Star Wars: The Clone Wars – Die Jagd nach Ziro

Die Jagd nach Ziro ist die neunte Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Der Rat der Hutten will sich mit Hilfe von Cad Bane Ziro vorknöpfen, der insgeheim Beweise für die üblen Machenschaften des Rates gesammelt hat. Aber die Hutten sind nicht allein! Werden sie Ziro als erste finden, oder können Obi-Wan Kenobi und Jedi-Meister Quinlan Vos ihn seiner gerechten Strafe zuführen? (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Spoiler!: im Abschluss des Ziro-Dreiteilers (Böse AbsichtenDie GeiselnahmeDie Jagd nach Ziro) stirbt Ziro. Erschossen von seiner Liebe, Sy Snootles (Jabbas Sängerin aus Episode VI -Die Rückkehr der Jedi-Ritter), findet eine der wenigen, nennenswerten und in The Clone Wars „erfundenen“ Charaktere den Tod. Schade eigentlich, denn gerade eben wurde mir Ziro ein klein wenig sympathisch, was wohl daran liegen könnte, dass er bislang stets in einer wohlhabenden Situation war (schließt man mal seine Zeit in Haft aus, obwohl er auch da ja laut seiner eigenen Aussage mehr Macht gehabt haben soll als die Jedi angenommen haben) und in Die Jagd nach Ziro von seinen alten Freunden, Verwandten und sogar den Jedi gejagt wird. Eben diese Verzweiflung lockt den eigentlich doch ganz netten Ziro aus ihm heraus, sicherlich aber auch die Anweisenheit seiner „Eigentlich-Liebe“ Sy Snootles, mit der er in dieser Folge übrigens den eigenwilligsten Kuss der ganzen Serie hat.

Ziro geht, ein anderer kommt. Der Neue heißt Quinlan Vos, der im Erweiterten Universum kein unbeschriebenes Blatt ist, über den ich aber bis zu dieser Folge trotzdem nicht sonderlich viel wusste. Über seinen Charakter braucht man im Vorfeld dieser Folge eigentlich auch nichts zu wissen; die groben Grundzüge lernt man bereits in den ersten Sekunden seines Premierenauftritts kennen. Sicherlich nicht geschadet hätte es aber zu erfahren, dass er durch das Berühren von Alltagsgegenständen deren „Geschichte“ via Vision zu sehen bekommt, und dass diese Gabe keine übertriebene Neuerfindung der Serienmacher ist, wie ich es bei der Erstsichtung und vor dem Lesen der Trivia auf SWU gedacht hatte, sondern bereits in den Comics zu sehen war.

Keine Neuerfindung der Macher, dennoch sinn-, logikfrei und höchst übertrieben, ist der Einsatz des Machtsprungs der beiden Jedi Quinlan Vos und Obi-Wan Kenobi. In gemäßigter Anwendung sicherlich sehr nützlich, bei zu hohem Gebrauch aber unrealistisch. Mit dem Machtsprung springen die beiden übrigens auf Nal Hutta von einer „Insel“ zur nächsten und sind damit nahezu so schnell wie Ziro und Sy Snootles mit einem Landgleiter.
Doch nicht nur auf Nal Hutta demonstrieren die beiden Jedi ihre zweifelhaft hohen Jedifähigkeiten, das Springen geht auf Teth weiter, während des doch recht ansehnlichen Kampfes zwischen den Jedi und Cad Bane.

Während des Kampfes kann Cad Bane einem seiner Widersacher das Lichtschwert aus der Hand reißen und es selbst verwenden. Was bei mir durch den Staffel-3-Trailer Befürchtung ausgelöst hat (dass Cad Bane nun Lichtschwertkenntnisse bekommt), ist – der Macht sei Dank – nicht eingetreten. So schnell wie er es von Quinlan Vos ergattern konnte, wird es ihm von Obi-Wan auch wieder aus der Hand geschlagen.
Der Rest des Endkampfes bietet akzeptable Action, die nur leider viel zu hektisch umgesetzt wurde, was man wohl den vielen Sprüngen und den damit verbundenen Kampfschauplätzen zu verdanken hat. Auch Cad Banes fluchtartiger Abgang ist für einen Kopfgeldjäger seiner Klasse unehrenhaft.

Dafür bleibt ihm (und seinen Widersachern Quinlan und Obi-Wan) das Talent erhalten, sofort zu wissen, wohin es ihre Zielperson auf einem Planeten verschlagen hat. Sowohl auf Nal Hutta als auch auf Teth wissen die Drei im Handumdrehen den Aufenthalt ihres Zieles (Ziro) und können ihn somit sofort auf einem Planeten ausfindig machen, was natürlich wieder The Clone Wars-typisch ist. Solche Logikfehler hat es zwar auch schon in den „Alten Filmen“ gegeben, doch wurden diese Fehler so gut verpackt, dass sie so gut wie gar nicht aufgefallen sind … in all den atemberaubenden Effekten.

Zu Beginn dieser Kritik habe ich Ziros Tod durch Sy Snootles erwähnt. Die Sängerin des selbstgekrönten Huttenkönigs bekommt dadurch eine interessante Tiefgründigkeit und steigt aus ihrer schlichten und einfachen Rolle einer Tänzerin auf der Bedeutungsskala gehörig nach oben. Ihr Abschlussspruch, wer hätte es schon für möglich gehalten, dass eine so zierliche Figur wie sie Kopfgeldtätigkeiten ausführen könnte, fasst zwar ihren neuen Status gut zusammen, kommt als Schlusssatz für eine Serienepisode aber zu abgedroschen daher.

Quelle: StarWars-Union.de

Schon die letzte Folge war mehr als gewagt, und mehr gewollt denn gekonnt. Auch Die Jagd nach Ziro kann der eigentlich ganz guten Folge Die Geiselnahme nicht das Wasser reichen und muss sich mit sehr miesen 1,5 von 5 Sternen geschlagen geben. Weil es einfach nichts gibt, was die Folge wirklich gut macht. Bis auf die Flammenwerfer vielleicht.

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3 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Die Jagd nach Ziro

  1. graval says:

    Also ich fand diese Folge eigentlich ja ganz nett. Quinlan Vos ist in den Comics aber cooler und düsterer, hier war er ein Spassbolzen par Excellence. :/ Sy Snootles nervte aber ein bisschen, erst bei Ziros Tod fand ich sie wieder lustig. 🙂 Momol, 3 Punkte gehen in Ordnung.

  2. graval says:

    Doch doch. 🙂

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