Star Wars: The Clone Wars – Katz und Maus

Katz und Maus ist die 16. Folge der 22-teiligen zweiten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Obi-Wan und Anakin müssen nach Christophsis Vorräte liefern. Der Planet befindet sich unter der Kontrolle der Separatisten. Sie begegnen dem Separatisten-Befehlshaber Admiral Trench und bekommen mehr als sie sich erhandelt hatten … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Katz und Maus ist ein Prequel zu einer Prequelfolge (Der unsichtbare Feind) zu einem Film der Prequels (TCW-Kinofilm) und damit die chronologisch erste, in Deutschland gezeigte Episode, was bereits sehr verwirrend sein kann. Noch verwirrender wird es allerdings, wenn zu dieser Folge noch ein Prequel produziert werden würde, was so gut wie sicher ist, denn bereits zuvor haben Admiral Yularen und Admiral Trench gegeneinander in einer anderen Schlacht gekämpft. Dieser Kampf wird in dieser Episode erwähnt, und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Macher der Serie auch diese Schlacht in mindestens einer Folge behandeln werden.
Meines Erachtens dürfte es der Serie nicht schaden, wenn die Produzenten ein wenig mehr auf die chronologische Struktur achten würden.

Zurück zur Folge. Sie beginnt in einer der selten gezeigten Raumschlachten, die viel zu laserüberladen ist. Wo man auch hinsieht, zucken blaue und orange-farbene Laserstrahlen umher, die den Eindruck erwecken, man befände sich in einer Comicschlacht. Wie auch in der Episode Grievous‘ Hinterhalt muss auch dieser Raumkampf gänzlich ohne Jäger und Bomber auskommen, was ich sehr schade finde. Auch die Kampftaktik wird hier komplett ausgelassen, obwohl die republikanischen Streitkämpfe einen angeblich sehr talentierten und erfolgreichen Taktiker als Feind haben. Man muss sich leider mit einem Haufen von Großkampfschiffen zufriedengeben, die sich aus sicherer Entfernung beschießen, ohne sich gegenseitig in die Zange zu nehmen oder auszubrechen, um eine andere Formation anzunehmen. Ahsokas Taktik, die übrigens aus einem Buch der Thrawn-Trilogie geklaut wurde, in der Folge Sturm über Ryloth aus der ersten Staffel, in der sie der feindlichen Flotte den Rumpf zukehrt, um den Bombern einen reibungslosen Start zu ermöglichen, ist leider die einzige vernünftige Taktik, die bislang in der Serie gezeigt wurde.

Leider lassen auch die Design der beiden wichtigsten Schiffe in dieser Folge – das Tarnkappenschiff und das Kommandoschiff Admiral Trenchs – sehr zu wünschen übrig. Während das Innere des Ersteren sehr klaustrophobisch und realistisch wirkt, was ich positiv bewerte, lässt das äußere Erscheinen vermuten, dass ein einziger guter Treffer das Schiff auseinander reißen könnte, so schmal ist es. Und das Design von Trenchs Schiff wurde nahezu 1:1 von dem der Invisible Hand, General Grievous‘ Flaggschiff aus Episode III – Die Rache der Sith, übernommen, was Grievous‘ Flaggschiff die Individualität, Einzigartigkeit und damit auch seinen Status als gefürchtetes Separatistenschiff nimmt.

Bis auf Anakins veralteten und sehr simplen Trick, mit dem er Admiral Trench letztendlich besiegt hat, wurde die Handlung eigentlich ganz gut umgesetzt. Die Charaktere müssen sich dem Konflikt stellen, ob sie ihre Konzentration nun der Unterstützung der Einheimischen mit Lebensmitteln widmen, was den Konflikt im Orbit aber nicht voranbringen würde, oder ob sie die Rohstoffe auf’s Spiel setzen und ihr Glück versuchen, den Anführer mit einem vernichtenden Schlag auszulöschen, was aber die Einheimischen auf der Oberfläche weiterhin allein dastehen lassen würde.

Bleibt noch zu sagen, dass die gezeigte Action recht spannend umgesetzt wurde, wobei dies wohl auch an der unterhaltsamen Musik liegen könnte, die insbesondere bei dieser Stelle stark zum Vorschein kommt. Auch die Realität der Gesichter, vor allem bei Admiral Yularen, hat sehr stark zugenommen.

Quelle: StarWars-Union.de

Leider wurde meine Konzentration beim Anschauen dieser Episode stark gestört, da wir zu Hause Besuch haben und ständig jemand ins Zimmer kam und vor dem Fernseher herumwuselte. Der Genuss dieser Folge ging bei mir also leider etwas verloren, weshalb meine Bewertung wohl auch negativer ausfällt als wenn ich sie ohne äußerliche Einflüsse angeschaut hätte.
In Erinnerung blieb bei mir eine doch recht spannende Folge, die aber auf Grund einiger serientypischer Fauxpas des Öfteren schwächelte.
Gute 3,5 von 5 Sternen.

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