Star Wars: The Clone Wars – Spion des Senats

Spion des Senats ist die vierte Folge der 22-teiligen Animationsserie Star Wars: The Clone Wars.

Verrat im Senat! Der Jedirat verdächtigt Senator Rush Clovis, in eine Verschwörung der Separatisten verwickelt zu sein. Aber um herauszufinden, was der Senator von Scipio vor hat, braucht der Rat einen eigenen Spion. In der Zwischenzeit kehrt der Jedi Anakin Skywalker von einem langen Einsatz an der Front zurück und ist seit langem wieder mit seiner Ehefrau Padmé Amidala vereint … (Quelle: StarWars-Union.de)

Quelle: StarWars-Union.de

Es hat mich sehr gefreut, dass in Spion des Senats mal kein Blasterschuss oder kein zischendes Lichtschwert zu sehen war. In all den anderen Episoden war es meist so, dass zu viel davon vorkam.
Wenn man allerdings schon auf Action verzichtet, sollte man die Story umso spannender erzählen. Doch Spannung fehlt Spion des Senats sehr stark.

Trotz des angefangenen Kritikpunktes beginne ich zuerst mit der positiven Seite dieser Folge. Und das sind die wirklich aufwendig gestalteten Umgebungen. Spion des Senats kann die hohe Animationsqualität der Vorgängerfolge Kinder der Macht fast perfekt halten. Auf Coruscant sieht man einen wirklich schönen Sonnenaufgang/-untergang (?) sowie viel Luftverkehr. Ebenso die rappelvolle Bar auf dem Stadtplaneten, auch der Senat mit seinem Premierenauftritt in der Serie sah recht nett aus, war mir aber zu leer. Der schöne Lichteinfall in den verschiedenen Szenen sowie die endlich mal so halbwegs realistisch aussehenden Wolken (unter anderem auf Coruscant) entschädigen die friedhofs-leere Ratskammer des Jedi-Rates, in der gerade einmal Mace, Yoda und Obi-Wan von den Meistern anwesend waren.

Das war es dann eigentlich auch schon von den positiven Kritikpunkten. Zwar ist die Idee, sich auf die Politik der beiden Kriegsseiten zu konzentrieren, gut, doch fehlt es der Folge an Witz und Charme. Wie wäre es mit einem schüchternen Anmachspruch C-3POs an die beiden goldenen Droiden von Lott Dod gewesen? Oder mit mehr Szenen wie die, in der Anakin – als Fliegerpilot verkleidet – Padmé und Rush im Senatsschiff das Leben schwer macht? Die Folge hat durchaus Potenzial, Humor zu besitzen. Doch wie nahezu alle TCW-Folgen macht auch Spion des Senats den fatalen Fehler, die Story unglaubwürdig und qualitativ niedrig umzusetzen, indem wirklich alles in die 22 Minuten gequetscht werden muss. Ein paar Dinge hätten gestrichen werden können, um lustige Sachen wie den oben genannten Anmachspruch noch reinzubringen.

Auch wenn die Umgebungen, die ganzen Einrichtungen aufwendig animiert wurden, wurde bei der Mimik gewohnt viel gespart. Bei einer Folge wie dieser, die sich auf die Beziehungen und Dialoge spezialisiert, nicht auf Kampfspektakel, fällt umso mehr auf, dass die Blicke des Gegenübers oft in die Unendlichkeit gerichtet sind und wenig Liebe oder Emotionen besitzen. Als Beispiel kann ich den Auftritt Padmes vor ihrer Vergiftung aufführen, als sie die Treppe herunterspaziert. In dieser Szene sieht sie für kurze Zeit wirklich hässlich aus. Die Strähne in ihrem Gesicht, der Holzpuppenkörper, die spindeldürren Arme.
Auch Rush sah wirklich unschön aus. Kaum vorzustellen, dass zwischen einer (in den Realfilmen) attraktiven Dame und einem so hässlichen Entlein eine Beziehung enstehen konnte. Unförmige, zu dicht beieinander stehende Augen, … George Lucas wollte den Animelook? Na, gut. Aber selbst Animes haben schönere und realistisch aussehendere Figuren.

Quelle: StarWars-Union.de

Gewollt, aber nicht gekonnt, kann man zu dieser Folge nur sagen. Ausgeschlossen wird der Animationschef, der sich mit der Umgebung wirklich viel Mühe gemacht hat.

Schwache 2 von 5 Sterne erhält Spion des Senats.

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