Star Wars: The Clone Wars – Einflussbereiche

Einflussbereiche ist die vierte Folge der 22-teiligen dritten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Die Familie des Vorsitzenden Papanoida ist entführt worden und wird gegen ein Lösegeld festgehalten. Ahsoka muss mit der Senatorin von Pantora, Riyo Chuchi, zusammenarbeiten, um dem neuen Vorsitzenden dabei zu helfen, seine Familie zurückzubekommen, bevor die Handelsföderation die Zukunft seines Planeten übermäßig beeinflussen kann … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars.com

Für Fans dürfte Einflussbereiche eine The Clone Wars-Folge der besonderen Art sein. Denn George Lucas‘ bislang einzige Filmrolle aus Episode III – Die Rache der Sith aus seiner eigenen Saga wird in dieser TCW-Folge zur Hauptfigur. Für die Entwickler hieß das nicht nur, George Lucas zu digitalisieren und in The Clone Wars-Gestalt zu erstellen, sondern, ihrem Chef in den Arsch zu kriechen. 😉 Das tun Dave Filoni & Co. nämlich mit Einflussbereiche, denn Baron Papanoida, George Lucas‘ Charakter, der in Episode III nur als Statist auftrat und über dessen Privatleben und Wesensart nur wenig bekannt war, wird dem Zuschauer hier als gutmütiger, herzlicher, freundlicher Vater mit Intelligenz, Schieß- sowie Verhandlungstalent präsentiert. Im Prinzip also als perfekter Mensch. Und so kennen wir George Lucas ja auch. Ähäm.

Trotz der übertrieben perfekten Darstellung gefällt mir Baron Papanoida und gehört für mich daher zu der gelugenen Sorte von Charakteren, die in The Clone Wars ihren (eigentlichen) Ursprung hatten.
Dass Papanoida trotz allem eine Schwäche hat, ist dabei nicht unbedingt den Machern sondern lediglich den Drehbuchautoren zuzuschreiben. Die nämlich ließen eine äußerst einflussreiche wie wichtige Person wie Baron Papanoida lediglich in Begleitung seines halbstarken Sohnes in gefährliche Gebiete reisen, ohne jegliche Eskorte. Dass es bei seiner Reise nach Tatooine auch die ein oder andere kleine Schießerei gibt, ist bei dieser Serie selbstverständlich; dass Papanoida diese Schießerei aber fast im Alleingang wieder beendet, ist für einen Abgesandten keine Selbstverständlichkeit.
Man erinnere sich, dass auch Königin Amidala mehr als zehn Jahre zuvor nebst größerem Kleiderschrank wohl ihre gesamte Leibwächtergarde in ihrem Raumschiff mitführte, und während ihrer späteren Reise als Senatorin nach Naboo/Geonosis bekam sie sogar einen Jedi-Beschützer zur Seite gestellt.

Umso erfreulicher ist es, dass dies nun endlich eine Senats-/Senatorinspektions-Folge mit einem geringen Padmé-Amidala-Anteil ist. Nach nunmehr viel zu vielen Senatsfolgen, in denen Padmé die talentierte Protagonistin ist, wird in Einflussbereiche die Arbeit jemand anderem überlassen.
Neben Papanoida sind das nämlich auch Ahoska Tano und Senatorin Riyo Chuchi, wobei Letztere dank verbesserter Animationen noch weiter an Schönheit gewonnen hat. Ahsoka und Senatorin Riyo scheinen bereits eng befreundet zu sein, was man in der bisherigen Serie noch nicht mitbekommen hat. Die Gründung der Freundschaft zwischen den beiden Schönheiten dürften sich die Macher sicherlich für ein weiteres der bereits zahlreich vorhandenen Prequels aufgehoben haben.

Im Gegensatz zu Papanoidas Sohn, der als einziger des animierten Casts mit einem nicht sonderlich attraktiven Gesicht gebrandmarkt ist, überzeugen die Bewegungen, Mimiken und Gestiken der Charaktere. Emotionen kommen durch die Gesichter gut zur Geltung. Sehr zu loben sind außerdem die deutschen Synchronstimmen, allen voran die des Baron „George Lucas“ Papanoida, dessen Stimme perfekt zum Charakter und zum Äußeren passt. Überrascht dürfte man aber durch Greedos mir bislang unbekanntes Talent, Basic zu sprechen, sein. In Einflussbereiche spricht er nämlich kein Wort Rodianisch, wie er es etwa während des Gesprächs mit Han Solo in Episode IV – Eine neue Hoffnung getan hat, sondern jedes einzelne Wort in Basic, der Allgemeinsprache, was ich ein wenig schade finde, da er damit auch eine kleine Alien-Besonderheit verliert.

Quelle: StarWars.com

Neben altbekannten Gesichtern wie Jabba the Hutt und seinen Sohn Rotta bekommen die Zuschauer eine im Prinzip einwandfreie Inszenierung geboten, die lediglich unter dem etwas einfachen Drehbuch leidet und der damit verbundenen Tatsache, dass sich Papanoida viel zu selbstlos allein auf eine solche Mission begibt.
Die Folge gibt ansonsten nicht viel besonderes her, weshalb sie die 2,5 von 5 Sternen mit Tendenz zu Besserem auch nicht übertreffen wird.

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8 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Einflussbereiche

  1. graval says:

    Ich fand die Folge ganz gelungen, momentan etwa Nummer 2 der 3. Staffel. Dass Greedo Basic spricht, finde ich auch kacke (vorallem wenn er vom Spongebob-Sprecher synchronisiert wird -.-), ebenso die Designs des Papanoida-Anhangs, die alle ein bisschen unförmig aussehen. Sorry, Georges Familie.

    Finde es aber auch etwas fragwürdig, dass die Neimoidianer nun nicht nur als Separatisten-Henchmen dargestellt wurden, sondern auch gut sein können. Das, und die Diskussion über „ich werde im Senat ein gutes Wort einlegen“, verwirrt doch jüngere Zuschauer sehr. Auch wenn ich beides begrüsse. 🙂

    Ansonsten fühlte ich mich von dieser Episode bestens unterhalten. Coole Wild-West-Schiesserei, Greedo (♥), Riyo Chuchi (♥♥♥) und Baron Papanoida, den ich eh cool finde. 🙂

  2. maloney8032 says:

    Ist doch schön wenn george lucas wider ein neues Hobby gefunden hat 😀 and a \o/ for ahsoka 😀

  3. Lichtschwert says:

    Die Folge hat eigentlich nicht viele Schwächen gezeigt, doch über 2,5 Sterne ist sie bei mir nicht hinausgekommen. Dafür war sie zu durchschnittlich.

    @ maloney8032
    Wofür steht denn \o/ ?

  4. graval says:

    Ein Männchen, das die Hände vor Freude hochstreckt. 🙂

  5. maloney8032 says:

    Ja weil Ahsoka sooooo toll ist 😀

  6. Lichtschwert says:

    @ graval
    Achso.

    @ maloney8032
    Ihre Wandlung vom nervigen Padawan aus dem Kinofilm bis zur praktischen Gefährtin von heute ist schon erstaunlich.

  7. maloney8032 says:

    …und es wird hoffentlich noch besser 😀

  8. Lichtschwert says:

    Ungewiss die Zukunft ist, doch voll mit Hoffnung wir ihr entgegen sehen!

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