappe 3,5 von 5 Sternen.

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