Star Wars: The Clone Wars – Die Monopoly-Ausgabe

Die folgende Kritik gilt der Star Wars: The Clone Wars-Edition des weltweit bekannten und beliebten Brettspielklassikers Monopoly.

Es sei zu erwähnen, dass ich die speziellen Spielregeln bezüglich der Besonderheiten der dunklen und hellen Seite außen vorgelassen habe und stattdessen die einfachen und bekannteren Regeln befolgt habe. Weder hat die dunkle oder helle Seite gewonnen, sondern ein Spieler, egal von welcher Seite, noch wurden die Jedi-/Gemeinschafts- und Sith/Ereignisfelder im Besonderen berücksichtigt im Hinblick auf den „Machtanwender“.

Anders als erwartet, richtet sich diese Monopoly-Edition nicht speziell an Kinder und ist – wie man es von Monopoly erwarten kann – qualitativ hochwertig.
Die Spielfiguren sind aus stabilem Metall, auch wenn bei den sehr dünnen Lichtschwertern Abbrechgefahr droht. Von den liebevoll detailreichen Figuren stehen Anakin Skywalker, General Grieovus, Obi-Wan Kenobi, Ahsoka Tano, Kloncaptain Rex sowie Asajj Ventress zur Auswahl. Es könnten zwar ein paar Vertreter der Dunklen Seite vorhanden sein (z. B. Darth Sidious, Count Dooku, …), doch wer nicht mit mehr als sechs Gästen spielt, sollte mit der Auswahl klar kommen.

Das Spielfeld ist genauso aufgebaut wie bei der klassischen Edition. Neun kleine Felder mit Star Wars-Bezug auf jeder der vier Seiten, an jeder Ecke findet man die obligatorischen „Los“-, „Gefängnis“-, „Frei Parken“- und „Gehe ins Gefängnis“-Felder. Letztere könnten aber ein wenig Star Wars-Touch vertragen. Sie stechen aus den Star Wars-Motiven so hervor.

Vor allem die kleinen Felder überzeugen durch abwechslungsreiche Orte aus dem The Clone Wars-Kinofilm und der ersten Staffel. Das Mittelfeld des Brettes weiß durch actionreiche Motive aller wichtiger Personen und Schlachten zu überzeugen. Selbst Ereignis- und Gemeinschaftsfelder wurden durch Jedi- und Sithkarten ausgetauscht, auch Einkommen- und Zusatzsteuer weichen Handelszoll und Lösegeld mit passenden Bildern eines Kontrollschiffs der Handelsföderation und eines düsteren Cad Banes.

Ein wenig verwirrend sind die recht niedrigen Preise. Jabbas Palast erhält man für rund 400 republikanische Credits, die Miete auf dem Tatooine-Dünenmeer (erster und damit günstigster Ort) beträgt gerade einmal zwei Credits! Ich bin die Münchner Monopoly-Edition gewohnt, da kauft man die Maximilianstraße (Schlossallee dieser Edition) für 1.000 DM/€! Na gut, kaufen werden die The Clone Wars-Edition überwiegend die Kinder, da ist es verständlich, dass die Preise relativ niedrig liegen.

Neben den gelungenen Brettmotiven sind auch die Währungen sehr zu loben. Auf jedem der 1-, 5-, 10-, 20-, 50-, 100- und  500-Creditscheinen prangt ein comicartiges Abbild eines Klonkriegers mit gezogenen Waffen im Zwei-Farb-Druck.

Spieltiefe ist definitiv vorhanden. Fans der Monopoly-Reihe und der Star Wars-Saga werden ihren Spaß daran haben. Die Spieldauer beträgt, wie bei allen Monopoly-Spielen, mehrere Stunden, auch bei nur zwei Spielern.
Ein paar Motive zur zweiten Staffel sowie ein vollkommen Star Wars-designtes Spielbrett (also auch das „Los“-Feld & Co.) hätten zu 5 Sternen geführt.
Trotzdem starke 4 von 5 Sternen.

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