The Day After Tomorrow

Der KritikerDer Klimaforscher Jack Hall warnt seit Jahren vergeblich vor einer dramatischen Veränderung des Weltklimas. Als die Erde plötzlich von einer sich immer mehr dramatisierenden Serie von Tornados, Flutwellen, Hagel und schließlich arktischer Kälte mit lebensfeindlichen Temperaturmomenten unter –100 °C heimgesucht wird, macht sich Jack von Washington aus auf den Weg nach New York, wo sein Sohn Sam und seine Freunde eingeschneit sind und gegen die Kälte, Krankheiten, Wölfe und Hunger kämpfen… (Quelle: Wikipedia.de)

Quelle: Celluloid-Dreams.de

Quelle: Celluloid-Dreams.de

The Day After Tomorrow ist der wohl beste Klimafilm der bisherigen Geschichte, der durch grandiose Spezialeffekte überzeugt, die sogar schon fast mit Star Wars mithalten können. Untermauert wird dies noch durch viele spannende Actionszenen, die die Herrschaft nicht an die Langeweile verlieren lassen.

Anders als vergleichbare Apokalypsenfilme wird in The Day After Tomorrow die Entstehung der verheerenden Katastrophen verständlich und auch sehr realistisch erklärt. Jacks Vorhersagen beruhen auf vertrauenswürdigen Statistiken und Berechnungen, und nicht auf wankelmutigen Vermutungen, die in vielen Filmen dann erstaunlicherweise Wirklichkeit werden (*Seitenblick-auf-Independence-Day-werfen*).

Leider aber hat dieser großartige Blockbuster auch ein paar kleinere Schwächen. So war mir die Rahmenhandlung über Sam und seine Freundin Laura ein wenig zu kurz, das hätte man weiter ausbauen müssen. Des Weiteren ging es größten Teils nur um apokalyptische Wetterveränderungen, weniger um tiefgründige Charakterzüge oder tiefe Dialoge.

Auch der Schluss, in dem einfach gesagt wird, dass die Superzellen, die gigantischen Hurrikanes, schwächer werden, zeugen nicht von qualitativ hochwertiger Unterhaltung. Am nächsten Tag war der Himmel wolkenlos, die Sonne hat geschienen. Während am vorherigen Tag noch der Hurrikane im vollen Ausmaß zu spüren war, war er am folgenden Morgen verschwunden. Und warum eigentlich?

Wenn man einen riesigen Schiffsfrachter vor der Freiheitsstatue im Eis steckend sieht, bekommt man in The Day After Tomorrow leider nicht das Gefühl des Mitleids oder der Furcht, dass auf diesem Schiff Menschen gestorben sind. Zumindest war das bei mir so. Ich dagegen habe die Augen aufgerissen, und habe die Effekte bestaunt. Mann, sieht das gut aus, denkt man (ich) da. Der Gedanke, zu wissen, dass auf dem Schiff Menschen (!) waren, kam bei mir nur selten auf…

Typisch amerikanische Gesichtszüge waren auch vorhanden. So spielt ein Großteil der Handlung (wieder einmal) in den USA, New York. Bilder aus Asien kommen nur anfangs vor, Europa bleibt völlig aus. Die Entscheidung, die Welt zu retten, hängt wieder einmal vom (Vize-)US-Präsidenten ab.

Doch selbstverständlich hat der Film auch eine weitere gute Seite: Die Moral. Nicht nur Unterhaltung steht auf Emmerichs Programm, auch das Nachdenken. Was tun, wenn unsere Welt wirklich so wird? Das Wenn steht ja schon fast fest, nur das Wann ist noch recht unklar.

Die Effekte hinterlassen einen guten Eindruck auf den Zuschauer. Wenn ganz New York eingeschneit ist, mehrere Tornados gleichzeitig L.A. (?) verwüsten, gleicht dies schon fast einem epischen Film.

Quelle: Celluloid-Dreams.de

Quelle: Celluloid-Dreams.de

Trotz einiger inhaltlicher Schwächen strotzt The Day After Tomorrow nur so von gewaltigen Spezialeffekten, epischen Bildern und fesselnden Momenten. Deshalb gibt’s für Roland Emmerichs Blockbuster knappe 4 von 5 Sterne.

2012 kann kommen…

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