Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter # 16 – Der verschollene Planet

Der verschollene Planet ist der 16. Band der 19-teiligen Das Erbe der Jedi-Ritter-Reihe aus der Star Wars-Literatur.

In den Unbekannten Regionen, der Heimat zahlloser unversöhnlicher Kulturen und bekannter Feinde, warten viele Gefahren auf Luke Skywalker und die Jedi, die nach Zonama Sekot suchen, jenem lebendigen Planeten, der eine endgültige Lösung für den Umgang mit den Yuuzhan Vong bereithalten könnte … (Quelle: StarWars-Union.de)

Wie auch der vorherige Band bringt Der verschollene Planet die Haupthandlungsstränge kaum voran. Der verschollene Planet – Zonama Sekot, der als Titel für diesen Roman herhält – , dessen Suche am Ende von Band 15 begonnen hat, erstreckt sich nahezu erfolglos über den gesamten Roman. Erst gegen Ende finden die Gefährten um Luke Skywalker den wohl bedeutendsten Hinweis, wo der gesuchte und wandernde Planet, der den Krieg gegen die Yuuzhan Vong für immer beenden könnte (zu Gunsten der Galaktischen Allianz), stecken könnte. Ein Hinweis, auf den man 450 Seiten lang warten muss.

Der Verrat und drohende Verfall innerhalb der Allianz durch Agenten, Spione, Sympathisanten der Yuuzhan Vong ist ein ständig behandeltes Thema in der Das Erbe der Jedi-Ritter-Reihe, das den Lesern mittlerweile zum Hals herauskommen dürfte. Verrat, Gegenverrat, Verrat unter den Verrätern. Es ist ein nie enden wollender Kreis. Lediglich der Verrat an den Yuuzhan Vong durch Nom Anor, der sich als Priester unter den Beschämten preist und die Religion der Jedi-Macht unter dem erniedrigten Volk der Yuuzhan Vong verkündet, weiß zu überzeugen und zu fesseln. Anstelle die Abenteuer aus Sicht der Verratsopfer zu sehen, sieht man die Geschichten durch die Sicht von Nom Anor, dem ehemaligen Exekutor, der sein eigenes Volk verrät, um wieder an seine alte Macht zu gelangen … und darüber hinaus. Leider gibt es von diesen Szenen viel zu wenige, um die langatmigen und mittlerweile nach Schema F laufenden Themen um das Team Luke, Han & Co. wieder ausbügeln zu können.

Dass Das Erbe der Jedi-Ritter viele tiefgründige und persönliche Probleme der Charaktere aufweist, weiß man spätestens seit Jacen Solos philosophischen Gedanken über die Macht. Mit Tahiris innerem Schweinehund, der heranwachsenden Yuuzhan-Vong-Persönlichkeit Riina, die ihr von Priestern der Yuuzhan Vong bei Experimenten mental eingepflanzt wurde, kommt nun ein weiteres individuelles Drama hinzu, was meines Erachtens aber mies umgesetzt wurde.
Anstelle sich von außen, also über ihre Freunde, Hilfe zu verschaffen und/oder ihnen von ihren Problemen zu erzählen, versucht sie, ihre inneren Konflikte alleine zu bewältigen, was aber selbst nach langer Zeit vergeblich bleibt. Tahiris Albträume und Visionen, die sie während ihres Schlafes plagen, plagen nach einer Weile auch den Leser. Nach zahlreichen Wiederholungen derselben verstörenden Träume hofft man auf Antworten oder zumindest auf ein Vorankommen im inneren Kampf gegen Riina, der Yuuzhan-Vong-Persönlichkeit. Man hofft bis zum Schluss vergeblich. Erst dann erkennen Tahiris Gefährten ihre Probleme und können etwas dagegen unternehmen. Wie der Hinweis auf Zonama Sekot kommt auch das deutlich zu spät. In der Zwischenzeit durften die Helden wieder einmal mit exotischen Spezies Diplomatie führen, sich mit ihnen herumschlagen, wieder Diplomatie mit ihnen führen und letzten Endes mit ihnen kooperieren.

Leider wieder einmal ein Tiefpunkt der Reihe. Die ersehnten Antworten und der Fortschritt kommen erst zum Schluss. Mit dem Yuuzhan-Vong-Krieg hat Der verschollene Planet recht wenig zu tun, denn gegen die Angreifer wird in diesem Buch nie gekämpft. Jede Partei muss mit ihren eigenen inneren Problemen zurecht kommen, wobei nach vielem Wiederholen der inneren Konflikte der Neuen Republik/Galaktischen Allianz nur die der Yuuzhan Vong Neues und Gutes zu bieten haben. Das Finale wartet mit ein paar kleineren Höhepunkten auf, dafür enttäuschte der Rest.
Knappe 2 von 5 Sternen.

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