Bend it like Beckham

Bend it like Beckham ist die englischsprachige Version des Buches Kick it like Beckham und dient als Roman zum gleichnamigen Film.

Jesminder Bhamra, kurz Jess, die Tochter einer in Großbritannien lebenden Familie mit indischen Wurzeln, spielt gegen den Willen ihrer Eltern leidenschaftlich gerne Fußball. Insbesondere ihre Mutter erwartet, dass Jess sich doch lieber darum kümmern sollte, die traditionelle indische Küche zu erlernen und andere Rollenerwartungen zu erfüllen. Die indische Familie befindet sich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen für Pinky, die ältere Schwester von Jess. Pinky hat sich ihren Ehemann selbst ausgesucht, was bei den Indern, wo traditionsgemäß die Eltern Ehen arrangieren, schon sehr westlich ist.

Jess dagegen hat noch keinen Freund. Ihre Fußballbegeisterung fällt auf, weil sie mit ihren indischen Freunden im Park Fußball spielt. Sie lernt die gleichaltrige Jules Paxton, eine weiße Engländerin kennen. Diese überredet Jess schließlich, sich einer Frauenfußballmannschaft anzuschließen… (Quelle: Wikipedia.de)

Quelle: FantasticFiction.co.uk

Quelle: FantasticFiction.co.uk

Glücklicherweise ist die Sprache dieses Jugendbuches leicht verständlich. Schließlich wird der Roman an deutschen Schulen als Lektüre verwendet, da sollte es keinen zu hohen Wortschatz besitzen. Die leichte Verständlichkeit ist auch Grund dafür, dass dem Leser nicht wirklich langweilig wird und er mit den Gedanken abschweift, was oft bei dicken Wälzern, was Bend it like Beckham mit seinen knapp 100 Seiten definitiv nicht ist, der Fall ist.

Überzeugen kann das Buch definitiv mit den vorkommenden Differenzen zwischen westlichem Stil und Tradition. Die Reibungen zwischen indischen Erwartungen und westlichen Normen werden sehr deutlich gezeigt, auch wird – meines Erachtens auch völlig zurecht – die indische Tradition als veraltet und ur-konservativ hingestellt, immerhin sind die Rechte einer jungen Frau stark eingegrenzt, allgemein die der indischen Jugendgeneration.

Negativ kommt die teils ausgelutschte Geschichte herbei, deren Ende man aus jeder ZDF-Sonntagabend-Schmonzette á la Rosamunde Pilcher & Co. bereits kennt. Dass Fußball groß geschrieben wird, mag zwar neu, interessant und gelungen sein, doch die Romanze zwischen Jess und Joe, das Geplänkel zwischen Toleranz und Tradition, das kennt man alles schon. Ich muss dazu sagen, dass ich den Film (noch) nicht gesehen habe. Durchschlagen musste ich mich aber bereits ab der 50. Seite – wenn nicht sogar schon früher. Einzige, wirkliche Überraschung war das Geständnis Tonys, dass er schwul sei. Mehr aber auch nicht.

Trotzdem ist und bleibt Bend it like Beckham ein frischer Roman, dessen Geschichte ein wenig mehr Abwechslung gut tun würde und spätestens ab der Hälfte die Puste ausgeht. Schnell zum Lesen, daher sollte man sie wirklich nur als (Schul-)Lektüre betrachten.

Deshalb nur 2 von 5 Sternen.

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2 Responses to Bend it like Beckham

  1. Pillendreher says:

    Cooles Template hast du hier auf deiner Seite. Ist das Template kostenlos verfügbar? Falls ja, würde ich mich über einen Link freuen.

  2. Lichtschwert says:

    Könntest du den Begriff „Template“ bitte genauer erläutern?

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