Star Wars: The Clone Wars – Komm‘ nach Hause, R2

Komm nach Hause, R2 ist die 21. Folge der 22-teiligen zweiten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Als eine Bande von Kopfgeldjägern Anakin und Mace in eine tödliche Falle auf Vanqor führt, ist es an R2-D2, sich seinen Weg zurück nach Coruscant zu kämpfen und die Jedi zu warnen … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Auch wenn die 21. Folge den wohl beknacktesten Titel der ganzen bisherigen Serie trägt, ist sie doch ein Highlight der zweiten Staffel, genau wie die vorherigen Episoden auch. Lucasfilm Animation um Dave Filoni scheint den Dreh langsam raus zu haben. Die Inszenierung hat ein Level erreicht, mit dem man als eingefleischter Fan zufrieden sein kann, auch wenn es noch die ein oder andere Kleinigkeit gibt.
Doch diese kleinlichen Fehler, die eigentlich ganz leicht auszumerzen sind, werden durch die hier gezeigte Animationstechnik bei Weitem wieder ausgebügelt. Man betrachte nur einmal das oben eingefügte Bild. Hätte man eine solche Detailarbeit dieses Triebwerks (oder was auch immer es darstellen soll) auch in der ersten Staffel erwarten können? Bei Weitem nicht! Die erste Staffel hat uns grüne Ebenen gezeigt, in denen man keinen Grashalm, nur eine grüne Fläche sieht (Das Blauschatten-Virus), eine spärliche Invasionflotte von gerade einmal drei Acclamator-Kreuzern, um einen ganzen Planeten zurückzuerobern (Die Unschuldigen von Ryloth) und einen nahezu leer gefegten Senat (Das Geiseldrama). In der zweiten Staffel – insbesondere in den finalen Folgen – sieht man einen abstürzenden Venator-Kreuzer, der um Längen besser aussieht als in Die Bruchlandung, in der gleich mehrere gigantische Raumschiffe auf einem Planeten „abstürzen“, doch brennende Triebwerke, Explosionen sowie Schutt und Asche waren in Staffel 1 äußerst rar.
Eine Besserung, die uns die zweite Staffel – vor allem die Episode Komm‘ nach Hause, R2 – gibt, ist also die Animationstechnik. Sie ist hervorragend. Lichteinfall, Schutt, Rauch, Gesichter, Bewegungen. Zu all dem kommt der Sound dazu, der natürlich eine umso größere Bedeutung erhält, wenn der wohl beliebteste Charakter der Sternensaga hier die Hauptrolle spielt – R2-D2, ein Droide, der sich nur durch Pfeif- und Quietschgeräusche artikuliert.

Dieser verleiht der Folge nämlich Unterhaltung und Sympathie. Seine Kämpfe gegen die Gundarks sind spannend, actionreich, lustig (der Tod des zweiten Gundarks durch das Kabel) und dank der bereits aus den realen Star Wars-Episoden bekannten Fights keinesfalls überheblich. R2 schafft es in den Kinofilmen, Kampfdroiden mehr oder weniger professionell auszuschalten. Die Gundarks aus dieser Episode erledigt er ebenso amüsant und trickreich.

Neben R2 hat natürlich auch Boba Fett eine tragende Rolle. An seiner Darstellung wurde im Vergleich zur letzten Folge noch etwas geschliffen. Man erkennt, wie er unter der brutalen Fittiche Aurra Sings zu leiden hat. Zwar unterstützt sie ihn, wo sie kann, und sorgt dafür, dass sein Wille durchgesetzt wird, doch ihre gnadenlose Herangehensweise gegen Unschuldige hat einen großen Einfluss auf Bobas Psyche und sicherlich auch auf seinen späteren Werdegang zum erfahrenen Kopfgeldjäger.

Oben habe ich einige kleine Patzer erwähnt, die zwar durch die bombastischen Animationen wieder wett gemacht werden, allerdings nicht unerwähnt bleiben sollen. Zum Einen hat es mich (leicht) gestört, dass bei all dem Schutt, der auf Anakin und Mace Windu herab fiel, ausgerechnet deren Gesichter frei blieben. Deren Körper waren komplett zugeschüttet, doch ihre Gesichter blieben frei, was leider unrealistisch ankommt.
Zum Anderen – aber das ist wie ein roter Faden in der gesamten Star Wars-Saga – werden Hunderte von Lichtjahren innerhalb weniger Minuten mit dem Hyperraum zurückgelegt. Vanqor – der Planet, auf dem Anakin und Mace verschüttet sind – liegt im OuterRim. Heißt also: ganz weit weg von Coruscant. Dennoch schafft es R2-D2, mit Maces Sternjäger rechtzeitig auf Coruscant im Jedi-Tempel anzukommen, um dort Hilfe zu holen. Diese Hilfe – Ahsoka und Plo Koon – schaffen es dann ebenso schnell wieder zurück nach Vanqor, um die beiden verschütteten Jedi-Ritter vor dem Tod zu bewahren. Selbstverständlich Sekunden bevor das komplette Schiff einstürzt.

Quelle: StarWars-Union.de

Dennoch ist und bleibt die Folge ein Highlight und besitzt die bislang beste Kulisse der Serie. Und den sympathischsten Hauptdarsteller.
4,5 von 5 Sternen.

Advertisements

Hast du Senf dabei?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s