Star Wars: The Clone Wars – Kampf und Wettkampf

Kampf und Wettkampf ist die fünfte Folge der 22-teiligen Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Gegenangriff! Da die Klonarmee wegen des Versuchs, General Grievous‘ Flotte anzugreifen, dünn gestreut ist, erheben sich einige separatistische Planeten, die einst als sicher galten, gegen die Republik. Auf Geonosis stellt der separatistische Anführer Poggle der Geringere in der stark befestigten Fabrik tausende neue Waffen her, die gegen die zahlenmäßig unterlegene Klonarmee ins Feld ziehen.

Die Jedi, die entschlossen sind, die Ordnung in der Republik wieder herzustellen, haben nun eine gewaltige Invasion von Geonosis in Gang gesetzt, die Poggles Fabriken ein für alle Mal schließen sollen … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Ich habe mir Action und fantastische Animationen gewünscht – und habe sie bekommen! Yeehaaaa, eine TCW-Folge mit reichlich Action, Explosionen, Schüssen, Granaten, fallenden Soldaten, zerstörten Droiden.

Der hohe Standard der Topanimationen seit Kinder der Macht konnte auch in dieser Folge gehalten und sogar noch höher gelegt werden. Zum ersten Mal seit dem Kinofilm und der darinvorkommenden Christophsisschlacht sieht man eine Schlacht, die sich über mehrere hundert Meter Luft- und Bodenkampf erstreckt. Man beschränkt sich nicht auf ein paar kleine Gefechte, wie etwa bei der Schlacht um Ryloth, man versucht auch nie, irgendeine Basis zu umgehen, um einem größeren Gefecht aus dem Wege zu gehen, wie bei Der unsichtbare Feind, es sterben endlich mal so richtig viele Klonsoldaten, auch auf brutale Weise.
Als der Abflug der Kanonenboote von den Acclamatorkreuzern Richtung Boden beginnt, wird eines direkt getroffen, woraufhin man auf sehr detaillierte Art und Weise erkennt, wie die darin enthaltenen Soldaten rausgeschleudert und getötet werden.
An Brutalität mangelt es Kampf und Wettkampf definitiv nicht, werden die einheimischen Geonosianer doch gnadenlos durch die Klonkrieger und deren Flammenwerfer (sehr schön animiert) zurückgeschlagen.

Das ist dann auch schon der wichtigste Proaspekt von Kampf und Wettkampf. Diese Folge ist sich nämlich nichts zu schade und beweist, dass das Budget von rund 1.000.000 Dollar auch mal richtig gut umgesetzt werden kann, und nicht immer an der Story oder an spärlich gestalteten Umgebungen scheitert.
Sehr gut gefallen hat mir zudem die Rolle des Ki-Adi-Mundi, auch wenn seine weit aufgerissenen Augen auf Grund der ebenso runden Augenbrauen doch etwas komisch aussehen. :-/
Der Dialog zwischen ihm und seinem Kameraden Obi-Wan, die Wette mit den Abschüssen. =) Gleich zu Beginn merkt man, dass diese Folge sich von den anderen hervorheben wird. Da sieht man Obi-Wan, wie er kritisch über den Krieg redet („Hört dieser Krieg denn nie auf?“, oder so ähnlich), der Besprechungsraum auf dem Kreuzer ist prappevoll mit Hologrammen von Yoda, Mace Windu, Luminara Unduli, im Hintergrund studieren Klontaktiker die Kriegspläne.
Auch die Gesichtsanimationen haben in dieser Folge einen deutlichen Sprung nach vorne getan, sieht man Obi-Wan zum Ende doch richtig an, dass er erschöpft, verletzt und enttäuscht von diesem grausamen Krieg ist.

Auch die Sache mit den Wetten und dem Spaß, den Anakin und Ahsoka immer wieder in diesem Krieg sehen, versüßen die Folge. Rex‘ ungewollter Sprung vom Schutzwall, die Abschussliste der beiden befreundeten Kontrahenten, … .

Doch auch diese Folge hat ein paar Makel, die aber nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.

Auch wenn man die gewünschte Action geboten bekommt, es kommt mir doch reichlich viel vor. Bis auf die taktische Besprechung und den kleinen Sieg am Ende und der von Ki-Adi gewonnenen Wette sieht man nur Geballere, Tod, Explosion, Action, Action, Action, Laser, … . Wäre die Kamera vielleicht ein wenig weit vom Kampfgeschehen weggegangen, also wenn man mehr von den Kämpfen gesehen hätte, wäre es sicherlich weniger action-lastig vorgekommen. Man hätte die Klonsoldaten gesehen, wie sie sich hinter ihren Stellungen verschanzen und immer mehr von ihnen – und den Feinden/Geonosianern/Droiden – abgemetzelt werden. Mir geht die Handlung ein wenig unter, auch wenn man den Zusammenhalt der Truppe(n) richtig schön zu sehen bekommt.

Der zweite TCW-like-Negativaspekt ist das von mir so genannte 1.000-Schüsseprinzip. Es können 1.000 Blaster und 1.000 Kriegsgeräte auf die letzte Heldentruppe gerichtet werden (ich meine insbesonders die Szene, in der Anakin und seine Kumpanen den Schildgenerator zerstören), alle Kanonen können schießen wie sie wollen, doch kein einziger Schuss trifft die Heldengruppe. Sie rennen einfach durch, obwohl sich direkt über ihnen schwere Geschütze befinden, die zweifellos auf sie feuern – aber niemals treffen! Dann haben sie den Schildgenerator erreicht, zerstören ihn, Verstärkung kann eintreffen, die dann auch gleich innerhalb von Sekunden den feindlichen Stützpunkt in Schutt und Asche legt. Aber vorher die vielen Geschütze haben es nicht geschafft, eine kleine Gruppe von durchbrechenden Soldaten in die Luft zu schlagen.

Quelle: StarWars-Union.de

Trotzdem: Kampf und Wettkampf ist eine super Folge, von Regie, Action und Handlung super gemacht.
Deshalb gibt es von mir eine starke 4 von 5 Sterne, die haarscharf an den 4,5 Sternen vorbeigeschlittert sind.

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One Response to Star Wars: The Clone Wars – Kampf und Wettkampf

  1. graval says:

    Die Folge gefiel mir auch sehr gut – bislang am Besten in Staffel 2. Die Brutalität finde ich auch eine gelungene Abwechslung =) Das Thema mit dem 1000-Schussprinzip – da bin ich schon drüber hinweg und hab akzeptiert, dass man bei TCW hie und da den Teil des Gehirns, der für Logik zuständig ist, ausschalten sollte 😉

    Gruss Graval

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