Star Wars: The Clone Wars – Die Akademie

Die Akademie ist die sechste Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Der friedliche Planet Mandalore befindet sich im Würgegriff der Korruption. Herzogin Satine wendet sich in ihrer Not an den Rat der Jedi. Ahsoka erhält den Auftrag, Kadetten auf Mandalore zu unterrichten, um der Korruption endlich Einhalt zu gebieten … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

In Die Akademie findet der zweite Mandalore-Mehrteiler seinen Abschluss. Ein möglicher dritter Mehrteiler könnte sich um Pre Vizslas geplante Invasion Mandalores drehen, dessen erhoffte Unterstützung vom Volk er durch diesen Zweiteiler aber wohl verloren haben dürfte, denn sowohl die Gefahr eines Krieges, die im ersten Mehrteiler behandelt wurde, als auch die negativen Seiten des Schwarzmarkthandels wurden beseitigt, was das Volk des ehemaligen Kriegerplaneten freundlich und somit Herzoginnen-positiv gestimmt haben dürfte. Es sei denn, die Bändigung der Korruption und des Schwarzmarkthandels schnürt die Versorgungswege Mandalores noch weiter zu und lässt das Volk noch weiter leiden, was Vizsla dann wiederum weitere Sympathie schenken dürfte.

Doch welchen SchwachSinn sich die Entwickler um Dave Filoni & Co. auch für Vizslas Invasion einfallen lassen, ungewiss die Zukunft ist, deshalb richte ich die kommenden Zeilen auf die jetzige Folge, anstelle mir zu viele Gedanken zu machen, was die Entwickler handlungstechnisch in einen dritten Mehrteiler einbauen könnten.

Die Regie dieser Folge wurde ebenfalls von Giancarlo Volpe, einem der besten Hollywood- TCW-Regisseure überhaupt, übernommen. Seiner erneut gekonnten Handschrift hat Die Akademie es zu verdanken, dass die Bewertung nicht allzu unterirdisch ausfällt, obwohl es genügend Kontra-Argumente gäbe. So können selbst die akzeptablen Computeranimationen, die die sonst so abstoßenden Gesichter, Mimiken und „Körper“ der Mandalorianer hier nicht ganz so holzig wirken lassen, nicht die jedem Kind offensichtlichen Schwächen, die sich in das Drehbuch eingeschlichen haben, ausbügeln. So ist viel zu leicht zu „erraten“, dass es sich bei dem korrupten Regierungsbeauftragten um Premierminister Almec handelt. Welcher andere Regierungsbeauftragte müsste einen Umhang mit Kapuze tragen, um den Zuschauern seine Identität zu verheimlichen? Almec ist der einzige Regierungsbeauftragte, den die Zuschauer überhaupt kennen. Zwar hatten die Finanzministerin und der Innenminister in der vorangegangenen Serienepisode kleine Gastauftritte; die jedoch waren so unbedeutend, dass sie als Täter in den Reihen der Regierungsbeauftragten von vornherein nicht in Betracht kamen. Korruption ließ gegen Ende bereits vermuten, dass das höchste Tier in der Korruptionskette innerhalb der Regierung Premierminister Almec war; es schien daher schon nahezu unnötig, der Suche und Enttarnung des Verantwortlichen der Korruption auf Mandalore die Hälfte der Serienfolge zu widmen.

Dessen Enttarnung, von Jedi-Beauftragter Ahsoka Tano persönlich durchgeführt, zerstört übrigens die Mystik, das Faszinierende von Darth Sidious‘ Rolle in den Prequels. Premierminister Almec, wie auch Sidious getarnt von einer dunklen Kutte, ist in einem Hologramm nicht zu erkennen, was sich aber durch einen „Hologrammerkenner“ (?) ändern lässt. Fragt sich nur, warum so manch einer dieses Mittel nicht bei der Identitätsfindung von Darth Sidious eingesetzt hat …

Filmzeitlich vorher brechen die Auszubildenden in ein Regierungsgebäude ein, in dem zu eben jener Zeit ein Treffen der Korrupten stattfindet. Die besondere Ausbildung der Jugendlichen begründet zwar noch den recht schnellen Einbruch in das Gebäude, nicht aber ihr Glück, heilvoll wieder von dort zu verschwinden. Dass an solchen Orten Wachen postiert sein sollten, dürfte selbstverständlich sein. Wohl leider nicht für The Clone Wars

Auch ist die Begründung der jungen Ermittler, dass die Lebensmittelvorräte auf Grund der hohen Anzahl an Lebensmittelkisten in der Lagerhalle nicht rar wären, ebenfalls sehr fragwürdig. Besteht in einem Land (oder wie hier auf einem Planeten) ein Lebensmittelvorrat, so heißt das nicht unbedingt leere Lagerhallen, sondern ein Lagerbestand für einen nur noch kleinen Zeitraum. Wären die Lebensmittellager leer, so gäbe es überhaupt kein Essen mehr auf Mandalore, was einem sofortigen Ende der Bevölkerung des Planeten gleichkommen würde. Von daher ist die Aussage der Jugendlichen definitiv unlogisch, zumal sie lediglich eine von sicherlich tausenden Lagerhallen zu Gesicht bekamen. Noch dazu nur einen kleinen Bereich des Gebäudekomplexes.

Bevor der ganz nett inszenierter Endkampf zwischen Ahsoka, den Akademikern, Satine, Almec und seinen Handlangern beginnt, erfährt man noch, dass in den Gefängnissen Mandalores den Bedürfnissen der Gefangenen keine Beachtung geschenkt wird, denn Bett, Klo, Waschbecken und einen Stuhl werden Inhaftierte wohl genauso vermissen wie ihre Freiheit. Aber das nur kurz am Rande.

Quelle: StarWars-Union.de

Warum Die Akademie trotz der zahlreichen negativen Punkte doch noch gnädige 2,5 von 5 Sternen erhält? Weil trotz der Verfehlung des wohl wichtigsten Kriteriums einen Krimis – der Spannung – die Atmosphäre stimmt. Giancarlo Volpe gelingt es erneut, dank einer überzeugenden Darbietung die Schwächen des Drehbuchs, geschrieben von Katie Lucas, Cameron Litvack und Drew Z. Greenberg, einigermaßen auszugleichen und dem Gesamtbild der Folge einen doch noch leicht befriedigenden Touch zu verleihen.

Advertisements

Hast du Senf dabei?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s