Star Wars: The Clone Wars – Helden auf beiden Seiten

Helden auf beiden Seiten ist die zehnte Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Padmé Amidala und Ahsoka Tano reisen mit dem Ziel nach Raxus, ein Friedensabkommen mit den Separatisten zu schließen. Dabei gelingt es Padmé, die Hilfe ihrer früheren Lehrerin Mina Bonteri zu gewinnen, und Ahsoka lernt einige wichtige Lektionen über die Realitäten des Krieges … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Der Titel dieser Episode ist angelehnt an den Lauftext von Episode III – Die Rache der Sith, in dem erwähnt wird, dass es auf beiden Seiten des Krieges Helden gibt. Auch wenn ich denke, dass George Lucas mit dieser Beschreibung von vor rund sechs Jahren eher „Action“-Helden gemeint hat, kommt die Darstellung der „Helden“ in dieser The Clone Wars-Folge sicherlich doch ganz gut an das von Lucas gedachte Grundprinzip heran.

Der Grund für den Status eines Helden erhalten die Protagonisten durch ihre Ideale einer besseren politischen Welt und dess angestrebten Endes des Klonkrieges. Padmés sonst so idealistische Handels- und Denkweise kommt in Helden auf beiden Seiten – anders als sonst – nicht naiv und nervend an, was daran liegen könnte, dass sie mit Mina Bonteri, ihrer alten Lehrerin und Freundin, eine Meinungsteilerin gefunden hat, die sie auf ihrer diplomatischen Undercover-Mission unterstützt.

Padmés Mission führt sie nach Raxus, dem für mich bislang am zweitschönsten gestalteten Planeten der Serie einschließlich des Kinofilms. Auf Platz 1 liegt für mich unumstritten der Stadtplanet Coruscant mit seinen zahlreichen Wolkenkratzern und tiefen Häuserschluchten. Von Raxus sieht man in Helden auf beiden Seiten zwar lediglich eine Stadt, doch eine so schöne und realistische Stadt hat man in The Clone Wars noch nicht gesehen. Ich habe meinen Augen kaum geglaubt, als ich doch tatsächlich grüne Wiesen, Bäume, eine geordnete Infrastruktur und Feinheiten bis ins kleinste Detail gesehen habe – alles Dinge, die man bei The Clone Wars in solchem Rahmen noch nie zu sehen bekam.

Ähnlich gelungen sind natürlich auch die Animationen Coruscants, die – vielleicht täuschten mich meine dann bereits angeregten Euphoriehormone da auch – ebenfalls äußerst realistisch aussahen und wieder ein Stück näher an die der Star Wars-Prequels gelangt sind.
Animationstechnisch bietet die Serie von nun an auch eine weitere nennenswerte Änderung: die drei Hauptcharakatere Anakin Skywalker, Ahsoka Tano und Obi-Wan Kenobi haben neue Computermodelle bekommen. Letzteren hat man in dieser Folge zwar noch nicht zu Gesicht bekommen, dafür aber Anakin und Ahsoka. Der junge Jedi-Padawan sieht jetzt noch schöner aus (früher fand ich sie ja mal hässlich, das hat sich aber im Laufe der Zeit geändert ;-)) – ihre (neue) Attraktivität bekommt in der Folge auch eine nette Anspielung -, sie ist reifer geworden und gewachsen, wenn ich mich nicht irre.
Anakin Skywalkers Gestaltung könnte vielleicht noch ein paar kleine Nachbesserungen vertragen, doch für ein solches Urteil ist es nach seinem kurzen Folgenauftritt eigentlich noch zu früh.

Obwohl in Helden auf beiden Seiten kein einziges Lichtschwert gezückt wird, und sich auch der Einsatz von Handfeuerwaffen in Grenzen hält, ist die Folge spannend. Grievous‘ Plan und Anschlag auf Coruscant sorgen für einen guten Spannungsbogen, der einen bis zum Schluss fesselt und den Zuschauer (vergebens) hoffen lässt, nun endlich mal eine Anspielung auf die Geschehnisse in Episode III – Die Rache der Sith zu erhalten. Immerhin ist mit der kommenden Folge, die handlungstechnisch an Helden auf beiden Seiten aufbauen wird, nicht nur die Hälfte der dritten Staffel sondern auch die Hälfte der gesamten Serie vorbei, vorausgesetzt, man hält noch an den vorhergesehenen fünf Staffeln fest.
Grievous vollführt via Attentäterdroiden einen gewagten und erfolgreichen Anschlag auf Coruscants Stromversorgung. Die ausgelöste Panik und die darauffolgenden (scheinbar aus dem nichts stammenden) Angriffe haben mich an den Angriff auf Coruscant aus der Zeichentrickserie Clone Wars erinnert. Es ist schade, dass die Macher nicht näher auf den Anschlag eingegangen sind, immerhin hätte er auch dazu dienen können, Coruscants Schwächen herauszufinden, die Grievous dann wieder bei der Schlacht um Coruscant für sich nutzen könnte.

Quelle: StarWars-Union.de

Was die Folge bietet sind hervorragende Computeranimationen, eine akzeptabel-spannende Handlung und The Clone Wars-verhältnismäßig wenig Fehler, über die man bei der gebotenen „Bildgewaltigkeit“ gerne hinweg sieht.

4 von 5 Sternen mit Tendenz zum Besseren.

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2 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Helden auf beiden Seiten

  1. graval says:

    Joa, optisch ist die Folge gut. Keine Frage. Raxus ist sehr schick, vorallem da es das pure Gegenteil zum Namens-beinahe-Vettern Raxus Prime, einer einzigen Müllhalde, ist. Storytechnisch ist mir das zu lahm. Wie die ganze politische Sache ins Rollen kommt, ist ganz nett, aber der Anschlag ist übertrieben, finde ich. Zumindest in seiner Darstellung und der Darstellung der Folgen des Anschlags. Die erste Hälfte der Staffel war, bzw. wird, in deinem Fall, eher dürftig, dafür dürfen wir uns dann mit Savage Opress und Mortis auf mehr Action freuen.

  2. Lichtschwert says:

    Die Folgen des Anschlags waren übertrieben, ja. Habe ich ja auch zwischen den Zeilen angedeutet („… die darauffolgenden (scheinbar aus dem nichts stammenden) Angriffe …“).
    Dass die zweite Hälfte mehr Action bieten wird, ist mir klar. Jedoch zweifel ich noch an der ganzen Mystik und dem Umsetzungstalent der Entwickler.

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