Vier Wochen trainingsfrei

28. März 2011: kein Montag wie jeder andere. Lichtschwert wird zum Abendessen gerufen, läuft „barsockig“ die frisch gewachste Treppe hinunter, rutscht auf der fünft-untersten Treppe aus und landet mit einer Wasserflasche in der linken und einem halbleerenvollen Wasserglas in der rechten Hand mit dem Steißbein zuerst auf einer Stufe. Das Wasserglas fällt aus der Hand, zerbricht beim Aufprall, das Wasser verspritzt. Lichtschwert gerät in einen Schockzustand, ihm wird schwarz vor Augen, in den Ohren pfeift es. Alles schmerzt.

Das war die unfreiwillige Grundlage für ein kleines Experiment, das vier Wochen lang dauerte.
Ich konnte nach diesem tragischen Unfall am Tag darauf leider nicht in die Schule gehen (ich habe nicht die Lehrer vermisst!), das Sitzen, Liegen, Stehen und Gehen fiel mir tagelang weh. Selbst zwei Wochen später spürte ich mein Steißbein, wenn ich mich hinsetzen wollte. Karate fiel für mich zwei Wochen (also zwei Mal) aus, und meine täglichen Fitnessübungen habe ich ebenfalls ausfallen lassen.

Nun zum genannten Experiment. Das habe ich mir selbst ausgedacht/aufgebrummt.
Da meine täglichen Übungen sowieso für eine Weile ausfallen mussten, dachte ich mir, lasse ich sie für einen richtig langen Zeitraum ausfallen, um zu sehen, wie sich mein Körper verhält. Wird er fitter? Wird er schwächer? Nehme ich zu oder ab? Werde ich noch attraktiver?

Mein Training umfasste bis dahin:

  • 20 Liegestützen
  • 2 x 35 Sit-ups (in diesem Stil)
  • 2 x 7 einbeinige Liegestützen
    (in dieser Reihenfolge)

Mit diesem Training kam ich bis dahin ganz gut zurecht. Mit einem ähnlichen Training habe ich übrigens vor fast einem Jahr angefangen und es seitdem ausgeweitet. So gut wie jeden Tag habe ich dieses Training gemacht, was bei mir aber nur bei den Bauchmuskeln Erfolg zeigte …

Jedenfalls habe ich vier Wochen lang freiwillig auf dieses Training verzichtet, was bis zu meinem Sturz ein Teil meines Alltags war.

Heute habe ich mich wieder an dieses Training herangewagt, mit derselben Anzahl an Liegestützen und Sit-ups, etwa im selben Tempo (im Nachhinein aber mit mehr Verschnaufpausen! ;-)).

Glücklicherweise haben mich meine Bauchmuskeln (die übrigens einer Klassenkameradin Angst gemacht haben! Erklärung: ich habe ihr gesagt, ich hätte Bauchmuskeln – fragt mich ja nicht, wie ich zu diesem Gespräch gekommen bin – woraufhin sie diese sehen wollte. Und spüren. So kam es auch. Dann sagte sie, ich würde ihr Angst machen. 😕 :-D) in den letzten vier Wochen nicht ganz verlassen, weshalb ich mit den Sit-ups noch ganz gut zurecht kam. Lediglich mein während dieses Teilbereichs des Trainings sehr angespannter Hals-Nacken-Bereich hat danach geschmerzt.

Dass mich im Gegensatz zu meinen Bauchmuskeln meine Kondition verlassen hat, habe ich bei jeder Liegestütze gemerkt. Bereits zu Beginn habe ich ein unsicheres Wackeln in den Armen gespürt – meine Beine hatten dagegen, vermutlich dank des Fußballspielens in den letzten Tagen, kaum Probleme.

Wie sich nach einem Besuch auf der Waage und anderer Tests herausgestellt hat, hat sich mein Körper vor und nach der Trainingspause offenbar kaum verändert. Lediglich die Kondition ging ziemlich flöten, was ich in den letzten beiden Karate-Stunden zu spüren bekam.

Mein Steißbein ist mir in den letzten zwei Wochen nicht mehr negativ aufgefallen. Übrigens bin ich in meinen bisherigen 18 Jahren (wir wohnen etwa seit 17 1/2 Jahren in unserem jetzigen Haus) erst drei Mal nennenswert von der Treppe gefallen. Das geht doch noch, oder?

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4 Responses to Vier Wochen trainingsfrei

  1. Wienerschnitzel says:

    Ich habe vor kurzem beim VCM Halbmarathon mitgemacht und das (fast) ohne Training.
    Bis zu Kilometer 11 ist es mir ganz gut gegangen, danach hatte ich überhaupt keine Power mehr.
    Hab schon ans Aufgeben gedacht, aber da es beim gehen besser war, bin ich 9 km geganen und den letzten Kilometer wieder gelaufen.
    Ich habe für die 21km 2:30:58 gebraucht und bin im großen und ganzen zufireden mit der Zeit. 😀

    Sollt auch wieder öfters Liegestütze machen, war schon bei 30 Wiederholungen am Tag, ist aber auch schon wieder ein paar Monate her.

  2. Lichtschwert says:

    Hey, Glückwunsch! Das ist eine reife Leistung.
    30 Wiederholungen heißt 30 Liegestützen, richtig? So aus Neugierde, schaffst du mehr oder erreichst du da dein Limit?

  3. Wienerschnitzel says:

    Mein Maximum, glaub ich, war bei 42 oder so. (War aber an einem sehr guten Tag 😉 )

    Hab jetzt grad wieder Liegestütze ausprobiert, schaff nur noch 18 😦
    Und ich muss aufpassen, dass ich kein Hohlkreuz mache -> muss mehr Rückenübungen machen

  4. Pingback: Kleine Trainingsänderung « Lichtschwert's Blog

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