Star Wars: The Clone Wars – Attentäter

Attentäter ist die siebte Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Padawan Ahsoka Tano wird von wiederkehrenden Visionen geplagt. Sie ist davon überzeugt, dass Aurra Sing noch am Leben ist und Senatorin Padmé Amidala nach dem Leben trachtet, und beschließt deshalb, die Senatorin bei einer diplomatischen Reise nach Alderaan zu beschützen … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Dem Programmchef von Kabel Eins habe ich es zu verdanken, dass ich trotz Überpünktlichkeit die ersten zwei oder drei Minuten von Attentäter verpasst habe. Die für 10.45 Uhr geplante Ausstrahlung begann bereits um 10.37 Uhr, ganze acht Minuten früher. Die mir fehlenden Minuten werden demzufolge in dieser Kritik ausgelassen; die Kritik bezieht sich demnach lediglich auf die darauffolgenden ca. 18 Minuten.
Als ich eingeschaltet habe, habe ich in etwa das oben gezeigte Bild gesehen.

Attentäter gelingt es, mit einem Verzicht auf große Kriegshandlungen und den damit verbundenen Kämpfereien einen grandiosen Spannungsbogen aufzubauen, der sich über die ganze Folge hinwegzieht. Obwohl erst am Ende ein kleines Duell zwischen Ahsoka und der gesuchten Aurra Sing stattfindet, ist die Folge spannend und fesselnd wie bisher keine andere. Neben Ahsoka fragen sich auch die Zuschauer, inwieweit Aurra Sing, sollte sie tatsächlich noch am Leben sein, über die Sicherheitspläne von Ahsoka, Captain Tycho & Co. Bescheid weiß, und inwiefern sie versucht, diese zu umgehen, um sich für einen unbekannten Auftraggeber an Senatorin Padmé Amidala zu rächen.

Ahsokas ständigen Visionen bringen die Ermittlungen zwar mit kleinen Schritten voran, irritieren die junge Spürnase aber auch. Spätestens nach der Rettungsaktion, basierend auf „falschem Alarm“, sollten sich Padmé und ihre Gefolgsleute allerdings gefragt haben, ob es Ahsoka mit ihrem Drang nach absoluter Sicherheit nicht übertreibt. Immerhin gab es bis auf ihre Visionen keinerlei Beweise für a) das Überleben der Attentäterin Aurra Sing und für b) einen geplanten Angriff auf Padmé Amidala. Etwas eigenartig dürfte daher die durch und durch positive Reaktion von Padmé auf Ahsokas Beharren auf Schutz sein. Aber gut, dafür wird die freundschaftlich-harmonische Beziehung zwischen den beiden Schönheiten sehr gekonnt dargestellt.

Nicht nur die Freundschaft sondern auch die restliche Episode darf sich über eine nahezu makellose Inszenierung freuen. Hektik, entstanden durch einen von den Macher entwickelten Zeitdruck, entsteht nie, was die Folge im Vergleich zu den meisten Folgen der ersten beiden Staffeln der Serie hervorhebt. Neben der tollen Inszenierung sind auch die Animationen der Gesichter, die auf Grund der fehlenden, aber nicht vermissten, Action mehr denn je im Mittelpunkt (der Kameraeinstellungen) stehen, die Emotionen sehr gut vermitteln.

Leider nicht so überzeugend ist die Grundidee des Drehbuchs, das Ahsoka mit ihren Visionen in den Vordergrund stellt. Anakin, Ehemann und Große Liebe der Senatorin, hätte schließlich genauso von Visionen geplagt sein müssen wie Ahsoka es war, schließlich erhält er „irgendwann“ später eine Vision über Padmés Tod bei der Geburt ihrer Kinder. Oder habe ich da etwas zu Beginn der Folge verpasst?

Aurra Sing wird mit dem Mysterium ein hoher Stellenwert in der bisherigen Serie verliehen, welcher selbst durch ihren leicht misslungenen Endkampf gegen die junge Jedi-Anwärterin nicht gemindert wird. Die Fragen, wo sie sich aufhalten könnte und/oder wie sie nach Alderaan gelangt ist, stellt man sich die ganze Folge lang; sie werden auch nicht am Ende geklärt, was aber nur eine Auflösung ihres Mysteriums um ihr Können bewirkt hätte. Von daher begrüße ich die Entscheidung der Entwickler, diese kleinen Geheimnisse unbekannt zu lassen.

Als Entschädigung für die Neugierigen unter den Zuschauern wird dafür das Mysterium um den unbekannten Auftraggeber gelüftet. Der Auftraggeber entpuppt sich später als Ziro, dem Hutten, was ich für eine nicht sonderlich kluge Entscheidung halte. Zwar darf man sich fragen, wie viel Macht er in seiner wie gewohnt weniger als  spartanisch eingerichteten Zelle wirklich hat, doch wäre zum Beispiel Nute Gunray als Auftraggeber (wie auch schon in Episode II – Angriff der Klonkrieger) weitaus wahrscheinlicher und realistischer gewesen.

 

Quelle: StarWars-Union.de

Nichtsdestotrotz ist Attentäter eine fabelhafte Folge der The Clone Wars-Serie und erhält sehr gute 4 von 5 Sternen, mit Tendenz zum Besseren.

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10 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Attentäter

  1. siver says:

    Toll. EINMAL bin ich verhindert und kann die Folge leider nicht sehen. Was passiert? Ich verpasse eine 4 – Sterne – Episode -.- …

  2. Lichtschwert says:

    Und aufnehmen?
    In ’nem halben Jahr oder so kommt sicherlich die DVD-Version raus. Und zur Beruhigung: ich habe den Anfang auch verpasst; du stehst also nicht ganz alleine da. 😉

  3. siver says:

    So schlimm ist es ja auch nicht. Und nächste Woche bin ich wieder dabei :).

  4. graval says:

    Sag mal, hab ich das nur gemeint, oder gab es heute keine Werbepause? Bin grad verwirrt. Aber ja, nette Folge. 3 Sterne. Maximal.

  5. Lichtschwert says:

    @ siver
    Schön zu wissen. =)

    @ graval
    Doch, die gab es. Mit TV-Vorschau auf „Der Klient“ mit Tommy Lee Jones, nach John Grishams Bestseller.

  6. graval says:

    Hey ich raffs echt nicht mehr. Ich glaub ich hab irgendwie gepennt. Oder so. ^^

  7. Lichtschwert says:

    Bei The Clone Wars eingeschlafen? Schande über dich! Tausend Jahre Fegefeuer!

  8. graval says:

    Nein, ich hab den Anfang (Ahsoka und Anakin vor dem Jedi-Rat) sowie den Schluss (Ziro im Gefängnis) im Kopf, und auch dazwischen mag ich mich erinnern, aber Werbung? Nein… ^^

  9. Lichtschwert says:

    Habe ich zu Beginn eigentlich etwas verpasst?

  10. graval says:

    Also ich hab den Anfang vom Newsreel verpasst, und noch die Wiederholung von der ganzen Mandalore-Sache gesehen, die offenbar als Vorgeschichte zu dieser Folge diente. Und dann treten Anakin und Ahsoka vor den Rat und Anakin wird nach Balith geschickt, während Ahsoka in der Bibliothek arbeitet, mal wieder. 😀

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