Die letzten 10 Tage

In den letzten paar Tagen erfuhr mein Blog die längste ungewollte Abwesenheitsphase seit seiner Entstehung. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldig und die Schuld auf die Schule schieben. Die nämlich (aufmerksame Besucher des Blogs werden es aus meinen Kurzmeldungen, die die einzige Abwechslung und Neuerungen brachten, gelesen haben) bombardierte mich in der letzten Schulwoche, die heute endete, mit zwei Klausuren, einer 10-Minuten-Präsentation und einer Großhausaufgaben-Abgabe.

Ich beginne mit der Präsentation im Fach „Betrachten und Bewerten von Kunstobjekten“ (ihr erinnert euch: ich besuche eine Fachoberschule für Gestaltung, da gibt es Fächer mit solch irren Namen ;-)). Das Thema war „Tod“, wir konnten uns ein Thema aus einer Liste aussuchen, die aus Bereichen bestand, die mit Kunst zu tun haben und die Menschheit seit Anbeginn der Zeit beeinflussen und interessieren.

Ich hatte gehofft, dass das Thema relativ einfach zu behandeln sein wird, da einem eigentlich sofort irgendetwas zum Thema Tod einfällt. Sensenmann, Beerdigung, Trauer etc. … Der Macht sei Dank wurde diese Hoffnung auch erfüllt und die Präsentation konnte recht schnell und einfach mit Inhalten gefüllt werden.

In der Hoffnung, mit der Präsentation, die ich übrigens mit einem Gestaltungscomputerprogramm (Adobe InDesign CS3) entworfen habe, und einem gleich danach präsentierten Video mit eingespielten Todesbildern und einer kurzen Szene aus dem Film Der Soldat James Ryan eine sehr gute Note (sprich: 1) zu erhalten, habe ich die Nachmittage der letzten rund 10 Tage für deren Erstellung geopfert. Selbst die Deutsch-Klausur, die am gleichen Tag geschrieben wurde, an dem ich die Präsentation halten musste, geriet bewusst und gewollt in den Hintergrund, in dem Eifer, eine klasse Präsentation abzuliefern. Im letzten Jahr hatte ich bei diesem Lehrer eine meiner wenigen Zweien im Zeugnis, und der Ehrgeiz war zu groß, in diesem Jahr eventuell eine 1 zu schaffen.

Sobald ich in den letzten Tagen von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich mich an meinen geliebten Laptop (jaaaa, das Apple MacBook Pro 17“) gesetzt und oftmals bis 20.30 Uhr an der Präsentation und dem Video getüftelt.
Am Mittwoch war dann der große Tag, der Tag der Präsentation. Eigenartigerweise kann ich mich an den Mittelteil meines Vortrags fast gar nicht mehr erinnern, der Text ist wie aus mir herausgesprudelt, ich kann also nicht mehr sagen, wie ich mich während des Vortrags gefühlt habe, ob ich die Klasse angeschaut habe oder die ganze Zeit über an die Decke, die Wand oder den Boden gestarrt habe.

Das Grund-Layout der PräsentationKlicken für Großansicht

Die Enttäuschung war groß, als ich auf das Layout sowie den Inhalt eine 2 und auf die Stringenz (= sich selbst treu bleiben, Kontinuität) eine 1-2 bekommen habe. Die Note 1 bei diesem Lehrer zu bekommen, scheint unmöglich zu sein. Die Verblüffung bei einigen Klassenkameraden/innen war groß, als sie von meinen 2ern erfuhren, denn für einige war meine Präsentation die beste der bislang gezeigten und hätte laut den Aussagen der Mitglieder eine 1 verdient gehabt.

Umso erfreulicher war die heutige Nachricht, dass ich in der Mathe-Klausur, die wir einen Tag zuvor geschrieben haben, volle Punktzahl erreicht habe. Ich habe mich kein bisschen auf die Klausur vorbereitet, da ich die Themen (Lineare und Quadratische Funktionen :-|) intus hatte. Allerdings habe ich vielleicht auch deshalb eine so gute Note erzielt, weil ich nahezu der ganzen Klasse bei diesem Thema geholfen habe und teilweise/oft unbeabsichtigerweise somit die Rolle des lehrenden Lehrers übernommen habe. Meist außerhalb des Unterrichts, doch auch während des Unterrichts, wenn der Lehrer nicht in Reichweite war. So habe ich mich und die anderen auf die Klausur vorbereitet.

Die erwähnte Deutsch-Klausur war für mich eigentlich auch ganz einfach. Ein Resümee haben wir noch nicht bekommen, auch wenn ich meine Arbeit ganz gut einschätze. Obwohl die Bewertung bei solchen Klausuren sehr subjektiv ausfallen, da es immer nur darum geht, den Nerv des Lehrers zu treffen. Bei Mathe geht es um richtig oder falsch und somit wiederum um Punkte, während zum Beispiel die Deutsch-Lehrer Grammatik, Inhalt und Formulierung selbst einschätzen und bewerten müssen, und sich nicht an einer Musterlösung orientieren können.

Man sieht also, die letzten Tage waren sehr stressig und blog-los. Dies soll sich für die kommenden zwei Herbstferien-Wochen ändern, auch wenn es in ihnen noch eine mittelgroße Hausaufgabe, ein Film-Projekt und eine Englisch-Präsentation über das Pariser Centre Georges Pompidou (in der Studienfahrt Mitte Januar geht es nach Paris!) zu bewältigen gibt. Außerdem fahre ich mit meinen Eltern noch drei Tage in den Schwarzwald, wenn ich mich nicht irre, aber an den restlichen Tagen werde ich schon noch Zeit finden zum Bloggen … 🙂

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