1492: Die Eroberung des Paradises – Soundtrack

Die Musik des gleichnamigen Historienfilms aus dem Jahre 1992 wurde vom griechischen Musiker Vangelis komponiert. Die CD beinhaltet zwölf Lieder mit einer Gesamtspiellänge von ca 54.42 Minuten.

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Quelle: Amazon.de

Vangelis liefert mit diesem Score ein wahres Klangerlebnis ab. Mit der lediglich aus Synthesizern erstellten Musik versetzt er den Hörer in einen tranceartigen Zustand, in den man sich immer und immer wieder versinken möchte. Die ruhigen Töne der Musik finden Platz in zahlreichen Lebenssituationen, sodass man sie abends beim Einschlafen, im Bus, bei der Arbeit oder einfach nur beim Aufräumen hören kann. Sie wird weder dröhnend unangenehm noch unruhig empfunden, man würde sie am liebsten nach einem schön beruhigenden Saunengang beim Entspannen hören.

Vangelis‘ CD beginnt mit einem simplen, fast eineinhalb-minütigen Opening, das einzig und allein nur dazu dient, die Spannung auf das überzeugende Titellied, Conquest of Paradise, zu steigern. Das Titellied fand erst 1994, zwei Jahre nach dessen Veröffentlichung, als Begleitmusik des Einmarsches des damaligen Boxers Henry Maske die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht, und die es eigentlich auch auf der CD sucht. Mit gerade einmal einem weiteren, eher unbedeutenden Auftritt in Twenty Eighth Parallel, dem grandiosen vorletzten Song auf der CD, findet das Main Theme viel zu wenig Verwendung. Ein häufigerer Einsatz dieser klasse Melodie hätte der CD sicherlich den fehlenden Roten Faden in Sachen Melodie eingebracht.

Doch wirklich missen tut man den musikalischen Roten Faden nicht, denn auch die restlichen Lieder überzeugen mit ihren eigenen Stilen, die zwar alle an das Spanische erinnern, doch alle eine andere Emotion ausdrücken könnten. Besonders hervorzuheben ist, dass zahlreiche Lieder ineinander verlaufen. Hört eines auf, beginnt sofort das nächste mit derselben Melodie, ohne dass man es mitbekommt, was den schönen Traumeffekt noch weiter verstärkt. Aus einzelnen Liedern, die übrigens eine durchschnittliche Länge von ca. 4.33 Minuten haben, ergeben sich so bis zu über 18-minütige Lieder.

Die für eine CD recht kurze Spieldauer von nur fast einer Stunde verhindert zwar, dass dem Hörer die sehr traumartige Musik auf Dauer zu viel wird, jedoch fehlt nach einer guten halben Stunde der Pepp, vielleicht auch die (zwar vorhandene, aber zwischen so manchen Liedern wegen des gleichbleibenden Stils nicht sehr ausgeprägte) Abwechslung. Doch kurz bevor die Musik droht, in Einheitsbrei zu versinken, reißen die beiden letzten Lieder [Twenty Eighth Parallel, Pinta, Nina, Santa Maria (Into Eternity) – beides fünf Sterne; Letzteres habe ich sogar als Hintergrundmusik für meinen eigenen Paris-Studienfahrtfilm verwendet] das Ruder herum und versetzen den Hörer in einen fantastischen Rausch der Sinne.

Der Score zu 1492: Die Eroberung des Paradises erhält starke 4,5 von 5 Sternen. Die einzige Schwäche – die ungefähr zu Beginn der zweiten Hälfte einsetzende musikalische Eintönigkeit – wird durch einen zwar viel zu selten eingesetzten, dafür aber dennoch tollen Main Theme sowie den einzigartigen Traumstil gekonnt ausgeglichen.
Der gleichnamige Film von Ridley Scott wird sobald wie möglich angeschaut.

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