Star Wars: The Clone Wars – Der Altar von Mortis

Der Altar von Mortis ist die 16. Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Bevor es den Jedi gelingt, Mortis zu verlassen, entführt der Sohn Ahsoka. Er versucht, Anakin auf seine Seite zu ziehen, um mit vereinten Kräften gegen den Vater und die Schwester anzutreten. Doch Anakin weigert sich, der dunklen Seite zu folgen … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Teil 2 der Mortis-Trilogie macht vieles besser als sein Vorgänger. Die in Teil 1 noch oberflächlichen Charaktere bekommen in Der Altar von Mortis Tiefe und besondere Eigenschaften, was ihnen auch die vermisste Persönlichkeit verleiht. Der Konflikt um die Prophezeiung des Auserwählten gewinnt zunehmend an Fahrt, Der Altar von Mortis stellt in der mythischen Geschichte zweifelsfrei den Beginn der fallenden Handlung dar. Der Tod der Tochter ebnet dem Sohn, der Verkörperung der Dunklen Seite, den Weg zur Herrschaft, denn nun kann der Vater das Gleichgewicht zwischen der Hellen und der Dunklen Seite nicht mehr halten.

Der Altar von Mortis beginnt sehr actionreich. Anakin hat zu Beginn einen Traum, in dem ihm der Sohn erscheint, welcher ihm diesen Traum auch sicherlich in sein Bewusstsein gepflanzt hat. Die darauffolgende Entführung Ahsokas ist gut umgesetzt, ebenso wie die Verfolgungsjagd, die wegen des recht unhandlichen Shuttles zwar nicht so dynamisch ist wie es eine Verfolgungsjagd mit Speederbikes oder schnelleren Starfightern wäre, aber dennoch einiges zu bieten hat.

Generell kann man über Der Altar von Mortis nur wenige negativ-kritische Worte verlieren. Der einzige störende Faktor, der beim Anschauen auffällt, ist die Ähnlichkeit zwischen dem Turm des Sohnes und dem Turm Sarumans aus der Der Herr der Ringe-Trilogie sowie zwischen Ahsokas Wiederbelebung und der Wiederbelebungszeremonien aus James Camerons Avatar – Aufbruch nach Pandora. Zumindest Ersteres ist von den Machern beabsichtigt, zeigt aber deren kreative Faulheit, einen neuen Turm mit ähnlichem Sinnbild zu entwerfen. Das wäre zwar nicht weiter schlimm, wenn die Macher mit der Mortis-Trilogie (bzw. mit den zwei bisher gezeigten Folgen) generell etwas komplett Neues gemacht hätten, aber so ist es nicht. Es finden sich überall Elemente typischer Mythologien, Sagen, Legenden, die Dave Filoni & Co. lediglich auf The Clone Wars und auch ein klein wenig auf Star Wars allgemein abgestimmt haben und mit neuen Ideen genauso spärlich umgehen wie heutige Alieninvasorenfilme.

Die Computereffekte, die in Wächter der Macht eine große Rolle bekamen, kommen in Der Altar von Mortis deutlich reduziert vor, was ich begrüße. Waren sie in Wächter der Macht noch auf kläglichem Computerspiellevel, können sich die wenigen, in Der Altar von Mortis gezeigten Details zumindest sehen lassen und lenken dennoch nicht zu sehr von der mystischen Geschichte ab.

Quelle: StarWars-Union.de

Meine Erwartungen an die nächste Serienfolge, Vergessene Zukunft, sind äußerst gering, zeigt der Vorschaufilm doch eine von Anakis Visionen, in denen Darth Vader vorkommt – ein Thema, welches bereits von Clone Wars thematisiert wurde und in ihr vermutlich auch besser umgesetzt wurde als in der namensverwandten Serie The Clone Wars.

Der Altar von Mortis macht eigentlich nur wenig verkehrt; die kreativen Abguckereien von Avatar und besonders von Der Herr der Ringe sind eigentlich schon ihre größten Übeltaten. Ansonsten überzeugt vor allem die Inszenierung, die den Zuschauer zwar nicht vom Hocker haut, sich aber nur wenige Fehler erlaubt, was für eine Folge aus The Clone Wars schon einer kleinen Auszeichnung nahekommt.
Daher knappe 4,5 von 5 Sternen.

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