Star Wars: The Clone Wars – Gehirn-Parasiten

Gehirn-Parasiten ist die achte Folge der zweiten Staffel der Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Als geonosianische Gehirnwürmer die Kontrolle über ihr Versorgungsschiff übernehmen, müssen Ahsoka und Bariss dafür kämpfen, dass das Schiff ihre tödliche Seuche nicht in der ganzen Galaxie verteilt … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Abgesehen von der Tatsache, dass auch diese Folge einen überaus hohen Horroranteil besitzt und somit für eine Kinderserie nicht wirklich passend ist, fand ich Gehirn-Parasiten überraschend gut.
Bevor ich aber die für mich positiven Dinge aufzähle, liste ich erst die negativen auf, dann habe ich die hinter mir.

Wie bereits erwähnt, ist diese Folge mit ihrem Schockeranteil für eine Kinderserie nicht geeignet. Die Vorgängerfolge Vermächtnis des Terrors ist in die selbe Richtung eingeschlagen, nur dass dieses Mal lebende Menschen/Klone als Opfer der Hirnwürmer herfallen mussten. Dabei stört mich weniger der Gedanke, dass hier Mensch gegen Mensch kämpft, sondern eher die gezeigten Szenen und die damit einhergehenden Vorstellungen, wie diese Würmer den Naseneingang hinochkriechen und sich dort im Hirn einnisten. Wie auch bei Vermächtnis des Terrors wurde dies – meines Erachtens – sehr gut umgesetzt und mich würden solche Schockerfolgen eher weniger stören. Aber TCW ist und bleibt nunmal eine Kinderserie, und das so lange, bis die Macher offiziell bekanntgeben, dass sie sich eine andere Zielgruppe suchen.
Ein Misch-masch aus Kinder- und Erwachsenenserie ist für mich nicht verhandelbar, immerhin gibt es genug Szenen, die man mit der Begründung „Die Serie ist für Kinder, das muss nicht wirklich anspruchsvoll sein“ abtun kann. Gleichzeitig nehmen Lucasfilm Animation & Co. den Argumenten mit solchen Folgen den Boden von den Füßen und nehmen sich so ernster, als sie es eigentlich sein wollten/sollten.

Des Weiteren stört mich die Tatsache, dass Klone durch die Einpflanzung der Gehirnparasiten auf einmal geonosianisch sprechen können. Wie wir bereits aus Episode II wissen, handelt es sich dabei überwiegend aus Klack- und Kreischgeräuschen, die unmöglich von den Stimmbändern eines Menschen nachgemacht werden können. Dazu sind wir biologisch einfach nicht veranlagt.

Ein kleineres Makel findet man gleich zu Beginn, wenn Anakin sofort feststellt, dass irgendetwas mit Ahsoka nicht stimmt. Sie verspätet sich lediglich um ein paar Minuten, und Anakin macht natürlich sofort ein Drama draus und will einen ganzen Rettungstrupp schicken.

Nicht zu vergessen ist die erste Konfrontationsszene zwischen den Jedi und den Klontruppen. Ahsoka und Barriss Offee müssen sich gegen zwei bewaffnete Klonsoldaten behaupten und können ihnen für kurze Zeit durch einen Machtschub gegen die Wand das Bewusstsein „rauben“. Obi-Wan dagegen erklärte in Vermächtnis des Terrors, dass die Hirnwürmer stark genug seien, die Verbindung zum Körper selbst über den Tod hinaus zu halten. Doch durch einen „einfachen“ Bewusstseinsverlust verlieren sie auf einmal die Kontrolle? Da widerspricht sich was! :thumbdown:

Dagegen haben mir vor allem die Dialoge gefallen, die dieses Mal wirklich auf einem höheren Niveau standen als sonst. Beispielgebend ist unter anderem die Schlafszene in den Mannschaftsquartieren. In dieser unterhalten sich Barriss und Ahsoka über die Rolle der Jedi in Friedenszeiten. Fortgeführt wird die Unterhaltung bei einer nächtlichen Mahlzeit in der Kombüse, bis sie schließlich durch die hereinkommenden Klone unterbrochen wird. Das sind Szenen, die TCW en masse fehlt! Szenen, in denen ruhig mal philosophischere Dinge behandelt werden, Szenen, in denen man vergisst, dass teilweise hervorragende Ideen in 22 Minuten hineingepresst werden. Auch die Diskussion am Ende der Folge zwischen Anakin und Ahsoka ist mehr als wertvoll. Was hätte Ahsoka tun sollen, wenn es nicht so glimpflich ausgegangen wäre? Barriss töten? Gefangennehmen?

Sehr zu loben ist auch der erste Auftritt von Darth Vader … zumindest so halbwegs. Den Imperial March beim Verhör von Poggle einzuspielen, fand ich klasse! IGN hatte sich ja verständlicherweise solche Anspielungen auf Episode III und die Alte Trilogie gewünscht; zu Recht, immerhin heißt es, auch der Krieg hätte Anakin zu dem gemacht, was er später einmal wird.

Gegen Ende der Folge erreichte die Spannung ein Höchstmaß! Ahsokas Duell gegen Barriss, gemischt mit der Aktion mit dem Abschleppen des Kreuzers durch die Traktorstrahlschiffe (die Idee gefällt mir richtig gut), das war richtig gut gemacht. :thumbup: Man fiebert richtig mit den Klonen mit, die die Schiffe fliegen. Genauso erschöpft habe ich mich dann auch in meinen Sessel zurückgelehnt, so mitgefiebert habe ich. ;)

Quelle: StarWars-Union.de

Für die Zukunft wünsche ich mir endlich einmal eine Folge ohne Jedi. In der ersten Staffel gab es bis Folge 9 bereits zwei Folgen ohne Jedi in den Hauptrollen (Rekruten und Superheftig Jedi). Und wenn das nicht geht, dann zumindest eine ohne Obi-Wan, Anakin und Ahsoka. Bislang war jeder dieser Charaktere  immer zu sehen. Aber was sieht man denn dann noch vom Klonkrieg? Es sind stets dieselben Protagonisten, aber es gab unzählige andere Helden, die eine ebenso wichtige Rolle spielen! Das ist jetzt weniger ein Kritikpunkt an dieser Folge, als an der bisherigen zweiten Staffel.

Sehr gute 3 von 5 Sternen.

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4 Responses to Star Wars: The Clone Wars – Gehirn-Parasiten

  1. graval says:

    „Obi-Wan dagegen erklärte in Vermächtnis des Terrors, dass die Hirnwürmer stark genug seien, die Verbindung zum Körper selbst über den Tod hinaus zu halten. Doch durch einen „einfachen“ Bewusstseinsverlust verlieren sie auf einmal die Kontrolle? Da widerspricht sich was!“ Ich glaube, er sprach mehr davon, dass die Würmer auf Geonosianer einen Zombie-Einfluss hätten.

    Wie auch immer, ich fand die Folge, verglichen mit der letzten – OK! Tippsle meine Review ebenfalls gerade!

  2. Lichtschwert says:

    Aber es sind doch die gleichen Würmer! Das sieht man ja auch, denn der erste infizierte Klon wird ja direkt an den Ruinen der Festung „kontaminiert“.

    Ich werde deine Kritik höchstwahrscheinlich erst morgen lesen, ich muss jetzt duschen und danach Two and a half Men anschauen. Das ist ’ne tolle Serie. Empfangt ihr die in der Schweiz? ;-D

  3. graval says:

    Aber es sind zwei verschiedene Spezies – Mensch und Geonosianer. Ja empfangen wir – es gibt bessere!

  4. Lichtschwert says:

    Ja, das wäre eine plausible Erklärung … die mir aber nicht wirklich ausreicht.

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