Zwei glorreiche Halunken

Auf der Suche nach dem großen Geld machen sich drei rivalisierende Ganoven, genannt der Böse, der Brutale und der Gute, auf eine Reise durch den Wilden Westen zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs und kämpfen sich teils gemeinsam, teils verfeindet aus Gefangenschaften, durch eine Schlacht zwischen den Nord- und Südamerikanern und durch die tödliche Wüste New Mexicos, um sich im finalen Kampf um das Gold als verfeindete Revolverhelden gegenüber zu stehen …

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Auch wenn Zwei glorreiche Halunken mein erster Westernfilm ist, ich wage mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass dies wohl einer der größten (Western)-Filme ist, die es gibt. Denn viel besser als dieser kann ein Film kaum sein. Regisseur Sergio Leone gelingt in der ersten Hälfte ohne große Schießereien und somit fast ohne Action ein genialer Spannungsaufbau, der nahezu bis zum Schlussduell anhält. Szenen wie das ohrenbetäubende Vorbeimarschieren eines Militär-Regiments, während sich an den Guten gleich vier Halunken heranschleichen, die sich aber durch das Klacken ihrer Sporen wegen des plötzlichen Stehenbleiben des bisher lauten Regiments und die somit eintretende Stille verraten.
Der Wilde Westen war eine Welt, in der zu jeder Zeit ein Mord geschehen könnte, wodurch schon eine natürliche Spannung entsteht. Die nutzt Sergio Leone aus, baut sie aus und mischt sie gekonnt mit unheilverkündenden Momenten wie den bekannten Schießerei-Showdowns. Und zu all dem geben Clint Eastwood, Lee Van Cleef und Eli Wallach ihre meisterlichen Schauspielkünste hinzu und geben dem Film eine mitreißende Tiefe.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verliert Sergio Leone sichtlich seinen Spannungsfaden und lässt Langatmigkeit und teilweise sogar Logikfehler und unpassende Komik die Übermacht gewinnen. Der mit 171 Minuten deutlich zu lang geratene Film hätte wesentlich eher ein Ende finden können, hätte man die Schlacht zwischen Nord- und Südstaaten verkürzt, am besten ganz weggelassen, denn der betrunkene Hauptmann und seine täglichen sinnlosen Kämpfe gegen die Südstaatler tun nichts zur Hauptstory bei und fällt als Nebenhandung viel zu gedehnt aus. Stattdessen muss der Zuschauer noch lange Zeit auf das grandiose Finale warten, welches die Schwächen der zweiten Hälfte fast vergessen lässt und an Bildgewaltigkeit und Umsetzung keine Wünsche offen lässt.

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Schließlich findet der Film nach fast drei Stunden sein ersehntes Ende. Zuletzt sei noch gesagt, dass Ennio Morricone die möglicherweise beste Filmmusik der Geschichte komponiert hat. Der Main Title mit den zwei sich abwechselnden Noten, die sehr an das Heulen eines Kojoten erinnert, passt perfekt zum schmutzigen Westen und den ebenso schmutzigen Charakteren.
Zwei glorreiche Halunken bleibt mit 4 von 5 Sternen bei mir in sehr guter Erinnerung.

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One Response to Zwei glorreiche Halunken

  1. Furz Maier says:

    Was bist denn du für ein selbsternannter Möchtegernkritiker….?

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