Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter # 17 – Wider alle Hoffnung

Wieder alle Hoffnung ist der 17. Band der 19-teiligen Das Erbe der Jedi-Ritter-Reihe aus der Star Wars-Literatur.

In den Tiefen des unerforschten Raums haben Luke, Jacen und Mara alles getan, um den bemerkenswertesten Verbündeten überhaupt anzuwerben. Doch weigert sich diese starke Macht, sich an dem blutigen und trostlosen Krieg zu beteiligen, der die Galaxis umfangen hält.

Als Luke versucht, eine widerstrebende Partnerschaft auszuhandeln, holen die Yuuzhan Vong zu einem Schlag aus, um das dünne Band dieser Allianz zu durchtrennen. Dem Angriff im Weg stehen Han und Leia, die einmal mehr einer überwältigenden, vernichtenden Übermacht die Stirn bieten … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: Buch.ch

Nach zwei miesen bis durchschnittlichen Vorgänger-Romanen werden dem Leser nun endlich ein paar nennenswerte Fortschritte im Yuuzhan-Vong-Krieg geboten. Zonama Sekot, das Ziel einer langen Reise von Luke und seiner Truppe, ist nun endlich gefunden und besucht worden. Der Planet scheint die letzte Chance auf einen schnellen Sieg der Galaktischen Föderation zu sein, wobei es nicht im Sinne der Jedi geht, einen vernichtenden Vergeltungsschlag auszuüben; eher, den Yuuzhan Vong ein Überleben in der Galaxis zu sichern. Zonama Sekot und die Streitkräfte der Föderation besäßen zwar durchaus die Macht, es mit der Flotte der Yuuzhan Vong aufzunehmen und die extragalaktischen Eindringlinge zu besiegen, doch ein Genozid an den Yuuzhan Vong würde die Jedi und ihre Mitstreiter zu genau dem machen, was sie zur Zeit bekämpfen.
Überraschenderweise bejaht Jedi-Großmeister Luke, Zonama Sekot als Waffe im Krieg zu gebrauchen, während sein Neffe Jacen das Angebot des Planeten, sich für den Krieg anzubieten, verweigerte. Luke scheint nach mehreren Jahren Krieg sehr verzweifelt zu sein, was seine Sicherheit und die seiner Gefährten – und vor allem die seines Sohnes Ben, der sich im Schlund aufhält – angeht. Ich bin gespannt, wie Lukes und Jacens unterschiedliche Meinungen zu Zonama Sekot Einfluss auf die kommenden Handlungsbögen nimmt.

Nach einer langen Trockenperiode in Sachen Schlachten haben Sean Williams und Shane Dix, die Autoren, die mit Wider alle Hoffnung den dritten und ihren letzten Band in Folge für Das Erbe der Jedi-Ritter abgeliefert haben, nun endlich auch etwas zu bieten. Mit der Schlacht um die Kommunikationsstation am Rand der Unbekannten Regionen erlebt man einmal mehr die anscheinend umbesiegbare militärische Zusammenarbeit des Restimperiums und der Föderation. Großadmiral Pellaeons Darstellung verdankt man, dass man das ehemals verhasste (Rest-)Imperium zu mögen beginnt. Das gilt für den Leser wie auch für die Mitglieder der Galaktischen Föderation.

Wie auch in den beiden Vorgängerromanen ist Nom Anors Untergrundbewegung der wahre Höhepunkt des Romans. Harte Arbeit und kluge Pläne führten ihn auf den Höhepunkt der Macht, von wo aus er sich seines Sieges sicher war und bereits den Sturz des Höchsten Oberlord Shimrra plante. Der Verlust seiner treuesten Dienerin, Ngaaluh, ist wie ein Schlag ins Gesicht und sehr gut in Szene gesetzt. Es bleibt spannend, was mit dem sympathischsten, weil coolsten und cleversten Yuuzhan Vong, Nom Anor, passiert, und wohin ihn Schicksal im Krieg bringen wird.

Dies alles hört sich nun wie ein perfekter Roman an, aber in Wahrheit vergibt er die Chance, zu einem Meilenstein in der Das Erbe der Jedi-Ritter-Reihe zu weden, indem er die Chance, das Finales des Krieges einzuleiten, an die beiden letzten und folgenden Romane weitergibt. Der Schreibstil geht in Ordnung und versucht zu beschönigen, dass man sich auf 450 Seiten nur mit zweitklassigen Ereignissen zufrieden geben muss. Dafür macht er seinen Job, die Vorfreude auf die finalen Teile zu steigern, aber eigentlich ganz gut.
3 von 5 Sternen.

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