Two and a half Men: Staffel 2

Junggeselle Charlie versucht, sich (nicht sehr angestrengt) an den Namen des Mädchens zu erinnern, das gerade oben duscht.
Charlies verklemmter, geschiedener Bruder Alan ist stolz, als er im San Fernando Valley als Chiropraktiker des Jahres ausgezeichnet wird. Und Alans elfjähriger Sohn Jake ist nur zufrieden, wenn er eine Safttüte in der einen und die Fernbedienung in der anderen Hand hält. Die Jungs leben jetzt seit einem Jahr zusammen und haben kapiert, dass zweieinhalb Männer eine Familie bilden. Oder so ähnlich … (Quelle: Amazon.de)

Die zweite Staffel der zur Zeit wohl erfolgreichsten Sitcom ist aus demselben Holz geschnitzt wie die erste Staffel. Die Gags der Serie Two and a half Men sind genial, zünden jedes Mal und werden von den Machern keinesfalls sparsam eingestreut. Die Darsteller von Alan, des kleinen Jakes, der Putzfrau Berta und – trotz der zahlreichen negativen Kritken – auch des Hauptdarstellers Charie – Charlie Sheen – passen perfekt zu ihren Rollen; man kann und mag sich keine anderen Schauspieler in diesen Rollen mehr vorstellen.

Das Prinzip der ersten Staffel ist bei den Zuschauern eingeschlagen wie eine Bombe. Die Macher setzten also auf Altbewährtes und produzierten die darauffolgende Staffel im gleichen Stil, was zwar Qualität und Lachmuskelanfälle garantiert, der Staffel aber gleichzeitig schadet. So bringt die zweite Staffel mit ihren 24 Folgen wenig Neues. Die Rollen sind die gleichen geblieben, so wird der Loosertyp Alan noch immer von seiner Exfrau mit Alimenten geplagt; Charlie krallt sich jede Frau, die ihm über den Weg läuft, ob verheiratet oder single, und auch die restlichen Gefährten schlagen sich mit denselben Nöten, Zweifeln, Ängsten um wie bisher.
Diese Eintönigkeit und das Fehlen neuer Ideen lässt den Zuschauer trotz der zahlreichen und brillanten Gags hoffen – letztendlich vergeblich -, dass die zweite Staffel doch bitte ein wenig Neues einführen mag.

Nachdem sich die Rollen in der ersten Staffel aufgeteilt haben, fallen sie in der zweiten Staffel aufeinander her. So wird die in der ersten Staffel noch perfekte Chemie zwischen den Darstellern und Rollen in der zweiten Staffel mehr oder weniger stark angekratzt durch Sticheleien, Kappeleien und Beleidigungen. Diese sorgen zwar üblicherweise für Unterhaltung (auch in anderen Fernseh- und Kinoproduktionen; bestes Beispiel dürften wohl die Droiden aus Star Wars sein – R2D2 und C-3PO), funktionieren aber nur dann gut, wenn diese Kappeleien in einer ansonsten guten Beziehungen ausgetragen werden.
Bei einer Unterhaltung zwischen Alan und Charlie über das, was die Serie am meisten ausfüllt – Sex -, gibt Charlie seinem Bruder den Tipp, beim Sex an etwas völlig abtörnendes zu denken, um auch der Frau einen Höhepunkt zu bescheren. Dies läuft in etwa so ab:

Charlie: Alan, um der Frau auch einen Höhepunkt zu bescheren, musst du an etwas denken, was überhaupt nichts mit Sex zu tun hat. An etwas, das dich total abtörnt.
Alan: Aha. Gut … und an was denkst du da so … ?
Charlie: An dich.

Tolle Wortgefechte, die auf Dauer aber die Chemie zwischen den Darstellern/Rollen zerstören.

Trotz der kränkelnden Beziehungen zwischen den Charakteren sowie eines ständig wiederkehrenden Handlungsprinzips überzeugt die zweite Staffel durch zündende Gags. Der Spaßfaktor beim Anschauen ist nachwievor sehr groß, was die zweite Staffel von Two and a half Men auf 4 von 5 Sternen verhilft.

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One Response to Two and a half Men: Staffel 2

  1. Andy says:

    Die zweite Staffel fand ich noch richtig gut. Erst ab 4 oder 5 lässt es dann massiv nach mit den immer gleichen Witzen und Situationen.

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