Flutsch und weg

Der KritikerHausratte Roddy St. James hat alles, was man sich wünschen kan: einen goldenen Käfig, reichlich zu fressen, viel Platz, etc. Doch das Wichtigste fehlt ihm: Freunde. Als Freunde kann er lediglich die Barbiepuppen der Tochter bezeichnen, mit denen er gerne eine Unterhaltung hält und Volleyball spielt. Als eines Tages seine Besitzer verreisen und er zu Hause gelassen wird, befreit er sich spielerisch leicht aus seinem Käfig und genießt sein Leben im Luxusdasein – bis Sid, die eklige Ratte aus der Kanalisation, durch das Spülbecken zufälligerweise in sein Haus eindringt. Begeistert von dem Ambiente, möchte Sid am Liebsten bleiben, und schmeißt Roddy mit einem Hinterhalt aus dem Haus – durch das Klo.

Angekommen in der Kanalisation, beginnt für Roddy ein neues Leben …

Quelle: FilmReporter.de

Quelle: FilmReporter.de

Die Animationen sind leider nicht ganz auf dem Stand der heutigen Technik, können also kaum mit den Größen wie Cars oder Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los mithalten. Sie reichen aber aus, um der jungen Zielgruppe zu gefallen zu können. Ein kleiner Vergleich: Die Animationen von Flutsch und weg sind einen Tick besser als die des Toy Story-Erstlings. Sehr liebevolle Gestaltung, die Gesichtszüge könnten aber ein wenig rauer sein, sie wirken oft viel zu glatt. Eventuell ist dies aber von den Machen (Wallace & Gromit) auch so gewollt. Immerhin kann Knete durchaus auch glatt sein, faltenfrei.

Sehr zu loben sind die überaus lustigen Gags, die einem teilweise den Atem rauben können, da man am laufenden Band lachen muss. Damit wäre das Ziel dieser Komödie erreicht. Der Humor braucht sich vor (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 und Der Schuh des Manitu nicht zu verstecken. Leider gehen einige der richtig tollen Sprüche in den zu flotten Actionszenen verloren. Die Kameraperspektive scheint innerhalb einer Sekunde mehrmals zu wechseln, oft sind im Bild einfach zu viele Sachen auf einmal zu sehen, denen man Beachtung schenken möchte. Auch viele Witze gehen so sprichwörtlich den Bach runter, wenn zur gleichen Zeit Roddy vor den stürmischen Fluten gerettet werden muss oder man im Hintergrund die anstürmenden Feinde sieht. Wenn man die Gags überhaupt in so flotter Erzählweise versteht, hat man kaum Zeit, über sie zu lachen, da man auch nichts Wichtiges verpassen möchte.

Über die Geschichte kann man jetzt sowohl positiv, als auch negativ erzählen. Der negative Aspekt ist, dass man von vornherein schon grob weiß, wie es ausgehen wird: Roddy und Rita werden ein Paar und tuckern gemeinsam mit ihrem Schiff gen Sonnenuntergang; dass es eigentlich gen Kanalisation war und auch der in Romanzen übliche Kuss fehlt, ist zwar doch ein wenig anders, vom Prinzip her aber dasselbe.

Dafür gibt es aber nette Anspielungen auf die Wichtigkeit der Kanalisation(en), und dass selbst die beste Technik nicht funktioniert, wenn ein kleines, dafür aber umso wichtigeres Kabel fehlt.

Quelle: Focus.de

Quelle: Focus.de

Es macht Spaß, Roddy und Rita dabei zuzusehen, wie sie durch die Kanalisation hüpfen und rennen, wie in einem guten Jump’n’Run-Videospiel á la Super Mario und zwischendurch noch Zeit haben, richtig flotte Sprüche abzulassen.

Wem Ab durch die Hecke schon Spaß gemacht hat, dem kann man das Ratatouille-ähnliche Flutsch und Weg nur empfehlen.

Deshalb: 3 von 5 Sterne, mit Tendenz zum Besseren.

Warum es keine verdienten 4 Sterne gegeben hat? Nun, weil ich Cars (4 von 5 Sterne) einfach um Längen besser fand, und ich die beiden Filme nicht gleichstellen möchte. Deshalb – wenn auch weniger verdient – „nur“ starke 3 Sterne.

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