Star Wars: The Clone Wars – Reise der Versuchung

Reise der Versuchung ist die 13. Folge der zweiten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Während die Jedi und ihre Klonsoldaten Herzogin Satine gegen Attentäter beschützen, entdeckt Anakin, dass Obi-Wan und die Herzogin eine gemeinsame Vergangenheit haben … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Eine der bislang besten Folgen der zweiten Staffel, vermutlich der ganzen bisherigen Serie. Während man im Vorgänger Verschwörung auf Mandalore zahlreiche Details fand, die die Macher hätten besser machen können, sind es in dieser Episode deutlich weniger.
Genau genommen sind es gerade einmal zwei Dinge, die mich an dieser Folge (leicht) gestört haben, was für TCW-Verhältnisse rekordverdächtig ist.

Zum Einen werden sich Korinthenkacker (wie ich einer bin ;-)) fragen, ob denn nicht die Möglichkeit besteht, im Frachtraum, in dem sich die Killerdroiden aufhielten, einfach das Licht einzuschalten. Was sich pingelig anhört, hat aber hoffentlich einen verständlichen Grund: für das Be- und Entladen der zahlreichen Kisten benötigt man Licht, es dürfte schwer sein, dies alles im Dunkeln zu tun.
Hätten die Klone auf ihrer Jagd nach den Droiden den vermutlich vorhandenen Lichtschalter betätigt, wäre ihre Arbeit deutlich leichter (und mit weniger Verlusten) ausgefallen. Das wäre zwar der Dramatik und Spannung zu Lasten gefallen, hätte der Logik der Folge aber sicherlich gut getan.

Zum Anderen ist Tal Merriks Rolle als Verräter nicht wirklich überraschend. Die Rollen der anderen Senatoren wurden zu wenig beleuchtet, um die bedeutende Rolle als Verräter zu haben. Und Fans wissen, dass Senator Orn Free Taa, der einzige nennenswert beleuchtete Charakter, die Republik nicht verraten würde.
Aber überraschend sind solche Dinge bei Serien eher selten.

Der Rest gefiel mir sehr. Wie auch bei Verschwörung auf Mandalore werden tolle Dialoge zwischen Satine, Obi-Wan und Anakin geboten, die Action weiß zu überzeugen, die Animationen haben einen Standard erreicht, mit dem man sich sehr zufrieden geben kann, das Schiffsdesign der Coronet ist gelungen.
Das Highlight der Folge war aber natürlich der Schlagabtausch zwischen Satine, Obi-Wan und Tal Merrik („Wer beschmutzt sein Pazifisten-Image?“) und Anakins darauffolgender Mord an Merrik, mit dem wohl keiner gerechnet hat. Ein weiterer, von Fans gewünschter Schritt Anakins in Richtung der Dunklen Seite wurde damit getan. Wie auch bei seinem Verhör mit Poggle, dem Geringeren, aus der Folge Gehirn-Parasiten, wurde passenderweise ein Ausschnitt des Imperialen Marsches als Hintergrundmusik verwendet. Aber auch der Rest der Musik, komponiert von Kevin Kiner, konnte überzeugen und zeigte deutliche Besserungen im Vergleich zur ersten Staffel, in der die Musik oft viel zu stark im Hintergrund war und/oder nicht zum Stil der Saga passte.

Quelle: StarWars-Union.de

Bis auf die oben genannten Kritikpunkte war wirklich alles gelungen. Eine kleine Seltenheit in der Serie.
4,5 von 5 Sternen.

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3 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Reise der Versuchung

  1. graval says:

    Den imperialen Marsch habe ich nicht gehört, aber macht natürlich Sinn. 🙂 Anakins arrogantes Verhalten, als er den Frachtraum betritt und sagt, dass er jetzt nicht tafeln könne, zeigt auch ein bisschen, wie Anakin in Episode III wird. 🙂

    Und dein Logikfehler ist berechtigt, sowas ging mir auch durch den Kopf. Die Punkte gehen ebenfalls völlig in Ordnung! 😀

  2. Lichtschwert says:

    Erstaunlich, dass dir der Imperiale Marsch nicht aufgefallen ist. Nunja, er war auch eher vermischt mit einer anderen Kevin-Kiner-Musik und war nur kurz zu hören, wenn ich mich nicht irre …

    Was mir sonst noch negativ aufgefallen ist, aber keine Verwendung in der Kritik hatte:
    · die Firma, die für die deutsche Synchronisation zuständig ist, hatte wieder einmal ein anderes Episodenmotto angezeigt als vorgelesen wurde.
    · die Wächter der Herzogin haben eine sehr Jedi-spezialisierte Fähigkeit: sie können Energieblitze mit ihren Stäben, die eine Ähnlichkeit mit den EMP-Stäben der Magnawachen haben, zurückleiten. Bei einer Distanz von gerade einmal ca. 20 Metern ein sehr fragwürdiges Talent, das ich eher bei den Jedi und Sith gelassen hätte. Bei einigen dutzend Metern Entfernung zum Schützen wäre das ja noch okay, aber Truppen, die nur für das Zurückleiten von Blasterstrahlen zuständig sind, müssten in Gefechten ja reihenweise fallen!

  3. graval says:

    Ich habe diesmal tatsächlich nicht so auf die Musik geachtet… :/

    Das mit dem Motto sorgte für einen Lacher bei mir ^^ Und hey, die Wachen sehen aus wie Napoleon, die dürfen das 😉

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