Star Wars: The Clone Wars – Die Waffenfabrik

Die Waffenfabrik ist die sechste Folge der 22-teiligen Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Luminara Unduli und Anakin Skywalker spielen den Köder, um neue feindliche Super-Panzer abzulenken, während die Padawane Barriss Offee und Ahsoka versuchen, eine Droidenfabrik der Separatisten zu zerstören … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Was für eine verflixt dumme Folge! Verflucht sei Brian Larsen (Drehbuch)!
In Die Waffenfabrik findet man so viele, schlecht überdachte Szenen, in denen Personen kurzsichtig gedachte Taten vollbringen. Da ist Anakins Ablenkungsmanöver und sein Frontalangriff auf die Droidenfabrik, in der Tausende seiner Soldaten – und natürlich er und Luminara – hätten draufgehen können; und natürlich laufen die beiden in vorderster Reihe, anstatt gutgepanzerte Läufer oder Erkundungsteams vorzuschicken, die den Bereich nach Minen, Bomben oder anderen Fallen absuchen.
Außerdem nervt mich die Idee mit der Brücke, die ja eigentlich schon in der Ryloth-Trilogie behandelt wurde. Diese total primitive Strategie mit dem Einstürzen der Brücke, die eigentlich von solchen Taktikgenies wie Poggle, dem Geringeren (welcher übrigens eigenartigerweise im Vorspann als Poggle, the Less bezeichnet wird) und dessen Taktikdroiden hätte durchschaut werden müssen.
An was halten sich Anakin und Luminara beim Anbringen der Sprengköpfe eigentlich fest? Nicht einmal Magnethalter, Schwebekissen/Repulsorlifte oder Sicherungsseile haben sie dabei. Selbst mit der Macht sind solche Stunts, bei denen man ja nur eine Hand verwenden kann, denn die andere muss ja die Sprengköpfe anbringen, und bei denen man vollgepackt mit Waffen, Ausrüstung und Panzerung ist, schier unmöglich.
Des Weiteren ist es völlig waghalsig, in die Kammer des Fabrikreaktors einen Superpanzer zu schicken, um die beiden Jedi auszulöschen. Zu was das führen kann, ist ja wohl von Anfang an klar. Auch ein einfaches Gefecht kann fatale Folgen haben, denn ein Streifschuss – oder ein Lichtschwertschlag – reichen aus, um wichtige Elektronik zu zerstören oder zu beschädigen, was zur Folge hat, dass man die Kontrolle über die Fabrik verlieren könnte. Droidekas und Geonosianer hätten ausgereicht, zumindest, um die Jedi hinzuhalten und auf Verstärkung in Form von kleineren Läufern zu warten.

Als Nächstes sind zwei weitere Aspekte zu nennen, die mir ganz besonders negativ aufgestoßen sind.
Zum Einen ist da die Verschüttungs-und-Bergungsaktion von Anakin und Luminara für Ahsoka und Barriss. Um eine gelungene Dramaturgie und eine Spannung aufzubauen, benötigt man Zeit. Das/Die Opfer muss/müssen stunden- oder tagelang verschollen sein. Das Gefühl, verloren zu sein, an Erstickung und/oder Verdurstung zu sterben, muss entstehen. In 22 Minuten, in denen zusätzlich eine Fabrik angegriffen, infiltriert und zerstört werden muss, fehlt hierfür vollkommen die Zeit. Es ist klar, dass Ahsoka nicht stirbt, immerhin wäre dies ein viel zu schnelles und ruhmloses Ableben für einen Hauptcharakter. Die Szene war genauso unnötig wie viele weitere.
Zum Anderen wäre da noch der völlig überbewertete Streit zwischen Meister und Padawan zu Beginn der sechsten Folge. Während in der Vorgängerfolge Kampf und Wettkampf bei Anakin und Ahsoka noch neckische Witzeleien und Wettkämpfe ausgetragen wurden, kam es hier zu naiven und sinnlosen Debatten über das korrekte Vortragen eines Schlachtplans. Anakins Reaktionen und die Unterbrechung Ahsokas Anweisungen fehlt es an Überzeugungskraft, zudem kann ich seine Handlungsweise nicht ganz nachvollziehen. Was hat Ahsoka denn so falsch gemacht? Sollte sie tatsächlich Fehler begannen haben, sollte sie aus diesen lernen und nicht ständig verbessert werden.

Die Idee mit den Superpanzern finde ich nicht sonderlich überzeugend. Sie sind für solche Gefechte gegen die republikanische Artillerie schlichtweg zu klein. Auch wenn die Strahlenschilde direkte Treffer wegstecken: Durch die Einschläge und Druckwellen, sei es auch nur durch Streifschüsse, müssten sie weggeschleudert oder zumindest bewegungsunfähig werden.
Ein weiterer taktischer Fehler der Separatisten war es, gleich alle Superpanzer auf einmal loszuschicken. Um den feindlichen Beschuss abzuwehren, bedarf es gerade einmal zwei bis drei solcher Einheiten, die sich in vorderster Reihe positionieren. Alle weiteren Panzer, die sich hinter diesen befinden, sind meines Erachtens völlig überflüssig, zerstören doch schon die Kanonen der vordersten Kampffahrzeuge die Reihen der Gegner.

Im Allgemeinen kann ich das Lichtschwertgefuchtel aus The Clone Wars nicht ausstehen. Die Lichtschwertkämpfe aus Kampf und Wettkampf sind zwar ein wahres Juwel, doch spannend und elegant sind die Kämpfe aus der heutigen Folge keinesfalls. Mitten im Kreuzfeuer beginnen Anakin und Luminara ein Gespräch über den Verbleib von Ahsoka und Barriss, hören auf mit Schwingen und Abwehren. Auch die Gefechte zwischen Klon und Droide sind mehr als dürftig. Wo sind die großflächigen Schlachten geblieben, in denen die Blechbüchsen aus 10 bis 20 Metern Entfernung gegrillt werden, wie man sie aus Republic Commando und Battlefront kennt? Hier kämpfen die beiden Parteien dicht an dicht, die Fronten verwischen sich, Deckungen werden nicht mehr ausgenutzt, man rennt einfach rein. Das war in der Vorgängerfolge anders. Da gab es Kanonenboote und AT-TEs, die als Abwehrstellungen ausgenutzt wurden. Hinter Gesteinsformationen fand man Deckung und eine kleine Verschnaufspause. Wie gesagt: In Kampf und Wettkampf, nicht in Die Waffenfabrik.

Auch wenn die Animationen im Vergleich zu anderen TCW-Folgen überragend sind, reichen sie doch nicht an den hohen Standard von Kampf und Wettkampf heran. Man sieht eine wirklich große Landschaft, überall geonosianische Stollen, Geröll und Steine. Doch die Explosionen – besonders die Zerstörung der AT-TEs durch die Superpanzer – sind mehr als dürftig. Ich möchte da nur mal an das wirklich tolle WUMMS! erinnern, als in Episode II – Angriff der Klonkrieger ein AT-TE vernichtend von einer Rakete eines Hailfiredroiden getroffen wird. Da wird man noch ein wenig dran machen müssen.

Quelle: StarWars-Union.de

Haarschärfer geht’s nicht mehr: Sehr schwache 2 von 5 Sterne.

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