Vergebung (Film)

Vergebung ist der Abschluss der Millennium-Trilogie.

Nach dem gewaltsamen Zusammentreffen mit ihrem Vater Alexander „Zala“ Zalatschenko liegt Lisbeth Salander schwer verletzt im Sahlgrenska-Krankenhaus in Göteborg. Auch ihr Vater hat die Auseinandersetzung überlebt und liegt einige Zimmer weiter im gleichen Krankenhaus … (Quelle: Wikipedia.de)

Klicken für Großansicht

Vergebung setzt storytechnisch direkt an Teil 2 – Verdammnis – an. Es empfiehlt sich also, die beiden Teile mit möglichst geringem Zwischenabstand anzuschauen, die nicht nur storymäßig sehr nah aneinander liegen. Auch die Inszenierung folgt demselben Muster. Die Verantwortlichen in den hohen Rängen, allen voran Regisseur Daniel Alfredson und Drehbuchautor Jonas Frykberg, setzen erneut viel auf die Kraft der Dialoge, der stillen Szenen, die in Teil 2 der Millennium-Trilogie schon viel Verwendung fanden. Leider vermögen die actionlosen Szenen den fast zweieinhalb Stunden langen Film nicht interessant zu machen. Verdammnis und Vergebung ähneln sich in fast allen Punkten, bis auf einen. Und dieser ist die Gerichtsverhandlung mit den Klägern auf der einen und Lisbeth Salander mit provokativem Auftreten und Aussehen auf der anderen Seite. Lisbeths Wortgefechte mit dem Kläger Teleborian sind schön anzuhören/anzusehen und elegant schlagfertig, was die Längen des gut 2,5h-Films etwas auszubügeln vermag.

Überraschend für all diejenigen, die die Romanvorlage nicht gelesen haben, dürfte Zalas früher Filmtod sein. Zala, Lisbeths Vater, spielte in Verdammnis die Rolle des Bösen, überlebte den finalen Kampf und liegt zu Beginn von Teil 3 – Vergebung – mit Lisbeth in derselben Intensivstation. Von einem der Bösen wird er dann erschossen (der Täter nimmt daraufhin Selbstmord), woraufhin lediglich Teleborian als Lisbeths Widersacher übrigbleibt.

 

Klicken für Großansicht

In Vergebung findet die Millennium-Trilogie in meinen Augen keinesfalls ihren Höhepunkt, wie es im Trailer versprochen wird. Vergebung ist ein schwaches Finale, das wohl eher den begeisterten Lesern von Stieg Larssons Büchern gefallen dürfte. Die in den Romanvorlagen anscheinend so perfekt geschriebene Spannung kommt nur selten bei den Nichtkennern an. Auch die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller – Noomi Rapace und Michael Nyqvist – geht im emotionslosen, düsteren und trockenen dritten Teil unter.
Der Höhepunkt der Millennium-Trilogie ist somit weder Verdammnis oder Vergebung, sondern Verblendung; ein Film, der mit Action, Spannung und Anspruch zu überzeugen wusste.
Vergebung erhält 3 von 5 Sternen.

Advertisements

Hast du Senf dabei?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s