Forest Gump

Ungefähr seit Anfang des Schuljahres arbeiten wir (meine Klasse, bzw. jeder einzeln) an einem Projekt im Schulfach Freie Dreidimensionale Gestaltung (ihr erinnert euch: bei mir in der Schule gibt’s so eigenartige Namen …). Dieses Projekt schrieb vor, dass wir einen Gegenstand anfertigen sollen, der ÜBERHAUPT KEINEN Nutzen haben darf, also höchstens nur als Dekoration verwendet werden kann.
Die Materialien standen uns frei. Allerdings gab uns der Lehrer entweder zwei ca. einen Meter lange Holzlatten oder zwei ca. einen Meter lange Eisenstangen. Wir konnten zwischen diesen beiden Optionen wählen und mussten die Sachen in unser Kunstobjekt einbauen.

Lange Zeit galt dieses Fach als mein Hassfach, da der Lehrer, den wir immer in der 8. bis 10. Stunde (von 14.00 bis 16.30 Uhr) hatten, uns sehr unmotiviert und nicht sonderlich hilfsbereit unterrichtete. Nunja, irgendwann sagte er dann, dass er das, an dem ich arbeitete, ziemlich gut fand, von da an wurde es eigentlich besser und ich ging mit wesentlich mehr Elan an das Projekt heran.

Ursprünglich wollte ich eine Art Kleiderbaum erstellen. Übrigens habe ich mich für die beiden Holzlatten entschieden.
Als ich ihm von der Idee des Kleiderbaums erzählte, erinnerte er mich daran, dass der Gegenstand kein Gebrauchsgegenstand sein durfte (ein Beispiel: Stühle waren verboten). Dann habe ich das Kleider- gestrichen und habe -baum gelassen, und habe aus den zwei vorgegebenen Holzlatten und fünf weiteren selbstgekauften einen Holzlattenbaum gebaut. Die Latten habe ich mit unterschiedlichen Farben angestrichen und später mit Schrauben aneinander befestigt.

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Zu Beginn des Projekts hat meine Mutter aus Langeweile (und aus Mutterliebe) ein Bleistiftmodell für mich angefertigt, was ich während der gesamten Produktion in der Schule dabei hatte. Gemeinerweise habe ich das Modell als Eigenkreation bezeichnet. :mrgreen:

Gegen Ende des Projekts hieß es dann, wir sollten uns einen Namen für das Objekt ausdenken. Mir fielen mehrere ein und ich konnte mich nicht so recht entscheiden, weshalb ich dann eine kleine spontane Umfrage in der Klasse gestartet habe und jeden nach seinem Favoriten befragt habe. Obwohl der Name „Woody“ mit fünf Stimmen mit einem Punkt Vorsprung der Sieger war, habe ich mich für den Namen „Forest Gump“ (auf Platz 2) entschieden. Dieser passt, weil „forest“ auf englisch „Wald“ bedeutet und das Objekt schließlich aus Ursprungsmaterialien besteht, die von Bäumen, also aus Wäldern, stammen.

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Die Ähnlichkeit zum Film ist natürlich gewollt. Forrest Gump zählt zu meinen Lieblingsfilmen, was vermutlich ausschlaggebend war, weshalb mir der Name gleich einfiel und ich mich letzten Endes für ihn entschieden habe. Eine Kollegin Klassenkameradin meinte dann noch, dass Forrest im Film im Kindesalter Laufstützen tragen musste und diese „ganz gut“ zu den stelzenartigen Holzlatten passen würden. Oder andersrum.

Zum Schluss hieß es, wir sollten Bilder von unserem Projekt machen und diese beim Lehrer abgeben. Außerdem sollte man – wenn möglich – die Bilder noch bearbeiten, sodass man vielleicht einen guten Hintergrund oder kräftigere Farben hat.

Als Titelblatt habe ich diese *räusper* wunderschöne Photoshop-Bearbeitung verwendet:

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Die Note(n) erhalten wir in knapp zwei Wochen.

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4 Responses to Forest Gump

  1. Wienerschnitzel says:

    Irgendwie erinnert mich das Gestell an ein Tipi.
    Ich find dir ist die Aufgabe gut gelungen, ich erkenn keinen Nutzen darinnen.
    Eine kleine Kritik hab ich aber schon, du hättest die Schrauben ganz reinschrauben können 😉
    Kann aber natürlich auch Absicht sein.

  2. Lichtschwert says:

    „Ich find dir ist die Aufgabe gut gelungen, ich erkenn keinen Nutzen darinnen.“
    Ich hab losgelacht, als ich das gelesen habe. 😀 Unwissende werden es vermutlich als Beleidung auffassen. 😉 Aber ich weiß, was du gemeint hast. Danke schön.

    „du hättest die Schrauben ganz reinschrauben können“
    Können nicht, sollen schon. Selbst mit Elektro-Schrauber ließen sich einige Schrauben nicht ganz reinbohren. Der Bohrer hat nicht mehr gepackt, und wenn doch, hätte das Holz vermutlich darunter gelitten.

  3. Wienerschnitzel says:

    „Der Bohrer hat nicht mehr gepackt, und wenn doch, hätte das Holz vermutlich darunter gelitten.“
    Ich glaub schon dass das Holz das ausgehalten hätte, schaut relativ stabil aus. Was ich natürlich nicht weiß welche Schraubentypen du verwendet hast.
    Aber besser ein bisserl zu vorsichtig, als ein ausgebrochenes Holz. Und solang die Spitze nicht auf der anderen Seite rausschaut passt auch, sonst wär vermutlich die Verletzungsgefahr ein klein wenig höher. 😉

  4. Lichtschwert says:

    Mit Handwerk kenne ich mich fast überhaupt nicht aus. Die Stabilität des Holzes wurde geschätzt, der Schraubentyp ist mir unbekannt und soll es meinetwegen auch immer bleiben. 😉

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