Lichtschwert’s verhasstestes Schulprojekt

Über die Kurzmeldungen habe ich ja bereits erwähnt, dass die letzten Tage für mich sehr stressig waren und der Blog deshalb auch sehr kurz kam. Das war natürlich nicht gewollt, doch musste es sein, um in der Schule für mich akzeptable Leistungen erzielen zu können. Überwiegend war ich auch erfolgreich, so holte ich im Fach Visuelle Kommunikation in einer Klausur 98/100 Punkte (ergo eine 1), und in der heute zurückbekommenen Mathe-Klausur 49/50 (ergo noch eine 1).

Letzten Freitag haben wir in meinem absoluten Hassfach – Lebensräume Gestalten – eine Klausur geschrieben; die erste auf meiner derzeitigen Schule, bei der ich danach ein schlechtes Gefühl hatte. Grund ist nicht nur der mit ca. 25 Arbeitsblättern übertriebene Stoff, den uns die Lehrerin über sieben oder acht Architekturepochen (von der Antike bis zur Moderne) ausgeteilt hat sondern auch die Lehrerin selbst, die zu faul ist, an die Tafel zu gehen und dort den Unterrichtsstoff zu vermitteln und stattdessen nur auf ihrem Stuhl sitzt, Bayern-Alpha-Filme „vorführt“ (deshalb in Anführungszeichen, da ich für sie vor der Klasse den PC hochfahre, die DVD einlege und den Film starte – sie gibt lediglich die DVD) und das Lehren des Unterrichtsstoffes den Arbeitsblättern überlässt.

Eine Woche später – also heute – war Abgabetermin eines seit Beginn des zweiten Halbjahres laufenden Projektes: meines verhasstesten Projektes auf dieser Schule.
Für das Projekt sollten wir (jeder für sich – alle für die Lehrerin) einen Raum aussuchen, der uns in seiner derzeitigen optischen Erscheinungsform nicht gefällt. Wir sollten ein Miniaturmodell (bei mir im Maßstab 1:25) bauen und dieses neu einrichten: Tapeten, Möbel, etc..

Wochenlang haben wir alle dieses Projekt vor uns hergeschoben, da auf Grund des leidenschaftslosen Unterrichts bei der Lehrerin jedem die Motivation fehlte, zu Hause an seinem Projekt weiter zu arbeiten. Meine handwerklichen Fähigkeiten würden sich auf einer Skala von 1 bis 10 wohl definitiv im tieferen einstelligeren Bereich befinden, weshalb auch eine „Vorfreude“ auf die Arbeit an dem Projekt von vornherein nicht vorhanden war.

So sollte es dann letzten Endes sein, dass ich mir rund 95% der Arbeit für die letzte Woche vor Abgabetermin – genauer gesagt für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag – „aufgehoben“ habe. Den Arbeitsaufwand habe ich dabei deutlich unterschätzt, weshalb ich gestern auch sehr in zeitliche Bedrängnis gekommen bin und alleine gestern mindestens acht Stunden an meinem Zimmerlein gewerkelt habe.

Mir war das Projekt schon zu Beginn eigentlich egal. Das lag zum Einen daran, dass es nichts mit meinem Wunschberuf (Mediengestalter) zu tun hat; doch es gab ja schließlich auch schon andere Schulprojekte, die nichts mit der Mediengestaltung zu tun hatten und die mir trotzdem Spaß gemacht haben. Es liegt also nicht nur zum Anderen sondern auch zum überwiegenden Teil an der Lehrerin und der Tatsache, dass sie ihren Schülern die Leidenschaft, die sie bei der Ausübung ihres Berufes (neben Lehrerin ist sie noch Architektin) empfindet, nicht vermitteln kann.

Es war mir also insofern nur wichtig, irgendetwas abzugeben, das die Voraussetzungen eines Modells erfüllt, was zur Folge hätte, dass ich zumindest keine 5 oder 6 erhalte. Eine 4 als Note wäre zwar schade, doch eine bessere Note hätte wohl mehr Enthusiasmus, was aber bekanntlich nicht vorhanden war, bei diesem Projekt erfordert.
Der einzige Stolz, der mich erfüllt, ist der, überhaupt etwas hingekriegt zu bekommen, was in der Nacht von gestern auf heute bis zur Übergabe an die Lehrerin nicht auseinandergefallen ist und in der klasseninternen Besprechung mündlich nicht zerfetzt wurde.

So. Und damit ihr auch endlich erfahrt, über was ich mich hier so auslasse, folgen nun ein paar Bilder. Man sieht das Modell sowie den Bauplan, die Ansichten der Wände sowie ein Moodboard, die wir dazu noch machen sollten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In einem Monat sind meine Fachabitur-Abschlussprüfungen übrigens schon vorbei. Am Montag beginnen die Ferien, in der ersten Woche findet aber noch ein freiwilliges Mathe-Camp statt, in dem von vormittags bis nachmittags intensiv auf die Abschlussprüfung vorbereitet wird.

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15 Responses to Lichtschwert’s verhasstestes Schulprojekt

  1. siver says:

    Ich hab den Tisch im ersten Moment für ’nen Klodeckel gehalten :D… Von oben. Bis ich gemerkt habe das da Stühle drumstehen. Coolen Radiergummi hast du da ;).

    Sieht gut aus. Am besten gefällt mir der Fernseher. Ich selbst sitze gerade an einem Filmmusik – Referat für Musik.

  2. Lichtschwert says:

    Na, warte du kleiner .=$“/)!/E(„&!!

    Jaja, den Radiergummi habe ich schon seit der 1. Klasse. 😉 Ich habe aber einen anderen als Hauptradiergummi, den Teddybärenradiergummi verwende ich nur für größere Flächen.
    Ein Referat über Filmmusik … ein Traum würde für mich wahr werden. Auch wenn ich momentan ein Referat über ILM bevorzugen würde.
    Wen stellst du denn so vor? Oder welche Musik?

  3. siver says:

    Der Schwerpunkt des Referats liegt eher auf musikalischen Merkmalen und Geschichte. Ich muss den Star Wars – Soundtrack mal durchgehen, ob etwas dabei ist, was man gut als Beispiel verwenden kann ;).

  4. Lichtschwert says:

    Ein paar Tipps:
    Chore werden oft in epischen Szenen eingesetzt (Duel of the Fates!).
    Gute Filmmusik nimmt man laut John Williams nicht wahr – sie verschmilzt mit dem Film.
    Gute Filmmusik ist bis auf Sekundenbruchteile genau auf den Film getimt.
    Es gibt Synthesizer- und Orchestermusik. Letzteres wird durch Ersteres immer mehr verdrängt.
    Würde man aus einem Film die Musik entfernen, wäre der Film bei Weitem nicht so intensiv.

  5. Ich finde es sieht doch sehr gut aus was Du da gebastelt hast. Respekt! Ich bin gelernter Raumausstatter und würde Dir für Dein Model glatt eine 2- geben. 🙂

  6. graval says:

    Ha, wie gerne hätte ich doch so eine Arbeit gemacht. 🙂 Hatte ich ja auch schonmal. Damals in Form eines Kalenders. Also ich mag solche Arbeiten. Ist dir ja auch ganz gut gelungen.

  7. Lichtschwert says:

    Ganz gut gelungen? Du hättest die Arbeiten meiner Klassenkameradinnen und -kameraden sehen sollen, die waren teilweise um Längen besser. Aber trotzdem danke. 😉

  8. Lichtschwert says:

    @ Jens Kornfield
    Sorry, dein Kommentar ist irgendwie im Spam gelandet. Ich hab ihn jetzt erst gefunden und rausgeholt.
    Huiuiuiuiuiui, das tut gut! 😀
    In deiner About-Seite steht, dass du im Sicherheitsdienst tätig bist. Wie darf man das verstehen? Und wie kommt man als gelernter Raumaustatter zu so einem Beruf?

  9. graval says:

    Naja, die sind auch Streber, und das willst du ja nicht sein, oder? Ooooder? Ooooder? 😛

  10. Lichtschwert says:

    Eher andersrum. Ich bin der Streber, nur waren die anderen auch mal gut … als ich nicht so gut war. 😉
    Aber auch Streber können cool sein. Ich trag nämlich immer so lange Jeans. Mit Fetzen und so. Und wenn die Sonne scheint, trag ich auch ’ne coole Sonnenbrille. Mit ABBA-T-Shirt. Und auf meinem Farbdisplay-Handy hab ich auch immer tolle Musik an. So von Silbermond und so.
    😉

  11. graval says:

    Du hast ne Sonnenbrille mit ABBA-T-Shirt? o.O Du bist cool! \o/

  12. Lichtschwert says:

    Jap, Exklusivangebot. Hab dafür meine Seele verkauft.

  13. graval says:

    An wen? 🙂

  14. Lichtschwert says:

    An die übliche Adresse, wenn man seine Seele verkauft.

  15. Pingback: Die letzten schulischen Aktivitäten « Lichtschwert's Blog

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