Meine Herbstferien 2010

Eigentlich habe ich ja noch bis montag früh schulfrei, doch heute Nacht enden offiziell die hessischen Schulferien und es ergreift mich zur Zeit die Lust, meine letzten zwei (Ferien-)Wochen Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu schließen.
Vornherein kann man bereits sagen, dass ich sie keinesfalls als Ferien angesehen habe, da es fast jeden Tag etwas für die Schule zu tun gab.

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, als Vorbereitung auf Harry Potter 7.1 die letzten sechs HP-Filme anzuschauen, woraus aber wenig bis nichts wurde, da es einen +14-Minutenfilm zu schneiden gab (ich berichtete), der nun auf eine Länge von 13.21 Minuten gekürzt wurde und etliche Diskussionen, Streitereien und Hasstiraden mit einem weiblichen Teammitglied forderte. Wir waren eine Dreiergruppe und hatten uns mit der Frage, was für uns Kunst sei, befasst. In meinem Part habe ich Musik, Architektur (beides nur ganz kurz), Spezialeffekte und die Natur (beides länger) vorgestellt, die erste Projektpartnerin in ihrem Teil das Cosplayen (cos = costume; play = spielen) und Letztere (und bereits genannte) die klassische Kunst, also das Zeichnen. Bis letzten Dienstag, beim dritten und letzten gemeinsamen Treffen (zweimal mit Übernachtung, also ingesamt fünf Tage), war der Film (so, wie wir ihn geplant hatten) optimal. Jeder war mit dem im Prinzip so zufrieden, wie er und seine Ansichten von Kunst dargestellt wurden. Unglücklicherweise ist das erwähnte dritte Projektmitglied emotional sehr labil, ein Nesthäkchen und lässt sich auch nicht in die Klassengemeinschaft integrieren, was daran liegt, dass sie schon mit gesenktem Kopf und verschränkten Armen in die Schule kommt und den Mund kaum aufbekommt, wenn man mit ihr redet.
Das ist einer ihrer zwei möglichen Gemütszustände. Der zweite, den ich überwiegend bei der Arbeit des Projektes mitbekommen habe, ist aggressiv, hysterisch und egoistisch.
Eine seeeeeehr aufwendig geschnittene Szene (ich war für den Schnitt und damit für die aufwendigste der möglichen Arbeiten zuständig), die mit der Hintergrundmusik „Yakety Sax“ hinterlegt wurde, wurde von ihr herausverlangt. Heißt, ich musste sie aus dem Film herausnehmen; eine Szene, für die ich einmal bis um 02.00 Uhr nachts am Schneideprogramm iMovie 09 (herrliches Programm!) gearbeitet habe. In der Szene, dessen visuelle Aufnahmen mit doppelter Geschwindigkeit abgespielt werden, irren die beiden durch ein Museum (ich war Kameramann und bin deshalb nicht zu sehen), in dem eine Ausstellung gezeigt wird. Was in Normalgeschwindigkeit schon lustig aussieht, weil sie dabei allerlei witzige Faxen machen, sieht in „Zeitraffer“ – vor allem mit der Musik – um ein Dutzend Mal lustiger, was zweifellos dazu geführt hätte, dass die Zuschauer (Lehrer + Klasse) bei unserem über 13-minütigem Film NICHT einschlafen.

Doch nun kam Frau Motzki und meinte, es ginge ihr beim Dreh nicht gut (was man ihr weder beim Drehen noch im dann fertigen Film nicht angemerkt hat), was für sie Grund genug sei, die Szene, für die ich insgesamt vielleicht fünf Stunden gearbeitet habe, herauszuschneiden. Das andere Teammitglied war eigentlich auch dafür, dass die Szene drinnenbleibt, doch Frau Motzki spielte die Karte aus, dass die Szene ja in ihrem Part (wir haben den Film in drei Teile geteilt; jeder bekam also einen Part) gezeigt werden würde und dass sie deshalb entscheiden dürfe, was raus und rein kommt.
Aber darf sie damit etwa über die Gesamtatmosphäre des Films entscheiden, der ohne diese eine Szene deutlich ernster und damit trockener und somit wiederum langweiliger für die Klasse wird, was wiederum zur Folge hat, dass wir keine ganz so gute Note mehr bekommen? Und all das nur, weil sie ungeschminkt (sie geht jeden Tag ungeschminkt in die Schule, man kennt sie also nicht anders) vor der Kamera stand und dabei vermutlich noch ihre Tage hatte (die sie nun mittlerweile seit Wochen ununterbrochen hat und uns/ihren Klassenkameraden das auch deutlich macht/zeigt).

Ich habe erbittert für diese Szene gekämpft und auch den Kompromiss angeboten, dass wir ihre Alternative (sie nimmt sich selbst beim Zeichnen auf und wird zeigen das in Zeitraffer mit 10-facher Geschwindigkeit – also so wie hier) zwar einbauen können, die „Yakety Sax“-Szene dafür aber bitte drinbleiben soll.
Nein, Mrs. Egoistic hat nur ihre Meinung gelten lassen und dies mit all ihrer weiblichen Hysterie und der damit verbundenen Unattraktivität (das ist sie zwar auch ohne hysterischer Laune, aber so verschlimmert sie den Effekt nur) untermauert.

Na gut. Stundenlange Arbeit ist futsch. Meine Abneigung zu ihr wurde zu Zorn und teilweise sogar auch zu Hass (und es dauert lange, seeeehr lange, bis ich einen Menschen hassen lerne), und ich fiebere dem Tag entgegen, an dem die diversen Filme der Klasse (unser Film also eingeschlossen) vorgeführt werden und ich den Kontakt mit ihr auf den absoluten Nullpunkt legen kann.
Sie darf sich nicht wundern, wenn sie in der Klasse nicht gut ankommt. In der herausgeschnittenen Szene sieht man sie mal ganz kurz herzhaft lächeln, was bei ihr so gut wie nie vorkommt. Mit dieser Szene hätte sie vielleicht ein lockereres und besseres Licht auf sie fallen lassen können, aber nein, sie sieht sich lieber selbst im Zeitraffer malen. Ich muss zwar ehrlich zugeben, dass ihre Malszenen gelungen sind, doch die Klasse aus ihrem trägen Dämmerschlaf, den sie nach bereits einer Minute beim Anschauen unseres Films erreichen, vermögen sie nicht zu reißen wie es etwa „Yakety Sax“ geschafft hätte.

Nun. Zurück zum Thema. Der Film füllte einen Großteil meiner Ferien aus. Anstelle der geplanten sechs HP-Filme hatte ich gerade einmal Zeit für die ersten zwei. Geplante Bewerbungen wurden verschoben (evtl. auf das kommende endlich mal vollkommen schulfreie Wochenende), und raus in die nun herbst-winterliche Natur konnte ich auch nicht, da ich nahezu jeden Tag stundenlang an dem Filmprojekt gearbeitet habe. Gerade einmal eine Buchseite habe ich gelesen, wo ich doch in den Ferien Hunderte verschlingen kann; und der Blog ist des Projektes wegen leider auch etwas kurz gekommen.
Ich habe für das Filmprojekt also mein Bestes gegeben.

Auch meine Herbstferien …

Advertisements

Hast du Senf dabei?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s