Harry Potter und der Halbblut-Prinz (Film)

Der KritikerWährend Lord Voldemort und seine Gefolgsleute weiter erstarken, beginnt für Harry und seine Freunde das nunmehr sechste Schuljahr. Doch neben den tödlichen Schergen gibt es auch ganz andere Probleme für die drei Helden: Die Liebe geistert durch die Gänge Hogwarts, und lässt neue Gefühle zur Geltung kommen, selbstverständlich auch die Eifersucht…

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Ich muss sagen, dass ich nach dem enttäuschenden fünften Teil mit sehr niedrigen Erwartungen in den sechsten Harry Potter-Film gegangen bin. Immerhin spezialisierten sich die letzten Filme immer mehr auf die Jagd nach Voldemort, wobei das für mich Fantastische, unter anderem die Hogwartsszenen, kaum oder überhaupt nicht mehr vorkamen. Für mich waren die letzten Potter-Filme lediglich gute Actionfilme, die „Fantasy“ verschwand vollkommen.

Doch anders als in den letzten Teilen, vor allem in Harry Potter und der Orden des Phönix, kamen dieses Mal endlich wieder Hogwartsszenen vor. Passend dazu gab’s auch viel Humor, was bei den letzten Filmen auch sehr stark gefehlt hat. Die Sache mit der Liebe ist was ganz Besonderes, was David Yates (Regisseur) sehr gut umgesetzt hat.

Negativ aufgefallen ist mir, dass während der Liebesszenen die Handlung sehr stark abflaut. Nebenstorys oder die dunklen Szenen mit Voldemort & Co. kommen darin überhaupt nicht mehr vor. Es gibt einen sehr starken Kontrast zwischen den hellen und dunklen Szenen.

Wie immer ist die schauspielerische Leistung überragend. Daniel Radcliff ist ein überzeugender Hauptdarsteller, umgeben von ebenso starken Schauspielern, die ihre Charaktere täuschend echt umsetzen. Positiv zu erwähnen ist auch, dass bis zum sechsten Band alle Schauspieler gehalten werden konnten. Selbst die Schauspieler des Pr. Lupin sowie die von Mrs. Weasley, die vielleicht einen 2-Minuten-Auftritt haben, haben in Der Halbblut-Prinz ihre alte Rolle übernommen und hervorragend gespielt. Selten eine so perfekte schauspielerische Leistung von eher unbekannten Darstellern gesehen.

Ein negativer Aspekt ist, dass mir (wieder einmal) wenige Parallelen zwischen dem Film und der Romanvorlage aufgefallen sind. Dies kann allerdings aber auch daran liegen, dass es Jahre her ist, als ich das Buch gelesen habe. Aber man erinnert sich zum Teil auch an Szenen im Buch, wenn man sie im Film gesehen hat. Dies ist mir nur selten passiert. Deshalb finde ich es auch schon nahezu überheblich, die Filme mit dem Titel Harry Potter zu versehen. 1:1-Szenen mit dem Buch kann man mit den Fingern abzählen.

Mein Vater (ich war mit ihm im Kino) meinte, es fehlten die Actionsequenzen. Mich hat es nicht gestört. Auch wenn die Action im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig kurz kommt: mich hat der Film auch so gefesselt. Langeweile kam bei mir nämlich nie auf. Außerdem: spätestens, wenn Harry am Ende ins Wasser greift, um Dumbledore einen Schluck zu geben, und dabei eine Untotenhand aus dem Wasser ragt, wird jeder wach, der kurz eingenickt ist. 😉

Die Effekte waren typisch Harry Potter: Auf dem Stand der Zeit, übertrieben düster. Zauberfunken, Gewitterwolken, Schattenschlangen. Wirklich gelungen sah die Feuerwalze Dumbledores am Ende aus, wenn er die Untoten im See vertreiben will.

Doch trotzdem haben mich die Bilder überzeugt: Anfangs hatte ich Gänsehaut im Minutentakt, was allerdings auch daran liegen kann, dass die Klimaanlage auf High eingestellt war und ich gefroren habe…

Quelle: MovieGod.de

Quelle: MovieGod.de

Bevor ich hier das Fazit schreibe, eines vorneweg: Kein Harry Potter-Film – mit Ausnahme der ersten beiden – kommt auch nur annähernd an die Bücher heran. Doch Harry Potter und der Halbblut-Prinz schafft es seit dem dritten Teil am meisten zum Buch heran. Denn endlich – ENDLICH! – spielt ein Großteil im Zauberschloss Hogwarts. Damit kommt auch ein wenig Harry Potter-Flair (und ich meine bestimmt nicht den von den Filmen) auf. Humor und Witzeleien verstärken den Eindruck noch. Gelungenener Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Deshalb:

4 von 5 Sterne. Der beste Harry Potter seit Der Gefangene von Askaban, Teil III mit eingeschlossen.

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