Blade Runner – Der Final Cut

Der KritikerLos Angeles im November 2019: Der Stadtmoloch ist durchtränkt von Dauerregen. Die Stadt ist schmutzig und übervölkert, und die Menschen sind allgegenwärtiger Werbung ausgesetzt. Die Tiere sind fast ausgestorben und nur als teure, künstliche Wesen zu erhalten. Ein besseres Leben auf fernen Planeten wird versprochen, Welten, die durch so genannte „Replikanten“ erschlossen worden sind. Da diese von der mächtigen Tyrell-Corporation hergestellten Androiden von Menschen äußerlich nicht mehr zu unterscheiden sind, jedoch über weit größere Kräfte verfügen als normale Menschen und im Laufe der Zeit eigene Gefühle und Ambitionen entwickeln, hat man ihnen eine Begrenzung der Lebensdauer auf vier Jahre eingebaut. Erinnerungen an eine real nicht existierende eigene Vergangenheit werden den Replikanten einprogrammiert, wodurch ihre geistige Gesundheit sichergestellt werden soll.

Den Replikanten ist es unter Androhung der Todesstrafe verboten, die Erde zu betreten. Für die Durchsetzung dieses Verbotes, also das Aufspüren und die Exekution von Replikanten, die dennoch auf die Erde gelangen, sind spezielle Polizeibeamte, die „Blade Runner„, verantwortlich… (Quelle: Wikipedia.de)

Quelle: Altfg.com

Quelle: Altfg.com

Blade Runner ähnelt dem Film Unheimliche Begegnung der dritten Art ziemlich stark. Beide haben mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel, wodurch die Technik der Filme stark veraltet ist. Zwar gibt es in Blade Runner, das im Jahr 2019 spielt, schon Flugautos, gleichzeitig sitzen die Einwohner vor flimmernden 4:3-Röhrenbildschirmen und bunten Hebeln und Schaltern. Nicht gerade sehr futuristisch, wenn man bedenkt, dass in Star Wars, das ein paar Jährchen älter ist, Hologramme und Droiden, Roboter, schon zum Alltag gehörten und diese im Film auch um einiges realistischer aussahen.

Auch wie in Unheimliche Begegnung der dritten Art ist der Film sehr düster und unangenehm unheimlich. Der Hauptcharakter, gespielt von Harrison Ford, hält sich nur in dunklen Ecken oder schlecht beleuchteten Räumen auf, ungewöhnlich, da die Welt auf Grund der Elektronik und der ganzen Lichter eigentlich immer heller wird.

Um was es in Blade Runner letztendlich geht, habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Eine Jagd auf virtuelles Leben, vom Menschen selbst hergestellt. Aha. Interessante Nebengeschichten gab es nicht. Dialoge sind genauso spärlich wie spannende Szenen. Nur die finale Jagd auf einen der Bösen verhindert ansatzweise, dass der Zuschauer im Sekundentakt gähnt und mit den Gedanken abschweift.

Über die Schauspieler sage ich jetzt mal wenig. Ich mag Harrison Ford, sein Talent, mit so viel Charme stets den abenteuerlichen Helden zu spielen (vgl. Indiana Jones oder Star Wars). Aber in Blade Runner läuft er lediglich mit gezückter Pistole durch fremde Häuser herum oder betrinkt sich. Verschenktes Potenzial.

Quelle: AustinChronicle.com

Quelle: AustinChronicle.com

Blade Runner hat durchaus ein helleres Remake nötig, vielleicht noch ein interesannteres – und durchschaubareres – Drehbuch. Man hätte einen so guten Actionfilm daraus machen können…

1 von 5 Sterne.

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